ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
173 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesell scha ft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 130 Ziel Verbesserung des betrieblichen Sicherheitsindex (BSX) um 2 % pro Jahr Status 1) Zielumfang 2) Der BSX wird aktuell konzernweit für das ÖBB Schienennetz im Inland erhoben. In Um- setzung Methodik 3) Die Sicherheitsziele bis 2030 stellen die gesellschaftsspezifischen Ambitionen dar. Ihre Festlegung wurde im 12. ÖBB Sicherheitsrat vom 31. März 2023 vereinbart. Die Einführung eines Verbesserungsgebots mit einer Grundspannung von 2 % pro Jahr bildet die Grundlage für den Erhalt des hohen Sicherheitsniveaus im ÖBB Konzern. Der konzernweite BSX hat sich im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr 2024 leicht verschlechtert (+6 / Vj: 62), liegt jedoch besser als der Zielanspruch. Es gab vier Zugzusammenstöße in den letzten 12 Monaten. Mit zwei Zugentgleisungen in den letzten 12 Monaten liegen diese unter dem maßgebenden Fünfjahresschnitt. Maßnahme Maßnahmen- portfolio zur Reduktion von Signalüber- fahrungen 4) 5) Unerlaubte Signalüberfahrungen bzw. etwaige darauf resultierende Zugkollisionen stellen ein betriebliches Risiko im Eisenbahnverkehr dar und somit ein Sicherheitsrisiko für Verbraucher:innen und Endnutzer:innen. Ein umfangreiches Maßnahmenportfolio unterstützt den ÖBB Konzern dabei, dieses Risiko zu reduzieren. Diese Maßnahmen umfassen unter anderem: – Ausbau ETCS (European Train Control System): Das europäische Zugbeeinflussungssystem wird sowohl fahrzeugseitig als auch auf der Strecke verbaut und wird dazu beitragen, das Sicherheitsniveau auf dem Schienennetz weiter zu verbessern. – Weiterentwicklung der WarnApp: Diese ist seit rund fünf Jahren bei den ÖBB Triebfahrzeugführer:innen im Einsatz und gibt ein akustisches Warnsignal ab, wenn der Zug gegen ein Halt zeigendes Signal anfährt . Laufend Verbesserung Sicherheit an Eisenbahn- kreuzungen 4) 6) 7) Österreichweite Maßnahmen im Eisenbahnkreuzungsbereich erhöhen die Sicherheit der Kund:innen zusätzlich: – Auflassung von Eisenbahnkreuzungen: z. B. Ausbau von Über- / Unterführungen – Umrüstungen von nicht technisch gesicherten Eisenbahnkreuzungen – Installation von Zuglaufcheckpoints u. a. zur Reduktion des Entgleisungsrisikos – Einbau von Gleisfreimeldeanlagen und Ausbau des ETCS-Systems zur Reduktion des Kollisionsrisikos Laufend 1) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e. 2) ESRS 2.MDR-T.80.c. 3) ESRS 2.MDR-T.80.a, f. 4) ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. 5) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Inland auf Ebene der betreffenden Teilkonzerngesellschaft(en). 6) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Inland auf Ebene der ÖBB-Infrastruktur AG. 7) Die beschriebene Maßnahme wurde ergriffen, um das wesentliche Risiko S4-F-1 zu mindern. ESRS S4-4.33.a. Ziel Verbesserung des öffentlichen Sicherheitsindex (ÖSX) um 2 % pro Jahr bis 2030 Status 1) Zielumfang 2) Das Ziel betrifft Verbraucher:innen und Endnutzer:innen im Inland. In Um- setzung Methodik 3) Die Sicherheitsziele bis 2030 stellen die gesellschaftsspezifischen Ambitionen dar. Ihre Festlegung wurde im 12. ÖBB Sicherheitsrat vom 31. März 2023 vereinbart. Die Einführung eines Verbesserungsgebots mit einer Grundspannung von 2 % pro Jahr bildet die Grundlage für den Erhalt des hohen Sicherheitsniveaus im ÖBB Konzern. Der ÖSX lag im Jahr 2025 mit 150 Punkten über dem Zielanspruch und befindet sich auf Vorjahresniveau (Vj: 150,1). Dafür verantwortlich waren unter anderem Anstiege in den Kategorien Drohungen gegenüber Mitarbeiter:innen, Suchtmitteldelikte, Betrug und Vandalismus. Insbesondere eine erhöhte Aufmerksamkeit zur Meldebereitschaft der Mitarbeiter:innen, aber auch steigendes Fahrgastaufkommen sowie Formen der organisierten Bandenkriminalität trugen maßgeblich zu einer Erhöhung bei. Die Übergriffe auf Mitarbeiter:innen mit Verletzungen liegen auf hohem Niveau. Allgemein ist hier eine leicht rückläufige Tendenz im Berichtszeitraum zu verzeichnen. Maßnahme Masterplan 4) 5) Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen durch externe / äußere Einflüsse, Störungen bzw. Bedrohungen sowie im Kontext zu aktuellen Themen wie beispielsweise die Resilienz(steigerung) kritischer Einrichtungen (RKE-Richtlinie), ist es geboten, das gesamte Risikoportfolio im Bereich der öffentlichen Sicherheit aufzuarbeiten und zu aktualisieren. Abgeleitet aus den identifizierten Risiken bzw. auf Basis des erstellten Risikoportfolios soll ein entsprechendes Maßnahmenpaket entwickelt werden (Technik, Organisation, Mensch). Die Aufarbeitung soll im Rahmen des Masterplans „Öffentliche Sicherheit“ erfolgen. In Um- setzung Technische Ausrüstung 4) 5) Um intentionale Angriffe und Übergriffe durch externe Personen auf Kund:innen zu reduzieren, setzen die ÖBB verschiedene Sicherheitsmaßnahmen. Diese sollen Körperverletzungen und / oder Sachschäden bei Kund:innen verhindern. Ein zentraler Schwerpunkt ist der Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen und in Zügen – jeweils im Rahmen der datenschutzrechtlichen Möglichkeiten. Zusätzlich werden Security-Mitarbeiter:innen und Zugbegleiter:innen mit Bodycams ausgestattet, um die Aufklärungsrate bei strafrechtlich relevanten Vorfällen zu verbessern. Laufend 1) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e. 2) ESRS 2.MDR-T.80.c. 3) ESRS 2.MDR-T.80.a, f. 4) ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. 5) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Inland auf Ebene der ÖBB-Operative Services GmbH & Co KG (Tochtergesellschaft der ÖBB-Infrastruktur AG). LB130 | E.3. S1 Arb itskräfte d s Unternehmens S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette S3 Betroffene Gemeinschaften S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen
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