ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
175 Konzern- lagebericht Öst erreichische Bundesbahnen-Hol ding Aktiengesellscha ft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 132 Ziel (Fortsetzung) Steigerung der Kund:innenzufriedenheit auf 76 Punkte im Jahr 2030 (Teilkonzern ÖBB Infrastruktur) Status 1) Maßnahme Bewusstseins- bildung zu Gefahren an Bahnanlagen 4) 5) Auch das Thema „Sicherheit auf Bahnanlagen” ist von besonderer Bedeutung, weswegen die Bewusstseinsbildung zu Gefahren an Bahnanlagen notwendig ist. Jedes Jahr verunglücken in Österreich Menschen infolge von unüberlegtem Handeln, Unwissenheit und Leichtsinn an Gleisanlagen, einige mit tödlichem Ausgang. Um diese Unfälle zu vermeiden, gilt es, vor allem Jugendliche zu informieren und entsprechend aufzuklären. Daher startet jedes Jahr zu Schulbeginn eine Sicherheitskampagne, um das sichere Verhalten in der Nähe von Bahnanlagen zu fördern. Somit wird eine der wichtigsten und potenziell gefährdetsten Stakeholder:innengruppen direkt eingebunden. Zusätzlich werden Schulen im Inland Sicherheitsvorträge zur Bewusstseinsbildung für Gefahren an Bahnanlagen angeboten. Diese dauern eine Schulstunde und werden von speziell geschulten ÖBB Sicherheitsvortragenden gehalten. Dem Thema „Bewusstseinsbildung für das richtige Verhalten vor Eisenbahnkreuzungen” wird jedes Jahr rund um den „International Level Crossing Awareness Day” (ILCAD) Anfang Juni besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Laufend Sicherheits- programm 4) 5) Bei allen Aktivitäten im Teilkonzern ÖBB Infrastruktur steht Sicherheit immer an oberster Stelle. Das Sicherheitsprogramm basiert auf Erkenntnissen aus Vorfällen, Unfalluntersuchungsberichten, internen Prüfungen (Sicherheitskontrollen, Audits etc.) und dem Trendmonitoring der ÖBB-Infrastruktur AG. Folgende Schwerpunkte sind für Verbraucher:innen und Endnutzer:innen relevant: – Vorbeugung der Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen durch Auflassungen von Eisenbahnkreuzungen, Über- oder Unterführungen von Eisenbahnkreuzungen und Ausbau von technisch gesicherten Eisenbahnkreuzungen – Reduktion des Entgleisungsrisikos durch die Installation von Zuglaufcheckpoints – Reduktion des Kollisionsrisikos durch den Einbau von Gleisfreimeldeanlagen, Nachrüstung PZB – Indusimagnete (Induktive Zugsicherung) und durch den ETCS-Ausbau Laufend Park & Ride 4) 5) Die intelligente Verknüpfung von Verkehrsträgern ist essenziell für ein nachhaltiges und effizientes Verkehrssystem. Park & Ride-Anlagen (P&R) stellen die Schnittstelle zwischen dem motorisierten Individualverkehr (MIV) und dem System Eisenbahn dar. Insbesondere Personen mit Wohnorten, die nicht oder nur schlecht an den öffentlichen Verkehr angebunden sind, wird somit ein einfacher Zugang zum Bahnangebot ermöglicht. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit den P & R-Vertragspartnern (Länder / Gemeinden). Zufahrtssysteme und weitere Maßnahmen, die sicherstellen, dass die P & R- Anlagen tatsächlich Nutzer:innen des öffentlichen Verkehrs zur Verfügung stehen, sichern eine effiziente, zielorientierte Nutzung. Im Zuge der Neu- oder Ausbauplanung von P & R-Anlagen wird zudem gemeinsam mit den Vertragspartnern Ländern und Gemeinden eine Verbesserung der Anbindung der Verkehrsstation (öffentlicher Verkehr, Radverkehr) angestrebt, um klimafreundliche Alternativen zur Anreise mit dem Pkw zu stärken. Laufend Bike & Ride 4) 5) Der Neu- bzw. Ausbau von Bike & Ride-Anlagen (B&R) soll den Zugang zur Bahn erleichtern. Das Fahrrad ist ein wichtiger Teil der Mobilitätskette und das Anbieten von B & R-Anlagen an Verkehrsstationen im Netz der ÖBB-Infrastruktur AG leistet einen wesentlichen Beitrag hinsichtlich nachhaltiger Mobilität. Gemeinsam mit Ländern und Gemeinden als Vertragspartner wird an einem raschen und bedarfsorientierten Ausbau von Fahrradstellplätzen gearbeitet. Durch die Bereitstellung von überdachten Stellplätzen sowie dem Ausbau von Stellplätzen mit erhöhter Sicherheit (z. B. Fahrradboxen) wird ein qualitätsvolles und an den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppen orientiertes Angebot geschaffen. Laufend 1) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e. 2) ESRS 2.MDR-T.80.c. 3) ESRS 2.MDR-T.80.a, f. 4) ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. 5) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Inland auf Ebene des Teilkonzern ÖBB Infrastruktur. Ziel Ausbau barrierefreier Bahn- und Busfuhrpark für B2C-Kund:innen Status 1) Zielumfang 2) Das Ziel betrifft den Bahn- und Busverkehr für B2C-Kund:innen der ÖBB im In- und Ausland. In Umset- zung Methodik 3) Um die Zugänglichkeit des Systems Eisenbahn für alle Menschen gleichermaßen zu gewährleisten – also auch für Menschen mit Behinderungen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität –, will der ÖBB Konzern das barrierefreie Angebot bis hin zu einer vollständigen Barrierefreiheit erweitern. Die Kennzahl entwickelt sich planmäßig in Richtung des definierten Ziels. Maßnahme Struktureller Ausbau 4) 5) Um die Barrierefreiheit für alle Kund:innen des ÖBB Konzerns zu verbessern, unterliegt die gesamte Fahrzeugflotte einem laufenden Modernisierungsprozess. Im Fokus stehen dabei die Herstellung der Rollstuhltauglichkeit, die Erfüllung der EU-Vorgaben zum barrierefreien Reisen sowie das optische und akustische Fahrgastinformationssystem. Auch der Ticketerwerb soll barrierefrei werden. Dazu erfolgte 2022 die Ausschreibung einer neuen Generation von Ticketautomaten mit barrierefreier Bedienbarkeit, welche nun seit Mitte 2024 kontinuierlich an Bahnhöfen in Österreich aufgestellt und getestet werden. Damit erfolgt eine schrittweise Ablöse der bestehenden Automaten. Bis dahin sorgen folgende weitere Maßnahmen für eine verbesserte Barrierefreiheit: – Ausstattung mit niedrigeren Sockeln für ein leichteres Erreichen der Bedienelemente – Kund:innenservice via RemoteVerbindung mit den Ticketautomaten verknüpft und kann bei Fragen unterstützen – Modus für „Einfache Bedienung”, damit Kund:innen ein Ticket für eine Fahrt in leichter und einfacher Sprache erwerben können Lauf- end 1) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e. 2) ESRS 2.MDR-T.80.c. 3) ESRS 2.MDR-T.80.a, f. 4) ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. 5) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Inland auf Ebene der betreffenden Teilkonzerngesellschaft(en). LB132 | E.3. S1 Arbeitskräfte des Unternehmens S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette S3 Betroffene Gemeinschaften S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen
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