ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
179 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 136 Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3) Zeithorizont 3) Angaben zur Wertschöpfungskette (WK) bei Auswirkungen 3) Unterthema: Management der Beziehungen zu Lieferanten einschließlich Zahlungspraktiken G1-A-8 Hohe, bürokratische Anforderungen (z. B. Vergaberecht, ESG-Kriterien, CSRD etc.) und ein damit verbundener Aufwand zur Datengenerierung sowie eine zu starke Monopolstellung in den einzelnen Ausschreibungsbereichen der ÖBB können sich negativ auf Lieferanten in den verschiedenen Geschäftszweigen auswirken; z. B. hoher wirtschaftlicher Aufwand / Ressourcenintensität bei der Teilnahme an Ausschreibungen. Dies gilt in spezieller Art und Weise für KMU. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte WK – Nachgelagerte WK G1-A-9 Die proaktive Unterstützung durch den ÖBB Konzern, offene Zusammenarbeit sowie klare, einheitliche Vorgaben fördern das Engagement bei den Lieferanten. Dadurch werden die Einhaltung der Vorgaben verbessert, nachhaltige Partnerschaften aufgebaut, Planungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität bei den Lieferanten ermöglicht. Positiv Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte WK – Nachgelagerte WK G1-A-10 Verspätete Zahlungen können finanzielle Stabilität von KMU gefährden (laufenden Kosten wie Gehälter, Miete und Materialeinkäufe). In weiterer Folge kann die Wertschöpfungskette beeinträchtigt werden, da verzögerte Zahlungen dazu führen können, dass kleinere Lieferanten ihre eigenen Verpflichtungen gegenüber ihrer Lieferkette und damit gegenüber dem ÖBB Konzern nicht einhalten können. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte WK Unterthema: Sonstiges G1-F-2 Bei Informationssicherheitsvorfällen kann die Funktionsfähigkeit zentraler Informations- und Betriebssysteme erheblich beeinträchtigt werden. Dadurch ergeben sich sowohl finanzielle Auswirkungen als auch umfassende Reputationsschäden. Risiko Mittelfristig 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Die Aktualisierung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse hat zu geringfügigen Anpassungen (Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance, Zeithorizont und Angaben zur Wertschöpfungskette) und zur Aufnahme eines neuen Themas im Vergleich zum Vorjahr geführt. ESRS 2.SBM-3-48.g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c. Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung Die vier dargestellten ÖBB Unternehmenswerte sind die Grundlage für Zusammenarbeit und Orientierung. Sie fördern eine starke Unternehmenskultur, respektvollen Umgang und unterstützen Produktivität sowie Wettbewerbsfähigkeit. Wir vor Ich Überzeugende Leistungen für unsere Kund:innen Initative ergreifen Sicherheit leben Die Werte sind seit 2019 konzernweit definiert und im Intranet sowie im Führungskräftehandbuch verfügbar. Ihre Entwicklung erfolgte unter Einbindung von Mitarbeiter:innen durch Desk-Research, Interviews und Datenanalysen. Drei Initiativen markieren den Startpunkt: – Purpose ÖBB: Definition der gemeinsamen Identität und des WIR-Gefühls – Kulturwandel: Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmenskultur – Markenkern und Employer-Branding: Strategien zur Gewinnung werteorientierter Mitarbeiter:innen Im Rahmen des jährlich stattfindenden Mitarbeiter:innengesprächs ist die Umsetzung der gemeinsamen Werte und Kompetenzen Teil der Evaluation. Maßnahmen zur Förderung oder Stärkung der Kompetenz werden im Zuge dessen gegebenenfalls festgelegt. ESRS G1-1.9 LB136 | E.4. G1 Unternehmensführung
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