ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
Konzernabschluss 254 Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 62 Versicherungsmathematische Annahmen Die folgende Tabelle zeigt die bei der Bewertung von Verpflichtungen aus Jubiläumsgeldzuwendungen, Abfertigungen und Pensionen verwendeten Annahmen: 31.12.2025 31.12.2024 Abzinsungsfaktor Abfertigung 4,20 % 3,50 % Abzinsungsfaktor Pension 4,10 % 3,45 % Abzinsungsfaktor Jubiläum 3,90 % 3,35 % Gehaltssteigerungen 4,50 % 4,60 % Pensionssteigerungen 2,00 % 2,00 % Fluktuationsrate Jubiläum Mitarbeiter:innen mit Definitivstellung 0,00 bis 1,15 % 0,00 bis 1,21 % Fluktuationsrate Jubiläum übrige Angestellte 0,00 bis 6,82 % 0,00 bis 7,48 % Bei den Abfertigungs- und Jubiläumsgeldern ist der Konzern üblicherweise folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt: – Zinsänderungsrisiko: Ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt zu einer Erhöhung der Rückstellungen. – Gehaltsrisiko: Der Barwert der Rückstellungen wird auf Basis der geplanten zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer:innen ermittelt. Somit führen Gehaltserhöhungen über das bereits im Barwert berücksichtigte Ausmaß der begünstigten Arbeitnehmer:innen zu einer Erhöhung der Rückstellungen. Gesetzliche Abfertigungen Für die sich aus einzelnen dienstrechtlichen oder vertraglichen Bestimmungen ergebenden Abfertigungsansprüche jener Dienstnehmer:innen, die nicht Mitarbeiter:innen mit Definitivstellung sind, wird eine Rückstellung für Abfertigungen eingestellt. Die Berechnung der Rückstellung erfolgt versicherungsmathematisch nach dem Anwartschafts- barwertverfahren (PUC-Methode), das für Bewertungen nach IAS 19 vorgeschrieben ist und richtet sich nach den biometrischen Rechnungsgrundlagen der Aktuarvereinigung Österreichs (AVÖ) 2018-P – gemischter Bestand – Rechnungsgrundlagen für Pensionsversicherung. Verpflichtungen aus Abfertigungen für Mitarbeiter:innen, deren Dienstverhältnis vor dem 01.01.2003 begonnen hat, werden wie nachfolgend beschrieben durch leistungsorientierte Pläne abgedeckt. Infolge einer gesetzlichen Änderung unterliegen Mitarbeiter:innen, deren Dienstverhältnis in Österreich nach dem 01.01.2003 begonnen hat, einem beitragsorientierten Versorgungsplan. In diesem Zusammenhang hat der ÖBB Konzern in den beiden Berichtsjahren rd. 27,1 Mio. EUR (Vj: rd. 23,5 Mio. EUR) in den beitragsorientierten Versorgungsplan (VBV VorsorgekasseAG und APK- PENSIONSKASSEAG) eingezahlt. Bei Pensionsantritt erhalten berechtigte Mitarbeiter:innen eine Abfertigung, die – abhängig von ihrer Dienstzeit – ein Mehrfaches ihres monatlichen Entgelts, maximal aber zwölf Monatsentgelte beträgt. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses werden maximal drei Monatsentgelte sofort, darüber hinausgehende Beträge verteilt über einen Zeitraum von höchstens zehn Monaten ausgezahlt. Im Falle des Todes haben die Erbberechtigten der Mitarbeiter:innen Anspruch auf 50 % der Abfertigung. Die folgende Tabelle zeigt die Komponenten der Nettoabfertigungsaufwendungen der Periode sowie die Entwicklung der Abfertigungsrückstellungen in den beiden Berichtsjahren: 2025 2024 in Mio. EUR in Mio. EUR Barwert der Verpflichtung zum 01.01. 84,1 84,4 Dienstzeitaufwand 3,6 4,0 Zinsaufwand 2,9 3,0 im Periodenergebnis erfasst 6,5 7,0 Versicherungsmathematische Verluste (+) / Gewinne (-) aus Änderungen finanzieller Annahmen -8,0 -5,7 Erfahrungsbedingte Anpassungen 0,1 -0,4 Im sonstigen Ergebnis erfasst -7,9 -6,1 Abfertigungszahlungen -3,4 -2,0 Unternehmensverkäufe und -erwerbe sowie Übertritte im Konzern 0,0 0,8 Barwert der Verpflichtung zum 31.12. 79,3 84,1
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