ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
27 Zug um Zug in die Zukunft HERAUSFORDERUNG. Ein Ziel von Compete ist es, die Leistungsfähigkeit des Systems Schiene langfristig zu verdoppeln Die Holding und das Business Compe tence Center (BCC) arbeiten im Teilpro- jekt „ÖBB 4 ÖBB“ daran, Verwaltungskos- ten zu reduzieren, Governance-Prozesse zu vereinfachen und die Leistungen des BCC als konzerninterner Servicedienstleis- ter stärker an den spezifischen Anforde- rungen der Teilkonzerne auszurichten. So wurden für zentrale Services unterschied- liche Servicelevels eingeführt, um das Leistungsangebot flexibler zu gestalten. Bei den Gesellschaften Technische Services (TS) und Produktion (PR) laufen die Maßnahmen im Programm „Effizienz und Transparenz“ zusammen. Während sich die TS darauf fokussiert, die Verfüg- barkeit der Fahrzeuge zu erhöhen, geht es in der PR vor allem darum, Umläufe zu optimieren, Stehzeiten zu reduzieren und wettbewerbsfähig produzieren zu können. Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist die Reduktion des Energieaufwands. Die Werkstätten der TS liefern ein be- sonders anschauliches Beispiel, welchen Beitrag vermeintlich kleine Maßnahmen leisten können. Für die Wartung eines Schiebetritts – dabei handelt es sich um eine bewegliche Einstiegshilfe – mussten früher mehrere Arbeitsschritte nach- einander durchgeführt werden. Durch eine Neuorganisation der Abläufe, die von den Mitarbeiter:innen vorgeschla- gen wurde, konnte der Prozess merklich beschleunigt und eine Einsparung von rund zwei Millionen Euro pro Jahr erzielt werden. Auch die ÖBB-Infrastruktur AG (Infra) arbeitet intensiv an der Bahn von morgen und hat sich zum Ziel gesetzt, langfristig die Leistungsfähigkeit des Systems Schiene zu verdoppeln. Im Zentrum stehen dabei folgende Priori- täten: der Bestand, die Qualität und die Stabilität des Systems. Der Rahmenplan 2025 bis 2030 sieht Investitionen von rund 20 Milliarden Euro vor – trotz des Beitrags zur Budgetkonsolidierung ein weiterhin hohes Niveau. Prozesse stehen im Fokus Mit „INFRA.fit“ setzt die Infra gezielt bei Effizienz und Steuerung an. Im Fokus stehen die Optimierung von Prozessen, kürzere Bauzeiten und ein effizienter Ressourceneinsatz, um die Auswirkun- gen auf den laufenden Betrieb mög- lichst gering zu halten. Ziel ist eine bestmögliche Nutzung der vorhandenen Mittel, die nachhaltige Verbesserung der Kosteneffizienz und gleichzeitig die Sicherstellung einer verlässlichen Infra- struktur für Personen- und Güterverkehr. Optimierung im gesamten Konzern Infrastruktur: arbeiten an der Bahn von morgen
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