ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
77 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 34 D.4. Überwachung Die definierten Kontrollschritte werden laufend getestet und gegebenenfalls mit Verbesserungsmaßnahmen versehen. Zusätzlich erfolgen punktuelle Überprüfungen durch die Konzernrevision. Ergänzend ist das IKS im Rechnungslegungsprozess fixer Bestandteil der Abschlussprüfung durch die Wirtschaftsprüfer:innen. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsratsgremiums überwacht die Wirksamkeit des IKS auf Basis einer regelmäßigen Berichterstattung durch die Vorstandsmitglieder. ESRS 2.GOV-5.36.e D.5. Rechnungslegung Für die Vorprozesse zur Rechnungslegung wurde eine weitreichende Vereinheitlichung erzielt. Die betreffenden Abläufe wurden 2005 in eine konzernweit tätige Einheit für Accounting-Services innerhalb der ÖBB-Business Competence Center GmbH übergeführt. Die ÖBB-Business Competence Center GmbH unterstützt die ÖBB-HoldingAG operativ in ihrer Harmonisierungstätigkeit durch entsprechend abgestimmte Prüfungs-, Evaluierungs- und Kommentierungsaufgaben. Grundlage der Konzernrechnungslegung bildet ein IFRS-Konzernhandbuch, herausgegeben und regelmäßig aktualisiert von der Abteilung Rechnungswesen der ÖBB-HoldingAG. Damit werden wesentliche IFRS-basierte Bilanzierungserfordernisse konzernweit vorgegeben und kommuniziert. Die Mitarbeiter:innen des Rechnungswesens werden laufend in Hinblick auf Neuerungen in der Rechnungslegung geschult, um den Risiken einer unbeabsichtigten Fehlberichterstattung vorbeugen zu können. Alle Tochterunternehmen liefern für die Erstellung des Konzernabschlusses umfangreiche Reportingpackages mit allen relevanten Buchhaltungsdaten. Diese sind Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Bilanz, Geldflussrechnung sowie Erläuterungen zum Konzernabschluss. Die Daten werden von lokalen Wirtschaftsprüfer:innen geprüft. Das geschieht unter Beachtung der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) und der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) und den allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe. Die Prüfung wird mit der „Bestätigung zum IFRS-Konzern-Berichtspaket“ abgeschlossen. Deren Einlangen ist die Voraussetzung für die Verarbeitung des Reportingpackages. Dieses externe Kontrollsystem stellt einen unterstützenden Teil des IKS dar. Das Aufsichtsratsgremium wird regelmäßig, insbesondere innerhalb des verpflichtend einzurichtenden Prüfungsausschusses der ÖBB-HoldingAG, über die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns in Form von konsolidierten Darstellungen informiert. D.6. Nachhaltigkeitsberichterstattung Die internen Kontrollen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung sind im konzernweiten IKS integriert. Zu den zentralen Risiken im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung gehören die Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten, die Schätzungsmethodik sowie die Verfügbarkeit von Informationen. Zusätzlich müssen klare Systemgrenzen definiert werden, um Doppelzählungen zu vermeiden. Diese Risiken werden durch strukturierte interne Kontrollen, eine einheitliche Vorgehensweise im Konzern sowie standardisierte Berichtsprozesse adressiert. Die Konsolidierungslogik basiert auf dem Beteiligungsspiegel, der sicherstellt, dass Systemgrenzen eingehalten werden und ein einheitliches Verständnis für die Kennzahlenerhebung gewährleistet ist. Maßnahmen zur Qualitätssicherung unterstützen die Einhaltung dieser Vorgaben. ESRS 2.GOV-5.36.c LB34 |
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