ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
87 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 44 Wesentliche ESG-Risiken und -Chancen wurden durch Stakeholder:innendialoge, eine Rohstoffanalyse und standortbezogene Bewertungen identifiziert. Dabei zeigten sich geringe ESG-Risiken in der Beschaffung, insbesondere durch die starke regionale Verankerung. Die Wertschöpfungskettenanalyse lieferte belastbare Entscheidungsgrundlagen für die weitere Integration von Nachhaltigkeit in die operative und strategische Steuerung. Zugleich ermöglichte sie die zielgerichtete Ableitung von Konzernzielen, Maßnahmen und Prioritäten vor allem in der Beschaffung. Die Erkenntnisse der Analyse sind in die Aktualisierung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse 2025 eingeflossen. Weitere Informationen zur Wertschöpfungskette werden in den einzelnen Themenstandards gegeben. ESRS 2.SBM-1.42.a, b, c Im ÖBB Konzern werden keine Einnahmen aus den Sektoren fossile Brennstoffe, Herstellung von Chemikalien, umstrittene Waffen oder Anbau und Produktion von Tabak lukriert. Die Umsatzentwicklung des ÖBB Konzerns wird in den Erläuterungen des Lageberichts dargestellt. ESRS 2.SBM-1.40.d, 41 Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen Der ÖBB Konzern ist ein bedeutender Mobilitätsdienstleister, der sowohl Menschen als auch Güter in Österreich, Europa und darüber hinaus bewegt und sich als Unternehmen von öffentlichem Interesse versteht. Durch den intensiven Dialog mit internen und externen Stakeholder:innen fördert er Vertrauen sowie nachhaltiges Handeln und schafft gesellschaftliche Akzeptanz. Die Stakeholder:innen des ÖBB Konzerns umfassen eine breite Vielfalt: – Interne Stakeholder:innen: Mitarbeiter:innen, Führungskräfte, Betriebsrät:innen, Aufsichtsräte und Prüfungsausschuss – Externe Stakeholder:innen: Kund:innen, Eigentümervertreter:innen, Investor:innen, Lieferanten, Anrainer:innen, Sozialpartner:innen, politische Akteur:innen und Interessenvertretungen und Vertreter:innen von Wissenschaft und Forschung sowie Schutzgebietsverwaltungen Ein transparenter Austausch mit diesen Stakeholder:innen und Interessengruppen ist essenziell für die strategische Planung, insbesondere bei der Umsetzung von Maßnahmen. Im Zuge der Erstellung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse spielt die Identifikation und Einbindung relevanter Stakeholder:innen und Interessengruppen ebenfalls eine bedeutende Rolle. ESRS 2.SBM-2.45.a, b . Nach den ESRS 1 „Allgemeine Anforderungen“, Abschnitt 3.1 wird dabei in zwei Hauptgruppen unterschieden: – Betroffene Interessengruppen sind jene, deren Interessen von den Tätigkeiten des Unternehmens und seinen direkten und indirekten Geschäftsbeziehungen in seiner gesamten Wertschöpfungskette betroffen sind oder betroffen sein könnten. – Nutzer:innen von Nichtfinanziellen Erklärungen, sind jene juristische Personen, die auch Hauptnutzer:innen der allgemeinen Finanzberichterstattung sind (z. B. Investor:innen, Kreditgeber:innen etc.). Durch den aktiven Einsatz von Dialogplattformen, Befragungen und weiteren Initiativen stellt der ÖBB Konzern sicher, dass die Anliegen und Erwartungen der Stakeholder:innen frühzeitig berücksichtigt werden. Mit Abschluss des Berichtsjahres 2025 gab es keine Änderungen der Konzernstrategie oder des Geschäftsmodells, jedoch wurden Updates der Funktionalstrategie Nachhaltigkeit sowie Diversity durchgeführt. ESRS 2.SBM-2.45.c Die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane werden regelmäßig über die Standpunkte der Stakeholder:innen informiert. Die wichtigsten Informationen der diversen Stakeholder:innengruppen erlangt der Konzern über die vielfach vorhandenen Kommunikationskanäle. Das sind beispielsweise Stakeholder:innen-Round-Tables, Kund:innenumfragen, Mitarbeiter:innenumfragen oder Austauschrunden mit Interessenvertreter:innen (Umwelt-NGOs, Radlobby, Politik). ESRS 2.SBM-2.45.d Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell Die Befragung interner Expert:innen sowie die Einbindung von internen und externen Stakeholder:innen ergaben, dass folgende Themen den ÖBB Konzern wesentlich betreffen: „E1 Klimawandel“, „E2 Umweltverschmutzung“, „E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme“, „E5 Kreislaufwirtschaft“, „S1 Arbeitskräfte des Unternehmens“, „S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette“, „S3 Betroffene Gemeinschaften“, „S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen“, „G1 Unternehmenspolitik“. Die Ergebnisse der Befragung und Einbindung bestätigten bereits bekannte und im Fokus stehende Schwerpunkte. In jedem themenspezifischen Kapitel findet sich daher eine Übersicht der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit weiteren Informationen (unter anderem zur vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, Zeithorizont und unternehmensspezifischen Angaben). ESRS 2.SBM-3.48.a, c, h LB44 |
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