ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

Konzernlagebericht 88 E.  Nichtfinanzielle Erklärung E.1. Allgemeine Angaben E.2. Umweltinformationen E.3. Soziale Informationen E.4. Governance Informationen E.5. ESRS-Index Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellscha ft Konzernabschluss | Konzern lagebericht 45 Im Zuge der Aktualisierung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS im Jahr 2025 hat sich die Gesamtzahl der IROs deutlich reduziert. Dies wurde vor allem durch Zusammenfassung und Aggregation einzelner Themen erreicht. Erwähnenswerte Anpassungen bzw. Ergänzungen betreffen insbesondere im Umweltbereich (E1) das Unterthema „Energie“ (Energieerzeugung) und das Unterthema „Klimaschutz“ (Freisetzung von schädlichen Stoffen in Kältemitteln in die Atmosphäre). Im Sozialen gibt es eine wesentliche Ergänzung im Bereich S1 im Unterthema „Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle“ sowie im Bereich S4 beim Unterthema „Soziale Inklusion von Verbraucher:innen und / oder Endnutzer:innen“. Im Bereich G1 wurden Cyber-Security-Vorfälle als wesentliches Risiko neu berücksichtigt. Alle weiteren Anpassungen – etwa zur Art der Auswirkung, zu Risiken und Chancen, zum Zeithorizont sowie zu Angaben entlang der Wertschöpfungskette – fallen im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig aus und werden daher nicht extra angeführt. ESRS 2.SBM-3.48.g Das Ergebnis der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse bzw. die gewonnenen Erkenntnisse zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen ist in das Update der konzernweiten ÖBB Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2025 eingeflossen. ESRS 2.SBM-3.48.b Informationen, die konkret mit der Anforderung aus ESRS 2 SBM-3 „Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“ in Verbindung stehen, finden sich in den gleichnamigen Unterkapiteln der folgenden Themenstandards: – E1 Klimawandel – E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme – S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette – S3 Betroffene Gemeinschaften – S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen Der ÖBB Konzern nimmt im Zuge der Offenlegung der erwarteten finanziellen Effekte die Übergangsbestimmung gemäß ESRS 1 „Allgemeine Anforderungen“, Anlage C „Liste der schrittweise eingeführten Angabepflichten“ in Anspruch. ESRS 2.SBM-3.48. e Im Hinblick auf die aktuellen finanziellen Effekte der wesentlichen Risiken und Chancen auf Finanz-, Ertragslage und Zahlungsströme sowie die wesentlichen Risiken und Chancen, bei denen im nächsten Berichtszeitraum ein erhebliches Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte der im zugehörigen Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gilt: Besteht eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis und ist ein Ressourcenabfluss wahrscheinlich, wird bei verlässlicher Schätzbarkeit eine Rückstellung in der Konzernbilanz gebildet – unter Berücksichtigung inhärenter Risiken und Unsicherheiten (siehe Erläuterung 26). Verpflichtungen, deren Höhe nicht verlässlich geschätzt werden kann oder deren Eintritt unwahrscheinlich ist, werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Erläuterung 28). Alle weiteren Risiken und Chancen werden außerhalb der Bilanz im Rahmen des konzernweiten Chancen- und Risikomanagements erfasst, das darauf abzielt, relevante Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aktiv zu steuern. ESRS 2.SBM-3.48.d Die ÖBB sind durch ihre langfristigen Investitionen in Bahnbetrieb und Infrastruktur robust und widerstandsfähig aufgestellt. Das Chancen- und Risikomanagement bewertet regelmäßig mögliche Risiken wie Naturereignisse und Klimaveränderungen und setzt entsprechende Maßnahmen. Die nachhaltige Entwicklung des Bahnsystems sowie die kontinuierliche Verbesserung von Kapazität und Qualität stehen im Fokus. Als Teil des europäischen Schienennetzes übernimmt die ÖBB Verantwortung für zuverlässige Mobilitäts- und Logistiklösungen. Die Strategie des Konzerns ist langfristig und zukunftsorientiert ausgerichtet. ESRS 2.SBM-3.48.f Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Angaben zum Verfahren für die Wesentlichkeitsanalyse Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen Der Prozess zur Ermittlung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen des ÖBB Konzerns sowie der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette orientiert sich am Leitfaden der EFRAG „Implementation Guidance – EFRAG IG 1 – Materiality Assessment“. ESRS 2.IRO-1.53.b Die Wesentlichkeitsanalyse ist seit vielen Jahren ein Fixpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie des ÖBB Konzerns und wurde im Jahr 2024 erstmals an die Anforderungen der ESRS bezüglich der Ermittlung von Auswirkungen, Risiken und Chancen angepasst. Das geschah unter Einbindung der Interessenträger:innen. Auch für die Zukunft ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung geplant. Die Bewertung der Ergebnisse der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse erfolgt regelmäßig und liefert wichtige Erkenntnisse zur Ausrichtung der Nachhaltigkeitsthemen des ÖBB Konzerns. ESRS 2.IRO-1.53.h | LB45

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