ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

121 Konzern- lagebericht 1) MDR-A.68.a, b, c, e. Parameter und Ziele Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel Mit ihren Zielsetzungen leisten die ÖBB einen Beitrag auf dem Weg zu einer klimaneutralen Economy in Europa 2050. Die ÖBB sind ein national und international agierender Konzern – auch mit Konzernteilen außerhalb Österreichs bzw. einem Standort außerhalb der EU. Die Dekarbonisierung nach europäischen Vorgaben und das Erreichen der Klimaneutralität bis 2050 liegt dabei im Fokus. Das Konzernziel der ÖBB (ln- und Ausland) bis zum Jahr 2050 ist Net-Zero (- 90 % THG- Reduktion gegenüber dem Basisjahr 2022) bzw. Klimaneutralität (Ausgleich der im Zieljahr verbliebenen Restemissionen). Als Zielbeitrag zum österreichischen Ziel der Klimaneutralität 2040 wird prioritär die Reduktion des ÖBB Fußabdrucks in Österreich forciert – in den Bereichen Mobilität und Gebäude mit signifikanter Reduktion schon bis 2035. Die THG-Reduktion in den internationalen Bereichen innerhalb und außerhalb der EU verfolgt eine Zielerreichung bis 2050. Die ÖBB unterstützen das Übereinkommen von Paris mit dem Klimaneutralitätsziel bis 2050 und orientieren sich am 1,5 Grad-Ziel bzw. am aktuell vorliegenden sektorübergreifenden Reduktionspfad (basierend auf „Pathways to Net-zero – SBTi Technical Summary: - 42 % THG-Reduktion bis 2030 bzw. - 90 % THG-Reduktion bis 2050; SBTi: Science Based Targets Initiative). ESRS E1-4.30, 31 Das übergeordnete Konzernziel (In- und Ausland) des Unternehmens sowie das Ziel der ÖBB im Inland (AT) konzentriert sich auf die Dekarbonisierung in den Bereichen Mobilität, Gebäude und Betriebsanlagen, einschließlich der Scope 3-Emissionen und der Market-based Scope 2-Emissionen. Diese Zielsetzungen werden in einer Übersichtstabelle (Brutto-Ziele) abgebildet, die die quantitativen THG-Reduktionsbeiträge der verschiedenen Dekarbonisierungshebeln darstellen und dabei das aktuelle Maßnahmenportfolio berücksichtigen. Maßnahmen zu Anpassung an den Klimawandel (Auszug) Maßnahme Kurzbeschreibung 1) ÖBB Gesellschaft Zeithorizont Streckenbetroffenheitsanalyse von flachgründigen Rutschungen: Die Erhebung von geo- und meteorologischen Grundlagen sowie die Durchführung von morphologischen Aufnahmen vor Ort bilden die Basis für die Erstellung der Suszeptibilitätsanalyse. Diese dient der Feststellung der Betroffenheit durch die Verschneidung der Grundlagendaten für das mögliche Auftreten von Rutschungen oder Hangmuren bis ins Gleis. Die Validierung der Ergebnisse erfolgt durch die Fachbereiche Fahrwegtechnik und die jeweiligen Regionen. Die Maßnahme dient zur präventiven Sicherung von gefährdeten Streckenabschnitten. Infra In Umsetzung Forstliche Tätigkeiten zur Sicherstellung der Schutzwaldfunktion: Durch Hitze- und Wasserstress oder durch Schädlinge kann die Schutzfunktion der Wälder beeinträchtigt werden. Das Naturgefahrenmanagement umfasst dabei auch forstliche Tätigkeiten zur Sicherstellung der Schutzwaldfunktion in den alpinen Bereichen sowie zur Gewährleistung eines sicheren und ungestörten Bahnbetriebs, da ungeeigneter Bewuchs im Bahnumfeld den Bahnbetrieb negativ beeinflussen kann. Infra In Umsetzung Präventive Baumentfernung – „Bahnbegleitwald“: Das Ziel der präventiven Baumentfernung liegt darin, die Beeinträchtigung der Bahn durch umstürzende Bäume oder herabbrechende Baumteile bei Starkwindereignissen, Schnee und Eis bestmöglich zu reduzieren und damit die Verfügbarkeit und Sicherheit weiter zu steigern. Das erwartete Ergebnis ist die Reduktion der Beeinträchtigungen im Bahnverkehr durch umstürzende Bäume oder herabbrechende Baumteile. Infra In Umsetzung Aktualisierung Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse für alle relevanten Teilkonzerngesellschaften Konzern jährlich Durchführung einer Resilienzanalyse für den ÖBB Konzern Konzern In Umsetzung LB84 |

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