ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
131 Konzern- lagebericht LB94 | Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des ÖBB Konzerns zur Reduktion von negativen Auswirkungen auf Umweltverschmutzung im Sinne der ESRS wird im Bericht nicht als positive Auswirkung, sondern als gesetzte Maßnahme ausgewiesen, um negative Auswirkungen zu verhindern und zu vermindern. Aus den Verfahren zur Ermittlung der wesentlichen Auswirkungen, Chancen und Risiken sind folgende Ergebnisse für den ÖBB Konzern hervorgegangen. Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3) Zeithorizont 3) Angaben zur Wertschöpfungs- kette bei Auswirkungen 3) Unterthema: Luftverschmutzung E2-A-1 Erhöhte Emission von Luftschadstoffen durch Dieselverbrennung im Schienen- und Busverkehr sowie im innerbetrieblichen Verkehr, haben negative Auswirkungen auf die Luftqualität und die Umwelt (z.B.: NO x ) Negativ Kurzfristig Eigene Geschäfts- tätigkeiten (Personen- und Gütertransport) Standort: Züge am Schienen- wie auch Busse am Straßenverkehrsnetz (Auswirkung nicht standortgebunden) Unterthema: Besorgniserregende Stoffe E2-F-1 Ein gesetzliches Verbot für den Einsatz von PFAS, kann zu Zusatzkosten durch notwendige Umrüstung (z.B. Klimaanlagen in Bestandszügen) führen. Risiko Mittelfristig Geschäftstätigkeiten (Personentransport) Standort: Züge am Schienennetz (Auswirkung nicht standortgebunden) 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Aufgrund der Erstanwendung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS gibt es keine Änderungen zum vorangegangenen Berichtszeitraum. ESRS 2.SBM- 3.48.g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c. Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Das folgende Konzept spielt für den ÖBB Konzern in Bezug auf die wesentlichen Auswirkung E2-A-1 eine entscheidende Rolle. Das wesentliche finanzielle Risiko E2-F-2 für das Berichtsjahr 2024 ist die Forderung von PFAS-freien Kältemitteln an die Industrie (seit 2015) und bei Möglichkeit die Beschaffung von Fahrzeugen mit PFAS-freien Kältemitteln. Dafür liegt kein Konzept vor. Nr. Konzepte 1) Beschreibung 1) E2-K-1 ÖBB Klimaschutzstrategie Dekarbonisierungspfad Mobilität Mit der ÖBB Klimaschutzstrategie wurde bereits 2017 der Grundstein für die Reduktion der THG-Emissionen im ÖBB Konzern gesetzt. Der Baustein 1 – Klimaschutz der ÖBB Nachhaltigkeitsstrategie trägt durch den Umstieg auf alternative Antriebe, sowohl im Straßen- (Bus) als auch im Schienenverkehr (Züge) zur Reduktion von Diesel bei. Der verringerte Einsatz von Diesel führt gleichzeitig zur Verringerung von NO x -Emissionen und der Reduktion von Luftschadstoffen. Dekarbonisierungshebel im Bereich Mobilität (ÖBB-eigene Dekarbonisierung) – siehe auch ESRS E1 Klimaschutz – Ersatz von Diesel bzw. Umstieg auf alternative Antriebsformen – wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: Ersatz von Diesel im Schienen- / Busverkehr und im innerbetrieblichen Fuhrpark (Akku- und Hybridfahrzeuge) Etablierung alternativer Antriebsformen im Busbereich (Elektro, Wasserstoff …) – in Abstimmung mit Leistungsbestellern und Auftraggebern (Länder, Verkehrsverbünde …) Nutzung von Brückentechnologien (z.B. HVO-Treibstoffe) Elektrifizierung von noch nicht elektrifizierten Strecken – Erhöhung des Eigenversorgungsgrades im Bahnstrombereich durch erneuerbare Energien und Abdeckung des künftigen Mehrbedarfs durch mehr Verkehr auf der Schiene (Schwerpunkt AT) – wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: Repowering Wasserkraft (Revitalisierung / Neubau) Ausbau Photovoltaik Ausbau Windkraft – Steigerung der innerbetrieblichen Energieeffizienz – wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: Maßnahmenbündel Bahnstrom Maßnahmenbündel Diesel (als Zwischenlösung) Anwendungsbereich: ÖBB Konzern 1) Strategien / Konzepte werden vom Vorstand der ÖBB-Holding AG beschlossen und finden Anwendung für den gesamten ÖBB Konzern. 2) ESRS 2.MDR-P.65.a, b, c.
RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz