ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

141 Konzern- lagebericht Der Teilkonzerns ÖBB Infrastruktur muss aufgrund eisenbahnrechtlicher Verpflichtungen zum sicheren Bahnbetrieb die Gleisanlagen möglichst frei von Vegetation halten. Um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, wird mittels Grünerkennung nur der tatsächliche Pflanzenbewuchs behandelt. Dafür wird an nichtchemischen Verfahren zur Vegetationskontrolle geforscht. Relevante Kennzahlen in diesem Zusammenhang werden im Folgenden aufgeführt: Kennzahlen im Hinblick auf chemische Vegetationskontrolle 1) in km² 2024 2023 Veränderung Veränderung in % Menge an eingesetzten Wirkstoffen pro Jahr in kg 1.288 1.497 -209 -14 Auf Vegetation kontrollierte Gleiskilometer 8.020 8.671 -651 -8 Auf Vegetation kontrollierte Flächen in ha 5.496 5.877 -381 -6 Behandelter Anteil der kontrollierten Flächen 30 % 31 % - -1 1) Unternehmensspezifische Angaben in Zusammenhang mit IRO E4-A-2 nach ESRS 2.SBM-3.48.h. E5 Kreislaufwirtschaft Die Kreislaufwirtschaft gewinnt in den ÖBB zunehmend an Bedeutung, um Ressourceneffizienz zu steigern und Umweltbelastungen zu reduzieren. Durch Maßnahmen wie Materialwiederverwendung, Reparaturen und nachhaltige Beschaffung integriert der Konzern kontinuierlich die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in seine Prozesse. Dies trägt dazu bei, die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit langfristig zu sichern und gleichzeitig die Effizienz sowie Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Die genaue Vorgehensweise und Abläufe in der Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen werden gesamthaft in Kapitel E.1 „Allgemeine Angaben“ unter „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen“ abgebildet und kann in diesem Abschnitt bei Bedarf nachgelesen werden. ESRS E5.IRO-1.11.a Zur Ermittlung wesentlicher Auswirkungen sowie finanzieller Risiken und Chancen wurden im Jahr 2024 neben ÖBB Expert:innen auch ausgewählte Stakeholder:innen über einen Onlinefragebogen zu den potenziellen Auswirkungen von E5 auf die Geschäftstätigkeit der ÖBB befragt. Ergänzend dazu fand im Herbst 2024 ein Stakeholder:innen- Round Table mit relevanten Branchenvertreter:innen statt, um vertiefende Informationen zu sammeln und zu diskutieren. Die ÖBB Expert:innen analysierten die potenziellen und tatsächlichen Umweltauswirkungen der Geschäftstätigkeiten, mit Fokus auf den Ressourcenzufluss sowie den Ressourcenabfluss, einschließlich Abfällen. ESRS E5.IRO-1.11.a, b Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des ÖBB Konzerns zur Reduktion von negativen Auswirkungen auf ESG Themen im Sinne der ESRS wird im Bericht nicht als positive Auswirkung, sondern als gesetzte Maßnahme ausgewiesen, um negative Auswirkungen zu verhindern und zu vermindern. LB104 |

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