ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 142 Aus den Verfahren zur Ermittlung der wesentlichen Auswirkungen, Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft sind folgende Ergebnisse für den ÖBB Konzern hervorgegangen. Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3) Zeithorizont 3) Angaben zur Wertschöpfungskette bei Auswirkungen 3) Unterthema: Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung E5-A-1 Durch die Verwendung von Baumaterialien und -produkten sowie für die Herstellung, Instandhaltung und Wartung von Fahrzeugen werden Primärrohstoffe verbraucht. Negativ Kurzfristig – Vorgelagerte Wertschöpfungskette – Eigene Geschäftstätigkeiten E5-A-2 Durch die Wiederverwendung von Produkten (elektr. Komponenten, Fahrzeugteile, Bauprodukte etc.) und Materialien bei der Instandhaltung von Infrastrukturen und Fahrzeugen wird der Rohstoffverbrauch reduziert. Positiv Kurzfristig – Vorgelagerte Wertschöpfungskette – Eigene Geschäftstätigkeiten – Nachgelagerte Wertschöpfungskette E5-F-1 Im Zug der Wirtschaftstätigkeiten werden fremdbezogene Rohstoffe eingesetzt, wodurch eine Abhängigkeit von Externen (Länder oder Unternehmen) entsteht. Risiko Langfristig E5-F-2 Durch strengere gesetzliche Vorschriften auf EU- und nationaler Ebene, wie zum Beispiel der Critical Raw Materials Act, die Corporate Sustainability Due Diligence Directive oder die REACH-Verordnung, entstehen Anforderungen, die erfüllt werden müssen und die Versorgungssicherheit gefährden können. Risiko Kurzfristig E5-F-3 Durch die Instandhaltung von Infrastruktur und Schienenfahrzeugen – wie etwa Reparaturen, Wiederverwendung und Aufbereitung – können Rohstoffe eingespart werden. Chance Mittelfristig Unterthema: Abfälle E5-A-3 Durch die Wirtschaftstätigkeiten des ÖBB Konzerns (insbesondere Bau-, Abbruch- und Instandhaltungsarbeiten) entstehen gefährliche und nicht gefährliche Abfälle (die entsorgt werden müssen), wodurch Umweltbelastungen entstehen. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Nachgelagerte Wertschöpfungskette E5-F-4 Durch die Verschärfung gesetzlicher Vorschriften (EU / national), wie beispielsweise der Deponieverordnung und dem Abfallwirtschaftsgesetz, entstehen Anforderungen, die eingehalten werden müssen. Dies kann den Aufwand für Abfalltrennung, Aufbereitung und Lagerung erhöhen. Risiko Mittelfristig E5-F-5 Mangelhaftes Abfallmanagement kann zu Schadenersatzzahlungen führen. Risiko Mittelfristig E5-F-6 Durch den Verkauf von Abfällen, insbesondere von Eisen und Kupfer, entstehen Einnahmen. Mit steigenden Rohstoffpreisen könnten zudem neue Geschäftsmöglichkeiten entstehen, um den Ertrag aus Abfällen zu steigern. Chance Mittelfristig 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Aufgrund der Erstanwendung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS gibt es keine Änderungen zum vorangegangenen Berichtszeitraum. ESRS 2.SBM- 3.48.g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Der ÖBB Konzern verfügt aktuell über ein Konzept im Sinne einer verabschiedeten Strategie im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (KLW), diese befindet sich zurzeit in Ausarbeitung. Informationen zum Konzept der ÖBB-Infrastruktur AG befinden sich im Lagebericht des Geschäftsberichts der ÖBB-Infrastruktur AG. ESRS 2.IRO- 2.62 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Die wesentlichen Maßnahmen umfassen je nach Schwerpunkt entweder die gesamte Wertschöpfungskette, Teile dieser oder ausschließlich die eigene Wertschöpfungskette der ÖBB – von der Beschaffung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung und Nachnutzung. Die Zeithorizonte (Status) für die Umsetzung dieser Maßnahmen wurden in die Kategorien | LB105
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