ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 176 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit In den operativ tätigen ÖBB Gesellschaften wird eine Zertifizierung nach ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagementsystem) durchgeführt. Von diesem Managementsystem sind rd. 80 % der Mitarbeiter:innen im ÖBB Konzern abgedeckt. Es gibt kein konzernweit zertifiziertes Managementsystem für Arbeitnehmer:innenschutz. Zur Sensibilisierung und Vermeidung von Arbeitsunfällen wurden zielgerichtet Maßnahmen ergriffen und Ziele in Form des ASX gesetzt, welche im Abschnitt „Gesundheit“ näher beschrieben werden. Die ÖBB informieren externe Dienstleister:innen und Fremdfirmen über relevante Gefahren im Betrieb und führt gemäß Arbeitnehmer:innenschutzgesetz die erforderlichen Unterweisungen durch (§14 ASchG). ESRS S1-14.88.a Gesundheitsschutz und Sicherheit ESRS S1-14.88.b, c, d, e 2024 2023 Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen 1) 0 1 Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle 1) 2) 1.035 895 Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle 1) 2) 14,1 13,1 Zahl der Ausfallstage aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen und Todesfolgen infolge von Arbeitsunfällen in Bezug auf die ÖBB Mitarbeiter:innen 24.916 - 3) Arbeitsunfallsrate pro 1.000 Mitarbeiter:innen (ASX) 4) 17,2 17,1 Zahl der Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen „anderer Arbeitskräfte“ die an den Standorten des Unternehmens tätig waren. 1 3 1) Die Kennzahlen für das Berichtsjahr 2024 und 2023 gelten für In- und Ausland und beinhalten ÖBB Mitarbeiter:innen sowie Mitarbeiter:innen externer Unternehmen, die über Leasingverträge angestellt sind. 2) Lost Time Injury Rate (LTIR) Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen bezogen auf eine Million Anwesenheitsstunden. Die Veränderung der Quote resultiert aus der Aufnahme neuer Gesellschaften im Jahr 2024. Da diese Gesellschaften höhere Werte aufwiesen, hat sich die Gesamtquote entsprechend erhöht. 3) Im Jahr 2023 wurden diesbezüglich noch keine Daten ausgewertet. 4) Arbeitsunfallrate: Arbeitsunfälle > 3 Tage von ÖBB Mitarbeiter:innen in Österreich und Mitarbeiter:innen externer Unternehmen, die über Leasingverträge angestellt sind, bezogen auf 1.000 Mitarbeiter:innen (im ÖBB Konzern als Kennzahl „Arbeitssicherheitsindex ASX“ kommuniziert). Eine Angabe der Zahl der Fälle meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen ist aufgrund der geltenden gesetzlichen Einschränkung zur Erhebung dieser Daten nicht möglich (siehe ASVG_B KUVG). Die Meldepflichten beziehen sich auf Arbeitsunfälle und (festgestellte) Berufskrankheiten, die in einem ursächlichen Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit stehen. Darüber hinaus hat der Dienstgeber grundsätzlich keine Informationen über die Art der Erkrankung der Mitarbeiter:innen bzw. auch kein Recht auf Diagnoseauskunft. Deshalb kann der ÖBB Konzern diesbezüglichen keine Daten angeben. Im Jahr 2024 wurde jedoch erstmals die Anzahl der Berufskrankheiten erhoben. Dabei wurden für 2024 sieben Fälle (Vj: 3) von durch Lärm verursachter Schwerhörigkeit und ein Fall von Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen verursacht durch Staub von Hartholz gemeldet. ESRS S1-14.88.b, d Arbeitssicherheitsindex 1) (ASX) als unternehmensspezifische Kennzahl für Gesellschaften im Sustainable Finance Framework (SFF) 2024 2023 Ziel 2030 2) ÖBB-Personenverkehr AG 23,3 27,4 17,7 Rail Cargo Austria AG 1,2 3,8 14,5 Österreichische Postbus AG 15,1 11,2 14,5 ÖBB-Technische Services-Gesellschaft mbH 29,8 23,4 22,5 ÖBB-Produktion GmbH 23,7 30,8 27,5 Rail Equipment GmbH & Co KG 0 0 14,5 1) 1000-Personen-Quote: Arbeitsunfallrate in Arbeitsunfällen von ÖBB Mitarbeiter:innen und Mitarbeiter:innen, die über Leasingverträge angestellt sind. mit mind. drei Ausfalltagen gem. ASVG pro 1.000 Mitarbeiter:innen. 2) Bei den angegebenen Zielwerten für 2030 handelt es sich um jene Zielsetzungen, welche für den Sustainable Finance Framework im Jahr 2023 festgelegt wurden. | LB139
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