ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
185 Konzern- lagebericht 1) ESRS S2-4.31, 32, 33, 34, 35; ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. 2) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e. Relevante Lieferanten werden zur Abgabe einer externen Nachhaltigkeitsbeurteilung aufgefordert, welche Schwachstellen im Management der Menschenrechte entlang der Lieferkette offenlegt. Das Risikomanagement entlang der Wertschöpfungskette wird derzeit ausgeweitet, indem die Risikoanalysen in Bezug auf Unternehmensstandorte und Branchen vertieft werden. Dadurch kann in Zukunft zielgenauer festgestellt werden, welche Maßnahmen erforderlich und angemessen sind. Die ÖBB verfügen bereits über ein vielfältiges Schulungsprogramm für Mitarbeitende im Einkauf, in dem Nachhaltigkeitskriterien für Ausschreibungen sowie das Nachhaltigkeitsmanagement entlang der Lieferkette erläutert wird. Zusätzlich finden sich in der „Toolbox nachhaltige Beschaffung“ Kriterien zur Verbesserung der sozialen Nachhaltigkeit, die auch Mehrwerte für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette bieten können. Diese werden individuell maßgeschneidert in ausgewählten Ausschreibungen eingesetzt. In allen Lead Buyer Organisationen sind Verantwortliche für das Thema Nachhaltigkeit im Einkauf definiert. Anlassbezogen werden im konzernalen Verbund notwendige Ressourcen zur Implementierung von Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind die ÖBB in mehreren Nachhaltigkeitsinitiativen vertreten, um aktiv an der Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Bahnindustrie zu arbeiten, beispielsweise Railsponsible, wo Vertreter:innen der Bahnindustrie gemeinsam an nachhaltigeren Lieferketten arbeiten. Des Weiteren sind die ÖBB in der Sustainable Rail Initiative aktiv, wo die durch externe Nachhaltigkeitsbeurteilungen gewonnenen Daten als Basis für gemeinsame Nachhaltigkeitsmaßnahmen dienen und nutzen die European Railways Purchasing Conference (ERPC) zum Erfahrungsaustausch. ESRS S2-4.32.c, d, 33.a, b Der ÖBB Konzern deckt in seinen Vertragsgrundlagen alle zentralen Menschenrechte ab und fordert Lieferant auch zur Einhaltung entlang der Wertschöpfungskette auf. Darauf basierend wird ein entsprechendes Risikomanagement durchgeführt sowie soziale Aspekte in Ausschreibungen integriert, um zu verhindern, dass wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette entstehen. ESRS S2 - 4.35 Überblick über Maßnahmen für Menschenrechte in der Wertschöpfungskette 1) Status 2) Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen Projekt zum Erfahrungsaustausch Menschenrechte in der Wertschöpfungskette Im Rahmen der Arbeitsgruppe nachhaltige Beschaffung der European Railways Purchasing Conference (ERPC) organisierten die ÖBB mehrere Erfahrungsaustauschtermine zu Ausschreibungskriterien für die Berücksichtigung der Menschenrechte. Dabei wurden Warengruppen wie Solaranlagen, Schienen, Zement und Stahl diskutiert. Der Erfahrungsaustausch soll in diesem Bereich im Jahr 2025 weiter fortgesetzt werden, um das Wissen ähnlicher Unternehmen zu nutzen. Dies liefert zusätzliche Einblicke, wie potenzielle negative Auswirkungen reduziert und positive Auswirkungen gefördert werden können. Der Betrachtungsrahmen entspricht wesentlichen Akteuren der Wertschöpfungskette. Mit dieser Maßnahme werden mögliche Verbesserungen der eigenen Praktiken im Bereich der Beschaffung und der Datennutzung erhoben, um wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu reduzieren. In Umsetzung S2-A-3 Projekt zur Erhöhung der Transparenz in der Wertschöpfungskette Innerhalb der Nachhaltigkeitsinitiative Railsponsible wird derzeit ein Projekt durchgeführt, um gemeinsam die Informationsbasis in Bezug auf die Nachhaltigkeit in ausgewählten Branchen, welche auch eine starke Bedeutung betreffend der sozialen Nachhaltigkeit haben, wie beispielsweise der Elektronik-Branche, zu erhöhen. Das Projekt wird im Jahr 2025 weiter fortgesetzt. Dies soll einen verbesserten Einblick in die identifizierte potenzielle Auswirkung sowie genauere Details dazu ermöglichen. Der Betrachtungsrahmen entspricht wesentlichen Akteuren der Wertschöpfungskette. Mit dieser Maßnahme werden mögliche Verbesserungen der eigenen Praktiken im Bereich der Beschaffung und der Datennutzung erhoben, um wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu reduzieren. In Umsetzung S2-A-3 Projekt zur Erhöhung der Nachhaltigkeits-performance bei Zulieferbetrieben Die Sustainable Rail Initiative (SRI), bei der die ÖBB ebenfalls Mitglied sind, plant derzeit ein Projekt zur Erhöhung der Nachhaltigkeitsperformance bei Zulieferbetrieben. Geplant S2-A-3 LB148 |
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