ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

187 Konzern- lagebericht 1) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e 2) ESRS 2.MDR-T.80.c 3) ESRS 2.MDR-T.80.f; ESRS S2-5.42.a, b, c 4) ESRS 2.MDR-T.80.i, j. S3 Betroffene Gemeinschaften Das Schienen- und Straßennetz der ÖBB umfasst weite Teile Österreichs. Aufgrund dieser großflächigen Abdeckung kommt eine Vielzahl der Österreicher:innen regelmäßig mit den ÖBB in Kontakt – als Kund:innen, aber auch als Anrainer:innen. Stellen die Ausweitung der Tätigkeiten des ÖBB Konzerns einen Vorteil für die Kund:innen dar, so können diese für Anrainer:innen zu einer Belastung werden. Ziel des ÖBB Konzerns ist daher die Vermeidung bzw. kontinuierliche Reduktion der Belastungen – allen voran die Schallemissionen. Übersicht Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse zeigt auf, welche Auswirkungen, Risiken und Chancen die Tätigkeiten des ÖBB Konzerns auf betroffene Gemeinschaften tatsächlich haben oder potenziell haben könnten. Im Verlauf des weiteren Kapitels fassen Konzepte, Maßnahmen und Ziele zusammen, wie der ÖBB Konzern auf diese reagiert, um negative Effekte zu vermindern und positive zu verstärken. Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des ÖBB Konzerns zur Reduktion von negativen Auswirkungen auf Betroffene Gemeinschaften im Sinne der ESRS wird im Bericht nicht als positive Auswirkung, sondern als gesetzte Maßnahme ausgewiesen, um negative Auswirkungen zu verhindern und zu vermindern. Ziel: Bis 2027 soll die Risikoanalyse des ÖBB Konzerns weiterentwickelt werden, um quantitative Daten als Maßnahmenbasis liefern zu können. Status 1) Zielumfang Der Zielumfang bezieht sich auf die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette im Sinne von Vertragspartner:innen. Die bereits erarbeitete Risikoanalyse von Lieferanten – basierend auf zugrundeliegenden Branchen und deren Risikoeinschätzungen gemäß externer Quellen (unter anderem UN Global Compact) – soll anhand der ersten erfassten Ergebnissen weiterentwickelt und nachgeschärft werden, damit eine Priorisierung möglich wird. Informationen zu Unternehmensstandort, Branchen sowie Beurteilungsergebnisse externer Nachhaltigkeitsbeurteilungen sollen kombiniert werden, um ein umfassenderes Bild über das soziale Nachhaltigkeitsrisiko einzelner Lieferanten bieten zu können. Dafür wird ein entsprechendes IT-System aufgesetzt. Die Daten werden über den Beschaffungsprozess erhoben. In Umsetzung Methodik Die Zielerarbeitung erfolgte auf Basis der Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse sowie nachgelagerten Stakeholder:innenbefragungen des ÖBB Konzerns. Die Festlegung der Ziele wurde jedoch nicht direkt mit diesen erarbeitet. Auf Basis erster Ergebnisse sollen Verbesserungen vorgenommen werden, um in weiterer Folge – basierend auf getätigten Beschaffungen – verstärkt auf soziale Nachhaltigkeitsaspekte in den Beschaffungsbedingungen eingehen zu können. Die Nachverfolgung der Leistung erfolgt durch das Zielmonitoring. Die Ermittlung von Erkenntnissen oder Verbesserungsmöglichkeiten fließen im Laufe der Zielumsetzung auch durch den weiteren Informationseintrag der Stakeholder:innen sowie aus einem Benchmarking mit anderen Unternehmen der Branche ein. ESRS S2.5.42.a, b, c Wesentliche Änderungen Es liegen keine wesentlichen Veränderungen zu den Vorjahren vor, da es sich um ein neues Ziel gemäß ESRS handelt. LB150 |

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