ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

191 Konzern- lagebericht Organisationseinheit Asset Management und strategische Planung angesiedelt, daher ist die Vorständin Netzausbau und Infrastrukturbereitstellung die ranghöchste Position, welche für die Unterstützung bei der Umsetzung der Aktionsplanung zum Schutz vor Umgebungslärm durch die Eisenbahn und die Einbindung betroffener Gemeinschaften verantwortlich ist. Die fahrzeugseitige Lärmsanierung durch die Umrüstung auf lärmarme Bremssohlen wird seit 2018 in der jährlich erscheinenden Nichtfinanziellen Erklärung des ÖBB Konzerns transparent kommuniziert. Eine darüberhinausgehende regelmäßige Berichterstattung und Einbindung betroffener Gemeinschaften ist derzeit nicht vorgesehen, sondern erfolgt anlassbezogen. ESRS S3-2.21.a, b, c, d; ESRS S3-3.27.a Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können Der Teilkonzern ÖBB Infrastruktur hat ein zentrales Kund:innenservice etabliert, über das Anrainer:innen (genauso wie Kund:innen, Fahrgäste, Bahnhofsbesucher:innen), Informationen erhalten, sowie Anfragen und Beschwerden äußern können. Des Weiteren setzt der ÖBB Konzern auf transparente und frühzeitige Information, vor allem in Bezug auf Tätigkeiten, die mögliche Auswirkungen auf die verschiedenen Stakeholder:innen haben. Sie werden über Postwurf- Anrainer:inneninformationen, Informationsfolder, Ausstellungen, Informationsveranstaltungen oder Online- Informationsangebote auf dem Laufenden gehalten. „Runde Tische“ und Dialogforen ergänzen die Kommunikationsmaßnahmen. Die Kontaktmöglichkeiten (E-Mail, Kontaktformular) werden in allen Kommunikationskanälen klar ausgewiesen. ESRS S3-3.27.b, c Anfragen werden in einem digitalen Verwaltungssystem erfasst und an die Zuständigen weitergeleitet. Damit kann die Beantwortungsdauer und das ggf. notwendige Setzen von Abhilfemaßnahmen zur Behebung der negativen Auswirkungen überwacht werden. Mittels Benchmarks für die Beantwortungsdauer wird eine zeitnahe Beantwortung sichergestellt. ESRS S3-3.27.a, d Die hohe Anzahl täglicher Anfragen aus allen Regionen zeigt, dass die Kontaktmöglichkeiten bekannt und leicht zugänglich sind. Direkte Reaktionen auf Veranstaltungen oder Postwurfsendungen bestätigen, dass die so kommunizierten Rückkanäle wahr- und angenommen werden. Zudem ist den ÖBB nicht bekannt (medial, mündlich etc.), dass Anrainer:innen, Kund:innen usw. bisher Probleme gehabt hätten, diese Rückkanäle zu finden und mit deren Hilfe in Kontakt zu treten. ESRS S3-3.28 Ziele und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen Um die Lärmemissionen entlang des ÖBB Streckennetzes zu reduzieren und dem Aktionsplan Umgebungslärm 2024 sowie diverse rechtliche Vorschriften gerecht zu werden, hat die ÖBB-Infrastruktur AG das Ziel, die Schallschutzwände weiter auszubauen sowie auf lärmarme Bremssohlen umzurüsten und dadurch die negativen Auswirkungen auf Anrainer:innen zu reduzieren. Das Ziel trägt zur Umsetzung der nationalen und europäischen Bestrebungen im Zusammenhang mit der Reduktion negativer Auswirkungen durch Lärm bei. Diese werden im Kapitel „Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften“ ausführlich beschrieben. ESRS 2 . MDR-T.80.f Für die Zieldefinition wurden die internen Fachexpert:innen und Stakeholder:innen einbezogen. Die Einbindung der Interessensträger:innen erfolgte über die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, bei der Zielformulierung werden diese jedoch nicht systematisch einbezogen. Die Verwirklichung des Ziels wird durch das regelmäßige Erheben des Zielwerts nachverfolgt. ESRS 2.MDR-T.80.h; ESRS S3-5.42.a, b, c Ziel 1) Zieljahr Zielniveau Einheit/ KPI Basisjahr Basisjahr- wert Status 2024 Konzepte Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen Bis Ende des Geschäftsjahrs 2030 beträgt die Länge der Schallschutzwände 1.000 km. 2030 1.000 km 2023 971 980 S3-K-1 S3-A-1 S3-F-1 1) ESRS 2.MDR-T.80.b, c, d, e, j. Im folgenden Abschnitt werden weitere Informationen zu dem oben genannten Ziel erläutert, sowie die wichtigsten Maßnahmen dargestellt. Diese Maßnahmen minimieren wesentliche negative Auswirkungen des ÖBB Konzerns auf betroffene Gemeinschaften und erzielen wesentliche positive Auswirkungen. Die Wertschöpfungskette wurde bei der Analyse und Erarbeitung der Auswirkungen, Risiken und Chancen mitbetrachtet. Die dargestellten Maßnahmen können die Wertschöpfungskette in unterschiedlichem Ausmaß sowohl direkt als auch indirekt beeinflussen. ESRS S3-4.32.a; ESRS 2.MDR-A.68.a, b LB154 |

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