ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 194 Maßnahmen Beschreibung 1) Status 2) Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen Asset Strategie „Maßnahmen gegen Eisenbahnlärm“ Die Asset Strategie „Maßnahmen gegen Eisenbahnlärm“ wurde am 23. Oktober 2024 vom Vorstand beschlossen und gibt Vorgaben von netzweiten Zielen für infrastrukturseitige Maßnahmen gegen Eisenbahnlärm. Je Themenbereich respektive zuständiger Fachbereich sind Umsetzungsziele mit einem Zeithorizont von 2025 bzw. 2030 angeführt. In Umsetzung S3-A-1 S3-F-1 Lärmarme Bremssohlen Die Rail Cargo Group hat ihre Güterwagenflotte mit lärmarmen Bremssohlen ausgestattet, um den Schienengüterverkehr leiser zu machen. Diese Bremsen sorgen für glattere Laufflächen und reduzieren dadurch die Rollgeräusche erheblich – Güterzüge sind dadurch fast um die Hälfte leiser. Mit über 99 % der Flotte, die nun mit leisen Bremsen ausgestattet ist, erfüllt die Rail Cargo Austria AG die ab 2024 geltenden gesetzlichen Anforderungen und ermöglicht den Einsatz der Wagen auf den „quieter routes“ gemäß den europäischen TSI- Noise-Vorgaben. Abgeschlossen S3-A-1 S3-F-1 Minimierung von Erschütterungen / Vibrationen Zur Reduzierung von Erschütterungen und Vibrationen im Schienenverkehr werden gezielt fahrzeugseitige Maßnahmen umgesetzt. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie der technische Zustand des Rollmaterials, das Gewicht und die Geschwindigkeit der Züge sowie deren Zusammensetzung. Durch regelmäßige Wartung und Modernisierung der Fahrzeuge wird sichergestellt, dass technische Mängel minimiert und Erschütterungen reduziert werden. Zudem trägt eine optimierte Zugzusammenstellung dazu bei, Schwingungen zu verringern und den Fahrkomfort sowie den Schutz der Infrastruktur zu verbessern. In Umsetzung – zeitlich unbegrenzt S3-A-1 S3-F-1 Schulung und Information von Mitarbeiter:innen Zur Reduzierung von Bahnlärm werden Mitarbeiter:innen gezielt geschult und informiert, um eine lärmschonende Betriebsführung zu gewährleisten. Durch spezielle Lärmschutzanweisungen für den Verschub und den Betrieb wird sichergestellt, dass Maßnahmen zur Lärmminderung konsequent umgesetzt werden. Dies umfasst unter anderem angepasste Fahrweisen, den bewussten Einsatz von Signalhörnern und eine optimierte Rangiertechnik. Die kontinuierliche Sensibilisierung und Weiterbildung des Personals tragen maßgeblich dazu bei, die Lärmbelastung für Anrainer:innen und die Umwelt zu minimieren. In Umsetzung – zeitlich unbegrenzt S3-A-1 S3-F-1 1) ESRS 2.MDR-A.68.a, b. 2) ESRS 2.MDR-A.68.c, e. Mögliche zusätzliche Unternehmensspezifische Informationen Im Zuge von Lärmsanierung bei Bestandsstrecken werden Schallschutzwände und Schallschutzfenster errichtet bzw. gefördert. Bei Neu- und Ausbaustrecken werden Lärmschutzmaßnahmen von Beginn an mitberücksichtigt und umgesetzt. Dadurch befanden sich im Jahr 2024 im Netz der ÖBB-Infrastruktur AG auf knapp 5.000 km Streckenlänge (Baulänge) und rd. 980 km an Schallschutzwänden. Unternehmensspezifische Kennzahlen zu Betroffenen Gemeinschaften 1) 2024 2023 Veränderung Veränderung in % Schallschutzwände in Kilometer 980 971 9 1 % Schallschutzdämme in Kilometer 65 65 0 0 % 1) Unternehmensspezifische Angabe in Zusammenhang mit IRO S3-A-1 nach ESRS 2.SBM-3.48.h. | LB157
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