ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

195 Konzern- lagebericht S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen Die ÖBB haben den Anspruch, ihren Kund:innen ein wachsendes Angebot an sicheren und leistbaren Mobilitätsdienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Das soll auf immer mehr Strecken völlig barrierefrei gelingen und möglichst unabhängig davon, wo die Kund:innen leben. Um Bedarfe frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen zu setzen, bezieht der Konzern seine Kund:innen aktiv in die Entwicklung des Angebots und der Infrastruktur ein und steht im regelmäßigen Austausch mit Interessensvertretungen. Übersicht Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse zeigt auf, welche Auswirkungen, Risiken und Chancen die Tätigkeiten des ÖBB Konzerns auf die Verbraucher:innen und Endnutzer:innen tatsächlich haben oder potenziell haben könnten. Im Verlauf des weiteren Kapitels fassen Konzepte, Maßnahmen und Ziele zusammen, wie der ÖBB Konzern auf diese reagiert, um negative Effekte zu vermindern und positive zu verstärken. Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des ÖBB Konzerns zur Reduktion von negativen Auswirkungen auf Verbraucher:innen und Endnutzer:innen im Sinne der ESRS wird im Bericht nicht als positive Auswirkung, sondern als gesetzte Maßnahme ausgewiesen, um negative Auswirkungen zu verhindern und zu vermindern. Aus den Verfahren zur Ermittlung der wesentlichen Auswirkungen, Chancen und Risiken sind folgende Ergebnisse für den ÖBB Konzern hervorgegangen. Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3) Zeithorizont 3) Angaben zur Wertschöpfungskette bei Auswirkungen 3) Unterthema: Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher:innen und/oder Endnutzer:innen S4-A-1 Kund:innen werden im Abweichungsfall nicht ausreichend zu aktuellen Geschehnissen, Störungen, Baustellen, Unterbrechungen, etc. informiert. Dies kann zu Beeinträchtigungen im Reiseablauf führen. (potenziell) Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette Unterthema: Persönliche Sicherheit von Verbraucher:innen und Endnutzer:innen S4-A-2 Unfälle, einschließlich (Zug) Zusammenstöße, Entgleisungen, Brände sowie betriebliche und fahrgastbezogene Vorfälle, können zu Verletzungen von Verbraucher:innen und Endnutzer:innen führen. (potenziell) Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Nachgelagerte Wertschöpfungskette S4-F-1 Durch Sicherheitsvorfälle auf Eisenbahnanlagen inkl. Eisenbahnkreuzungen und deren Folgen auf Kund:innen kann es zu Mehrkosten kommen. Risiko S4-A-3 Intentionale Angriffe/Übergriffe durch Externe können bei Kund:innen zu Körperverletzungen und/oder Sachschäden führen. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Nachgelagerte Wertschöpfungskette Unterthema: Soziale Inklusion von Verbraucher:innen und Endnutzer:innen S4-A-4 Die konsequente Umsetzung von Barrierefreiheitsmaßnahmen im ÖBB Konzern – sei es durch den Umbau der Reisezentren, die Anpassung der Ticketautomaten, die Bereitstellung verschiedener Kanäle für den Ticketkauf oder die Neubeschaffung barrierefreier Züge – garantiert, dass alle Menschen, unabhängig von physischen und geistigen Einschränkungen, das Reiseangebot problemlos nutzen können. Diese Maßnahmen fördern die Inklusion und stellen sicher, dass niemand aufgrund von Barrieren oder Einschränkungen vom Zugang zu den Verkehrsangeboten ausgeschlossen wird. Positiv Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Nachgelagerte Wertschöpfungskette 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Aufgrund der Erstanwendung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS gibt es keine Änderungen zum vorangegangenen Berichtszeitraum. ESRS 2.SBM- 3.48g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c. LB158 |

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