ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
197 Konzern- lagebericht Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern Der ÖBB Konzern möchte als Gesamtmobilitätsdienstleister Reisende nachhaltig mit Bahn und Bus transportieren und zugleich auf der ersten und letzten Meile eine umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr bieten. Den direkten Kontakt zu den Verbraucher:innen und Endnutzer:innen – wie sie laut ESRS definiert werden – stellen die ÖBB- Personenverkehr AG und die ÖBB-Infrastruktur AG dar. Im Fokus steht dabei die kontinuierliche Erweiterung und Verbesserung des Mobilitätsangebots, orientiert an den Bedürfnissen aller Kund:innen gleichermaßen, um passende Lösungen bereitzustellen. Zentrale Themen sind dabei unter anderem die Kund:inneninformation, Sicherheit sowie ein barrierefreier und möglichst ein für alle uneingeschränkter Zugang zu Produkten und Dienstleistungen. ESRS S4-1.15 Genauere Informationen zu den Konzepten, welche den Umgang des Konzerns und seiner Teilkonzerngesellschaften mit jenen Themenbereichen regeln, die Endnutzer:innen und Verbraucher:innen betreffen, sind der angeführten Tabelle zu entnehmen. Nr. Konzepte 1) Beschreibung 2) S4-K-1 Konzern- Sicherheitsstrategie Öffentliche Sicherheit Die öffentliche Sicherheit ist ein Teilbereich der Sicherheitsstrategie des ÖBB Konzerns. Sie umfasst den Schutz vor jenen kriminellen Aktivitäten, welche die Kund:innen, Mitarbeiter:innen, das Unternehmen oder den Unternehmensbetrieb ganzheitlich betreffen. Damit verbunden ist auch der Schutz vor kriminellen Aktivitäten in Bezug auf Objekte, Anlagen und Assets sowie transportierte Güter. Zusätzlich umfasst sie das subjektive Sicherheitsgefühl von Mitarbeiter:innen sowie Kund:innen. Der öffentliche Sicherheitsindex (ÖSX) bildet die Entwicklung der öffentlichen Sicherheitsperformance des ÖBB Konzerns in Österreich ab. Er setzt sich aus den von Konzerngesellschaften und von extern (z. B. Polizei) gemeldeten ÖBB-relevanten Ereignissen zusammen, welche die öffentliche Sicherheit betreffen. Die gemeldeten Ereignisse der öffentlichen Sicherheit werden in Deliktsfelder gegliedert sowie ausgehend vom schwerwiegendsten Ereignis in Bezug auf das mögliche Schadenspotenzial (Übergriffe auf Mitarbeiter:innen) abgestuft gewichtet. Zur gezielten Steuerung der Sicherheit liegt der Fokus verstärkt auf Vorläufern, also auf jenen Ereignissen, die Vorfälle begünstigen beziehungsweise die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Vorfalls deutlich erhöhen. Solche Risikoakzeptanzkriterien im Bereich öffentliche Sicherheit sind u. a. – Übergriffe auf Kund:innen / Reisende – Diebstähle an Kund:innen / Reisende – Raub an Kund:innen / Reisende Der ÖSX enthält die Top-Kennzahlen Übergriffe auf Mitarbeiter:innen mit und ohne Verletzung, Drohungen gegen Mitarbeiter:innen, Übergriffe auf Kund:innen / Reisende, Diebstahl sowie Raub an Kund:innen / Reisenden, Sachbeschädigungen, Einbrüche, Suchtmitteldelikte, Betrug sowie Buntmetalldiebstahl. 1) Die Strategien / Konzepte werden, sofern nicht für den gesamten ÖBB Konzern verabschiedet, vom jeweils zuständigen Vorstand beschlossen und gelten für die darin definierte Gesellschaft. ESRS 2.MDR-P.65.b, c. 2) ESRS 2.MDR-P.65.a, b, c. LB160 |
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