ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
199 Konzern- lagebericht Nr. Konzepte 1) Beschreibung 2) S4-K-5 Teilkonzernstrategie Infrastruktur (Infra) #INFRA.Mobilitätswe nde Unter dem Titel #INFRA.Mobilitätswende legt der Teilkonzern ÖBB Infrastruktur seine strategische Ausrichtung und seine Vision für die kommenden Jahre vor. Abgeleitet von der Vision und den strategischen Zielen baut die Strategie auf sechs strategischen Stoßrichtungen auf. Für das Thema Verbraucher:innen und Endnutzer:innen ist folgende Stoßrichtung definiert: Kund:innenzentriertes Geschäftsmodell: – Wir sind eine wichtige Partnerin in einem digital und analog vernetzten Mobilitätsökosystem. – Die kund:innennzentrierte Ausrichtung wird mit der Steuerung nach Achsen und Services unterstützt. – Wir sind in Österreich und Europa eine starke Stimme für Interoperabilität, internationale Verkehrsabwicklung und effiziente Regulierung. – Servicepreise müssen sich – mit Ausnahme verkehrspolitischer Vorgaben – an Vollkosten orientieren. Zusätzlich zum Kernmarkt Österreich werden relevante europäische Korridore, an Österreich angrenzende Bahnstrecken sowie Terminal- und Hafeninfrastruktur in Nachbarstaaten betrachtet. 1) Die Strategien / Konzepte werden, sofern nicht für den gesamten ÖBB Konzern verabschiedet, vom jeweils zuständigen Vorstand beschlossen und gelten für die darin definierte Gesellschaft. ESRS 2.MDR-P.65.b, c. 2) ESRS 2.MDR-P.65.a, b, c. Weitere Überlegungen zu strategisch relevanten Themen, die sich aktuell in Ausarbeitung befinden: Produktportfoliostrategie: Die Produktportfoliostrategie regelt unter anderem die Leistungsbestandteile, die Zugänglichkeit (Barrierefreiheit) und die preisliche Gestaltung der Produkte des Teilkonzerns Personenverkehr. Dabei soll sichergestellt werden, dass jede Person, die mit den Mobilitätsangeboten des Personenverkehrs unterwegs sein möchte, auch das passende Angebot findet und somit die Kund:innenzufriedenheit steigt. Kund:inneninformation: Aufgrund des sich ergebenden Handlungsbedarfs startete im Herbst 2024 ein mehrjähriges Projekt mit Fokus auf Kund:inneninformation im Abweichungs- (z. B. Verspätungen, Zugänderungen) und Störfall (kurzfristige Krisen, die großflächig Schaden auslösen, wie beispielsweise das Hochwasser im September 2024). Dieses Projekt ist Teil eines konzernweiten Programms zur Steigerung der Resilienz des Bahnsystems, nähere Informationen dazu in Kapitel E.1 „Allgemeine Angaben“ unter „Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“. Dabei wird unter anderem an der Zentralisierung und kontrollierten Steuerung der Reisendeninformation gearbeitet. Zum Zeitpunkt der Berichtslegung können noch keine weiteren Angaben gemacht und veröffentlicht werden. Die Beachtung der Menschenrechte steht für den ÖBB Konzern auch im Kontext mit den Verbraucher:innen und Endnutzer:innen an oberster Stelle und ist in bestehenden Policies (Code of Conduct, Supplier Code of Conduct, ÖBB interen Gleichstellungspolicy) des ÖBB Konzerns festgeschrieben. Informationen dazu sind in Kapitel E.1 „Allgemeine Angaben“ unter „Governance“ bei „Soziale Mindestschutzstandards“ zu finden. Für das Jahr 2024 wurden keine schwerwiegenden Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten in Verbindung mit den Verbraucher:innen und Endnutzer:innen des ÖBB Konzerns erhoben. ESRS S4-1.16.a, b, c, 17, 35 Verfahren zur Einbeziehung von Verbraucher:innen und Endnutzer:innen in Bezug auf Auswirkungen Je nach Verfahren werden die Verbraucher:innen und Endnutzer:innen selbst oder über Interessensvertreter:innen (z. B. Österreichischer Behindertenrat) einbezogen. Die Verfahren setzen sich zum Teil aus regelmäßig wiederkehrenden, sowie aus einmaligen Schwerpunkterhebungen zusammen. Details sind den unten stehenden Beschreibungen zu entnehmen. Die Verantwortung für die Durchführung und Einbeziehung der Ergebnisse in das Unternehmenskonzept trägt der zuständige Vorstand. ESRS S4-2.20.a, b, c LB162 |
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