ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
203 Konzern- lagebericht Im Folgenden werden weitere Informationen zu den oben genannten Zielen im Zusammenhang mit Verbraucher:innen und Endnutzer:innen erläutert sowie die wichtigsten Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele aufgelistet. Diese Maßnahmen minimieren wesentliche negative Auswirkungen des ÖBB Konzerns auf Verbraucher:innen und Endnutzer:innen und erzielen wesentliche positive Auswirkungen. Die Wertschöpfungskette wurde bei der Analyse und Erarbeitung der Auswirkungen, Risiken und Chancen mitbetrachtet. Die dargestellten Maßnahmen können die Wertschöpfungskette in unterschiedlichem Ausmaß sowohl direkt als auch indirekt beeinflussen. ESRS S4-4.31.a; ESRS 2.MDR-A.68.b Die dargestellten Kanäle und Verfahren geben dem Konzern einerseits die Möglichkeit, die Wirksamkeit seiner gesetzten Maßnahmen und Abhilfemaßnahmen nachzuverfolgen und zu bewerten und andererseits zu erkennen, welche zusätzlichen Maßnahmen erforderlich und angemessen sind, um auf potenzielle oder tatsächliche negative Auswirkungen auf Verbraucher:innen und Endnutzer:innen zu reagieren. ESRS S4-4.31.d, 32.a, b, c Ziel: Verbesserung des betrieblichen Sicherheitsindex (BSX) um 2 % pro Jahr Status 1) Zielumfang 2) Der BSX wird aktuell konzernweit für das ÖBB Schienennetz / Österreich erhoben. In Umsetzung Methodik 3) Die Sicherheitsziele bis 2030 stellen die gesellschaftsspezifischen Ambitionen dar. Ihre Festlegung wurde im 12. ÖBB Sicherheitsrat vom 31.03.2023 vereinbart. Die Einführung eines Verbesserungsgebots mit einer Grundspannung von 2 % pro Jahr bildet die Grundlage für den Erhalt des hohen Sicherheitsniveaus im ÖBB Konzern. Der konzernweite betriebliche Sicherheitsindex BSX hat sich im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr 2023 verbessert (-9 / Vj: 71) und liegt somit auch besser als der Zielanspruch. Es gab zwei Zugzusammenstöße in den letzten 12 Monaten. Mit sechs Zugentgleisungen in den letzten 12 Monaten liegen diese unter dem maßgebenden Fünfjahresschnitt. Wesentliche Änderungen 4) Keine Änderung zum Vorjahr Maßnahme Maßnahmen- Portfolio zur Reduktion von Signalüber- fahrungen 5) 6) Signalüberfahrungen stellen ein betriebliches Risiko im Eisenbahnverkehr dar und somit ein Sicherheitsrisiko für Verbraucher:innen und Endnutzer:innen. Ein umfangreiches Maßnahmenportfolio unterstützt den ÖBB Konzern dabei, dieses Risiko zu reduzieren. Diese Maßnahmen umfassen unter anderem: – Ausbau ETCS (European Train Control System): Das länderübergreifende Zugbeeinflussungssystem soll in Zukunft Signalüberfahrungen verhindern und wird aktuell sowohl fahrzeugseitig als auch auf der Strecke verbaut. – Analyse örtlicher Hotspots und regionaler Unterschiede – Hintergründige Ursachenanalyse durch Befragungen der Mitarbeiter:innen – Probebetrieb zur Erfassung der visuellen Aufmerksamkeit/Blickbewegungsmuster der Triebfahrzeugführer:innen – Schulungsmaßnahmen – Weiterentwicklung der WarnApp: Diese ist seit rund vier Jahren bei den ÖBB Triebfahrzeugführer:innen im Einsatz und gibt ein akustisches Warnsignal ab, wenn der Zug gegen ein Halt zeigendes Signal anfährt. In Umsetzung – zeitlich unbegrenzt Maßnahme Verbesserung Sicherheit an Eisenbahn- kreuzungen 5) 7) 8) Österreichweite Maßnahmen im Eisenbahnkreuzungsbereich erhöhen die Sicherheit der Kund:innen zusätzlich: – Auflassung von Eisenbahnkreuzungen: z.B. Ausbau von Über-/Unterführungen – Umrüstungen von nichttechnischen Eisenbahnkreuzungen auf technische Sicherung – Verbesserung Eisenbahnkreuzungssicherung: z.B. gezielter Einsatz von Rotlichtüberwachungsanlagen an definierten Punkten In Umsetzung – zeitlich unbegrenzt Maßnahme Sensibilisierung 9) Durch eine verbesserte Informationslage können Kund:innen potentielle Risikosituationen schneller erkennen und sie so vermeiden. Zu diesem Zweck führen die ÖBB Sensibilisierungsmaßnahmen der Öffentlichkeit durch, u. a. im Zuge des „International Level Crossing Awareness Days“ (ILCAD). In Umsetzung – zeitlich unbegrenzt 1) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e 2) ESRS 2.MDR-T.80.c 3) ESRS 2.MDR-T.80.a, f 4) ESRS 2.MDR-T.80.i, j 5) ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. 6) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Inland auf Ebene der betreffenden Teilkonzerngesellschaft(en). 7) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Inland auf Ebene der ÖBB-Infrastruktur AG. 8) Die beschriebene Maßnahme wurde ergriffen, um das wesentlich Risiko S4-F-1 zu mindern. ESRS S4-4.33.a. 9) Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Inland und konzernweit. LB166 |
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