ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

89 Konzern- lagebericht Zur Identifizierung der Auswirkungen, Risiken und Chancen wird anschließend eine Kombination aus Bottom-up- und Top-down-Ansatz gewählt. Die Fachexpert:innen formulieren die Grundtätigkeiten der eigenen Teilkonzerngesellschaften / Organisationseinheit und definieren damit in Zusammenhang stehende Auswirkungen, Chancen und Risiken. Die Spezifika der einzelnen Gesellschaften (wie Geschäftsbeziehungen, geografische Gegebenheiten) und ihre Kerntätigkeiten werden bei der Erarbeitung entsprechend mitberücksichtigt. ESRS 2.IRO-1.53.d Dabei werden alle relevanten, rechtlichen und regulatorischen Landschaften des ÖBB Konzerns sowie „externe“ regulatorische Vorgaben, etc. berücksichtigt und bestehende Dokumente / Unterlagen gescreent – beispielsweise das Abfallwirtschaftsgesetz oder Vorgaben zur Erreichung der Klimaziele. Um ein möglichst umfassendes Bild aller Geschäftstätigkeiten sowie -beziehungen und damit verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen zu erhalten, erfolgt ein kurzer Abgleich mit den Inhalten der EU-Taxonomie-VO (relevante Wirtschaftstätigkeiten für den ÖBB Konzern). ESRS 2.IRO-1.53.b, g Eine nähere Betrachtung der ermittelten Auswirkungen und deren Zusammenhänge hat gezeigt, dass die ermittelten Risiken und Chancen nicht zwangsläufig aus Auswirkungen entstehen müssen, sondern auch vermehrt aufgrund von Abhängigkeiten existieren. ESRS 2.IRO-1.53.c Die Arbeitsgruppen bewerten anschließend die Auswirkungen, Chancen und Risiken der in den ESRS definierten Themen- und Unterthemen anhand definierter Kriterien, um herauszufinden, welche für den ÖBB Konzern wesentlich sind. ESRS 2.IRO-1.53.a Bewertungsmethodik und Schwellenwerte zur Auswirkungswesentlichkeit und finanziellen Wesentlichkeit 1) Auswirkungswesentlichkeit Finanzielle Wesentlichkeit Was wird bewertet Auswirkungen des ÖBB Konzerns auf Menschen, Umwelt und Umgebung Finanzielle Auswirkungen auf den ÖBB Konzern, die sich aus Auswirkungen oder Abhängigkeiten (externe Ursachen, auf die der Konzern vorrangig keine Einwirkung hat, die aber als Chancen oder Risiken auf das Unternehmen wirken können), ergeben können. Bewertungskriterien Negativ / positiv, tatsächlich / potenziell, Ausmaß, Umfang, Unabänderlichkeit, Eintrittswahrscheinlichkeit Eintrittswahrscheinlichkeit, finanzielles Ausmaß Bewertungsskala 4-stufig (1 – wenig / gering, 4 – sehr hoch) bei potenziellen Auswirkungen wurde eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 1 bis 3 gewählt 4-stufig (1 – wenig / gering, 4 – sehr hoch) Zeithorizonte Kurzfristig – Berichtsjahr Mittelfristig – 1 bis 5 Jahre Langfristig – >5 Jahre Kurzfristig – Berichtsjahr Mittelfristig – 1 bis 5 Jahre Langfristig – >5 Jahre Gewichtung der Kriterien Unterschiedlich gewichtet: Ausmaß am höchsten (Auswirkungen, die ein geringes Ausmaß haben, allerdings nicht behoben werden können, würden bei einer gleichen Gewichtung der Kriterien den Schweregrad der Auswirkung stark anheben), Umfang am zweithöchsten (Auswirkungen können auch schwerwiegend sein, wenn sie nur lokal auftreten) und Behebbarkeit als unwichtigstes Kriterium. Alle drei Kriterien werden schließlich mit der Eintritts- wahrscheinlichkeit multipliziert Gleich gewichtet (diese Vorgehensweise entspricht der Eingrenzung der wesentlichen Risiken im ÖBB Risikomanagement). Risiken und Chancen werden aus Bruttosicht erfasst. Für die Überleitung zum Risiko- management werden schließlich nur mehr jene Risiken und Chancen genommen, die nach dem Setzen von Maßnahmen weiterhin bestehen. Grenzwert 2) 2,5 2,5 1) ESRS 2.IRO-1.53.c. 2) Alle Auswirkungen, die über diesem Wert liegen, werden als wesentlich betrachtet. Da alle Kriterien auf einer Skala von 1 bis 4 eingeordnet werden, wurde der Schwellenwert über der Mittelwertmarke von 2 gewählt wurde. LB52 |

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