ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Magazin
19 Für ein stabiles Morgen wegen Bauarbeiten noch geschlossen. Als Ersatz wurden Snack- und Getränke- automaten sowie andere notwendige Provisorien installiert. Das Weihnachtswunder Dass die Railjets der ÖBB ab 15. Dezem- ber, also nur drei Monate nach der Ka- tastrophe, wieder durch das Tullnerfeld gebraust sind, ist dennoch ein kleines Weihnachtswunder. Denn mittlerweile steht fest, dass das Hochwasser Millio- nenschäden an der Infrastruktur verur- sacht hat. Eine genaue Abrechnung wird es erst nach Abschluss aller Arbeiten im Sommer 2025 geben. Neue Maßnahmen für neue Zeiten Fest steht aber auch, dass sich extreme Wetterereignisse häufen und – so para- dox es klingen mag – gerade eines der führenden Klimaschutzunternehmen Österreichs mit seinen exponierten An- lagen besonders hart treffen. Die ÖBB haben daher eine interne Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die Infrastruktur noch widerstandsfähiger gegen potenzielle Naturgefahren ge- macht werden kann. Neben neuen Vorgaben für Infra- strukturausbauten und Klimachecks für Planungsprojekte sind auch neue Maß- nahmen geplant, um besonders gefähr- dete Strecken noch besser zu schützen und die Resilienz der Infrastruktur weiter zu stärken. Dazu gehören Verstärkungen von Böschungen, Hochwasserschutz- wände und sogenannte Portalschotten, um die Tunneleingänge bei Hochwasser verschließen zu können. Und schließlich wird in modernste Frühwarnsysteme investiert, um auf extreme Wetterereig- nisse wie im September 2024 künftig noch besser reagieren zu können. WEIHNACHTSWUNDER. Dank des enormen Einsatzes aller Beteiligten konnte am 15. Dezember der Vollbetrieb auf der neuen Weststrecke wieder aufgenommen werden TEAMLEISTUNG. An den Brennpunkten der Katastrophe wurde im Sieben-Tage-Betrieb und meist rund um die Uhr gearbeitet MEHR dazu im Lagebericht auf Seite LB5, LB14, LB20, LB23, LB25, LB73, LB173
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