ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Magazin
23 Für ein stabiles Morgen Mit insgesamt 511 Millionen Fahrgäs- ten, davon 300 Millionen Bahnreisende, verzeichneten die ÖBB im Jahr 2024 einen neuerlichen Fahrgastrekord. Der Zuwachs wurde vor allem im Nahverkehr erzielt, der gegenüber 2023 ein Plus von zehn Prozent erreichte – angesichts der unwetterbedingten Einschränkungen im Herbst ein beachtliches Ergebnis. Der Fernverkehr blieb im vergan- genen Jahr mit 46 Millionen Kund:innen gegenüber 2023 stabil. Im Detail konnte der internationale Fernverkehr leicht zulegen, während der nationale Fernver- kehr leicht rückläufig war. Im Nacht- verkehr konnten die ÖBB 2024 mehr als 1,5 Millionen Fahrgäste begrüßen. Besonders beliebt sind die Nightjets der neuen Generation. Wo diese eingesetzt werden, steigt auch die Nachfrage deutlich. Neue Züge für neues Wachstum Im Jahr 2024 wurden 30 neue Fahr- zeuge in Betrieb genommen. Davon waren sechs Nightjets, acht Railjets der neuen Generation und 16 Cityjet Desiro ML. Bis 2026 kommen über 120 neue Züge hinzu. Neben weiteren Rail- und Nightjets der neuen Generation wird der dreiteilige Desiro ML das Fernverkehrs- angebot auf den inneralpinen Strecken verbessern. Ein Highlight wird auch der neue Doppelstockzug der ÖBB sein, der als Cityjet Doppelstock neu Anfang 2026 zum Einsatz kommen wird. Insgesamt investieren die ÖBB bis 2030 mehr als 6,1 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Flotte. Eine wichtige Maßnahme, denn auch für 2025 erwarten die ÖBB ein ähnlich starkes Ergebnis. Im Dezember wird zudem die Koralmbahn in Betrieb genommen. Damit einher geht die Ein- führung neuer InterRegio-Linien, die das Angebot im Fernverkehr um rund 30 Prozent erhöhen. Postbus: doppelt nachhaltig Wachsen soll auch die E-Flotte der Österreichischen Postbus AG. Von den derzeit 30 Bussen werden elf seit 2022 im Regionalverkehr im südlichen Wein- viertel in Niederösterreich eingesetzt, in Vorarlberg sind ebenso 11 E-Busse als Überlandbusse unterwegs. Die restli- chen sind vor allem als Citybusse und in Kooperation mit den Gletscherbahnen Kaprun auch als E-Skibusse im Einsatz. Als erstes Busunternehmen Österreichs betreibt die Österreichische Postbus AG außerdem fünf Wasserstoffbusse, die im Überlandverkehr in Villach zum Einsatz kommen und deren Anzahl auf bis zu 36 Busse ausgebaut werden soll. Wie wichtig der Postbus für die nachhaltige Sicherung der Mobilität in Österreich ist, hat das Jahrhunderthoch- wasser im September 2024 gezeigt. Da die Zahl der kurzfristig bestellten Schienenersatzverkehre (SEV) zunimmt, hat der Personenverkehr gemeinsam mit der ÖBB INFRA den SEV auf neue Beine gestellt: Vom Auftreten einer Störung im Zugverkehr über den Abruf einer SEV-Leistung bis hin zur Bereitstellung und künftig auch Abrechnung wurde der gesamte Prozess automatisiert. Zudem können in Zukunft Echtzeitinformatio- nen direkt in die ÖBB Fahrplanauskunft Scotty eingespeist werden. Weiters wurde eine neue SEV-Leitstelle vor Ort in die Verkehrsleitstelle der ÖBB-Personen- verkehr AG integriert, die 24/7 besetzt ist. Dadurch verkürzen sich die Abstim- mungswege und die Busse sind schneller einsatzbereit. Fahrgastrekord trotz Hochwasser PERSONENVERKEHR. 2024 konnten die ÖBB im Personenverkehr erstmals mehr als eine halbe Milliarde Kund:innen begrüßen. WILLKOMMEN. Die Mobilitätsdienste der ÖBB sind beliebter als je zuvor MEHR dazu im Lagebericht auf Seite LB5, LB10, LB14, LB16, LB18, LB24,
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