Nachhaltigkeitsbericht – Executive Summary 2025
22 ÖBB-Infrastruktur AG In globalen und zunehmend komplexen Lieferketten spielen faire Arbeitsbedin- gungen und der Schutz von Arbeitskräf- ten eine zentrale Rolle. Auch für den ÖBB Infrastruktur-Konzern ist dies von besonderer Bedeutung, da ein großer Teil der Bau-, Instandhaltungs- und Dienstleistungen von externen Partnern erbracht wird. Um Risiken wie Men- schenrechtsverletzungen oder unfairen Arbeitspraktiken vorzubeugen, stellt das Unternehmen sowohl an die Arbeitsbe- dingungen im eigenen Unternehmen als auch in der gesamten Wertschöpfungs- kette hohe Anforderungen. Dadurch trägt der ÖBB Infrastruk- tur-Konzern aktiv dazu bei, dass auch externe Arbeitskräfte unter sicheren, fairen und rechtskonformen Gegeben- heiten tätig sind und die hohe Qualität der Infrastrukturprojekte nachhaltig gewährleistet bleibt. Maßnahmen Der ÖBB Infrastruktur-Konzern fördert die Arbeitsbedingungen in seiner Wertschöp- fungskette vor allem durch klare soziale und menschenrechtliche Standards, die u. a. in den allgemeinen Geschäftsbedin- gungen und im Supplier Code of Conduct festgelegt sind. Die Einhaltung dieser Vor- gaben wird über externe Nachhaltigkeits- bewertungen und Audits bei relevanten Lieferanten überprüft. Darüber hinaus werden ökologi- sche und soziale Ausschreibungskriterien festgelegt und durch gezielte Schulungen für Einkäufer:innen wird nachhaltige Beschaffung weiter verankert. Ergänzend pflegt das Unternehmen einen aktiven Austausch mit Stakeholder:innen – etwa über Round-Tables –, um Risiken ent- lang der Lieferkette frühzeitig zu er- kennen. Transparente Beschwerde- und Hinweisgeber:innensysteme ermöglichen es zudem, mögliche Verstöße anonym zu melden. FAIRNESS. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern stellt hohe Anforderungen sowohl an die Arbeits bedingungen im eigenen Unternehmen als auch die gesamte Wertschöpfungskette. S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Der Betrieb und Ausbau von Verkehrsin frastruktur wirkt sich auf die umliegenden Gemeinden und Anrainer:innen aus. Insbesondere Schallemissionen können die Lebensqualität der Anrainer:innen beein flussen. Für den ÖBB Infrastruktur-Konzern ist der konstruktive und transparente Um- gang mit betroffenen Gemeinschaften ein zentraler Bestandteil verantwortungsvoller Unternehmensführung. Maßnahmen Zentral im Umgang mit betroffenen Gemeinschaften des ÖBB Infrastruktur- Konzerns ist das Thema „Schallemissi- onen durch den Bahnbetrieb oder bei Bauarbeiten“. Diesen wird mit einem umfassenden Schallschutzprogramm und aktiver Kommunikation begegnet. Dazu zählen der laufende Ausbau von Schallschutzwänden, Bestandslärm sanierungen sowie Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung innovativer Schallminderungsmaßnahmen. Gemein- den und Anrainer:innen werden über projektbegleitende Arbeitsgruppen, Lenkungsausschüsse und offene Kom- munikationskanäle aktiv eingebunden. Zudem stellt das Unternehmen digitale und persönliche Beschwerde- kanäle – wie beispielsweise ein zent- rales Kund:innenservice – bereit, über die Anliegen rasch aufgenommen und individuelle Abhilfemaßnahmen geprüft werden. In größeren Infrastrukturpro- jekten erfolgen regelmäßige Dialogfor- mate, Informationsveranstaltungen und transparente Berichterstattung, um Aus- wirkungen auf das unmittelbare Lebens- umfeld der Bevölkerung nachvollziehbar zu machen und Akteur:innen frühzeitig einzubinden. LEBENSQUALITÄT. Es wird kontinuierlich daran gearbeitet, Schallemissionen entlang des Streckennetzes zu reduzieren und Auswirkungen für Anrainer:innen zu minimieren. S3 Betroffene Gemeinschaften Ziel des ÖBB Infrastruktur-Konzerns in Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften Ziel Zieljahr Zielniveau Einheit / KPI Basisjahr Basisjahrwert Wert 2025 Bis Ende des Geschäftsjahres 2030 beträgt die Länge der Schallschutzwände 1.000 km. 2030 1.000 km 2023 971 990,5
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