F&E-Jahresbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

47 Eisenerz. Damit sollen Infrastrukturbe­ treiber und Industrie unterstützt durch Forschung unter operationalen Bedingun­ gen prüfen, wie die Systeme im Zusam­ menspiel mit bestehendem Verkehr, Infrastruktur und Sicherheitsvorgaben funktionieren. Das schafft ideale Voraus­ setzungen für die spätere Integration in den regulären Eisenbahnbetrieb. Zwei Hypothesen werden mit diesem Demons­ trator adressiert: Durch das Zusammenspiel von ETCS- Moving-Block und ATO können tat­ sächlich Kapazitäten in einem beste­ henden Bahnsystem gehoben werden. Durch kabellose Kommunikation und Entfall von bis dato erforderlichen In­ frastruktur-Assets lassen sich sowohl Investitionskosten als auch Kosten für die Instandhaltung reduzieren. Verschub neu gedacht Kapazitätssteigerung in den Verschub­ standorten und im gesamten Verschub­ prozess, von der Produktionsplanung über die -vorbereitung bis zur opera­ tiven Umsetzung des Verschubs, ohne Mitarbeiter:innen und Hemmschuhe – geht das? Dieser Hypothese will die ÖBB-Infrastruktur AG auf den Grund ge­ hen. Aufsetzend auf den Ergebnissen des Projekts TRANS4M-R soll der Nachweis ebenfalls im Rahmen der zweiten Phase des ERJU mittels eines weiteren Demonst­ rators gelingen (Abb. siehe Seite 26) . Herzstück sind digitale Applikatio­ nen zur Planung und Steuerung, autonom agierende Verschubfahrzeuge sowie ein Präperator-System, das u. a. das Brems­ system der Waggons mit Druckluft füllt, die Bremsprobe durchführt und auch Zugintegrität und Zuglänge feststellt. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich via Funk. Fahrzeuge und Waggons sind mit der Digitalen Automatischen Kupplung DAK5 ausgestattet, die automatisches Kuppeln und Entkuppeln sowie digitale Services via Datenbusleitung ermöglicht. Zwei Demonstratoren – Ergebnisse offen Mit diesen Demonstrationen werden nicht nur die Machbarkeit einzelner Technologie-Lösungen sowie Prozesse nachgewiesen, sondern insbesondere der Mehrwert durch deren Integration in ein existierendes System veranschaulicht. Ob die Ergebnisse einen wesentlichen Beitrag für eine zukunftssichere Gestal­ tung des europäischen Schienenverkehrs leisten, wird man 2028 wissen. < ration der Ergebnisse aus mehreren Flagship Areas wird auf unseren Strecken erprobt EK ETCS ATO STW STW EK EK EK EK EK EK EK EK EK EK EK EK EK TMS PE MBS ATO-TS 1 2 3 AI-based Konflikt – short-time Timetable Timetable Movement Authority Journey Profile Segment Profile Topologie Metadaten SWOC W 3 SWOC W 3 SWOC W 3 SWOC EK SWOC EK 3 3 SWOC EK 3 DR 1 1 2 2 3 3 ETCS ATO Wireless Communication zwischen ATO-TS ATO-OBU MBS ETCS-OBU MBS SWOC SWOC – EK / W auf Basis FRMCS DB 776 - 3021 St. Valentin – Thörl Maglern DB 776 - 7111 Hieflau – Eisenerz Bhf. Admont Bhf. Gstatterboden Bhf. Eisenerz Bhf. Hieflau Bhf. Weissenbach Großreifling 2 1 ETCS ATO 2 1 2 1

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