Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 135 S4-1 Konzepte im Zusammenhang mit Verbraucher:innen und Endnutzer:innen Das folgende Konzept spielt für den ÖBB Infrastruktur-Konzern in Bezug auf die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen eine entscheidende Rolle: Nr. Konzept Beschreibung S4-K-1 #INFRA.Mobilitätswende *) Unter dem Titel #INFRA.Mobilitätswende legt der ÖBB Infrastruktur-Konzern seine strategische Ausrichtung und seine Vision für die kommenden Jahre vor. Abgeleitet von der Vision und den strategischen Zielen baut die Strategie auf sechs strategischen Stoßrichtungen auf. Für das Thema Verbraucher:innen und Endnutzer:innen ist folgende Stoßrichtung definiert: Kundenzentriertes Geschäftsmodell: – Wir sind eine wichtige Partnerin in einem digital und analog vernetzten Mobilitätsökosystem. – Die kundenzentrierte Ausrichtung wird mit der Steuerung nach Achsen und Services unterstützt. – Wir sind in Österreich und Europa eine starke Stimme für Interoperabilität, internationale Verkehrsabwicklung und effiziente Regulierung. – Servicepreise müssen sich – mit Ausnahme verkehrspolitischer Vorgaben – an Vollkosten orientieren. – Zusätzlich zum Kernmarkt Österreich werden relevante europäische Korridore, an Österreich angrenzende Bahnstrecken, sowie Terminal- und Hafeninfrastruktur in Nachbarstaaten betrachtet. S4-K-2 #INFRA.Nachhaltigkeitsstrategie *) #INFRA.Nachhaltigkeitsstrategie enthält Stoßrichtungen sowie operative Ziele u. a. im sozialen Bereich und ist eine Ergänzung zur #INFRA.Mobilitätswende. Für Themen der Verbraucher:innen und Endnutzer:innen sind folgende Stoßrichtungen in der Strategie formuliert: – Kund:innen werden in den Mittelpunkt unseres Handelns gestellt, um Menschen für die Bahn zu begeistern. Die Zielsetzungen sollen dabei unterstützen, den Service des ÖBB Infrastruktur-Konzerns stetig zu verbessern. – Wir schaffen einen einfachen Zugang zur Bahn. Durch ein barrierefreies Angebot soll die Zugänglichkeit des Systems Eisenbahn für alle Menschen ermöglicht werden. Ziel ist es, dass Menschen mit Behinderungen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität an möglichst vielen Verkehrsstationen einen barrierefreien Zugang zur Bahn nutzen können. – Wir wollen nachhaltig zu den TOP 5 der sichersten Bahnen in Europa gehören. Betriebliche Sicherheit sorgt in der Steuerung und Maßnahmensetzung für einen sicheren Eisenbahnbetrieb und soll kontinuierlich verbessert werden. S4-K-3 Konzern-Sicherheitsstrategie Betriebliche Sicherheit Die betriebliche Sicherheit ist ein Teilbereich der Sicherheitsstrategie des ÖBB Konzerns. Die betriebliche Sicherheit umfasst die Steuerung und Maßnahmensetzung zur Gewährleistung eines sicheren Eisenbahnbetriebes in der eigenen Wertschöpfungskette. Die Anlagensicherheit, Fahrzeugsicherheit sowie betriebstechnische Sicherheit stellen wesentliche Bestandteile der betrieblichen Sicherheit dar. Für die Koordination und die strategische Ausrichtung der betrieblichen Sicherheit ist gemäß Konzernrichtlinie 17 die Organisationseinheit Systemtechnik und Konzernproduktion der ÖBB-Holding AG zuständig. Der betriebliche Sicherheitsindex (BSX) bildet die langfristige Entwicklung der betrieblichen Sicherheitsperformance des ÖBB Konzerns in Österreich ab. Neben dem BSX des ÖBB Konzerns gibt es einen eigenen BSX der ÖBB-Infrastruktur AG, der in den konzernweiten Wert einfließt. Berücksichtigt werden betriebliche Vorfälle (z. B. Zugzusammenstöße, Zugentgleisungen, Verschubvorfälle) sowie Gefährdungen, die zu Unfällen führen können (z. B. Signalüberfahrungen, schwere Mängel). Der betriebliche Sicherheitsindex berechnet sich aus der Anzahl der definierten Vorfälle / Ereignisse multipliziert mit einer vom jeweiligen Schadenspotenzial abgeleiteten Gewichtung und wird mit den gefahrenen Zugkilometern normiert. *) Strategien werden vom Vorstandsgremium der ÖBB-Infrastruktur AG beschlossen und finden Anwendung für den ÖBB Infrastruktur-Konzern. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern orientiert sich an den Bedürfnissen der Kund:innen, Mobilitätsangebote werden daher laufend weiterentwickelt und ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen der konsequente Ausbau und die Weiterentwicklung des barrierefreien Mobilitätsangebotes im ÖBB-Netz. Dreh- und Angelpunkt sind Bahnhöfe und Haltestellen sowie das dazugehörige Serviceangebot. Neben einem einfachen, bequemen und barrierefreien Zugang zum Eisenbahnsystem sind Pünktlichkeit sowie Verknüpfungen zu anderen öffentlichen Mobilitätsangeboten (wie Bus, Straßenbahn oder U-Bahn) und des Individualverkehrs (wie Park & Ride, Bike & Ride) wichtig, um weiterhin einen Wettbewerbsvorteil am Markt innezuhaben.

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