Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 41 Informationen, die konkret mit der Angabepflicht „ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“ in Verbindung stehen sowie eine Übersicht über die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit weiteren Informationen (u.a. Wertschöpfungskette, Zeithorizont, unternehmensspezifischen Angaben) finden sich in den folgenden Kapiteln: – E1 Klimawandel – E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme – S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette – S3 Betroffene Gemeinschaften – S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen Der ÖBB Infrastruktur-Konzern ist mit seinen langfristig ausgelegten Assets im Bahnbetrieb und in der Schieneninfrastruktur widerstandsfähig aufgestellt. Das Chancen- und Risikomanagement bewertet regelmäßig mögliche Risiken, wie Naturereignisse und Klimaveränderungen, und setzt entsprechende Maßnahmen. Die nachhaltige Entwicklung des Bahnsystems sowie die kontinuierliche Verbesserung von Kapazität und Qualität stehen im Fokus. Als Teil des europäischen Schienennetzes verbindet der ÖBB Infrastruktur-Konzern nicht nur Menschen und Regionen, sondern ist auch ein bedeutender Wirtschaftsmotor. Aus der Analyse der ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen zeigt sich, dass die grundlegende strategische Ausrichtung des Geschäftsmodells des ÖBB Infrastruktur-Konzerns nachhaltig langfristig und zukunftsfit ausgerichtet ist. Im Hinblick auf die aktuellen finanziellen Effekte der wesentlichen Risiken und Chancen auf Finanzlage, Ertragslage und Zahlungsströme und die wesentlichen Risiken und Chancen, bei denen im nächsten Berichtszeitraum ein erhebliches Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte der im zugehörigen Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten vorhanden ist, gilt: Besteht eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis und ist ein Ressourcenabfluss wahrscheinlich, wird bei verlässlicher Schätzbarkeit eine Rückstellung in der Konzernbilanz gebildet – unter Berücksichtigung inhärenter Risiken und Unsicherheiten (siehe Erläuterung 26). Verpflichtungen, deren Höhe nicht verlässlich geschätzt werden kann oder deren Eintritt unwahrscheinlich ist, werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Erläuterung 28). Alle weiteren Risiken und Chancen werden außerhalb der Bilanz im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements erfasst, das darauf abzielt, relevante Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aktiv zu steuern. Im Zuge der Aktualisierung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS im Jahr 2025 gibt es keine Änderungen der Wesentlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings wurden zwei wesentliche Themen neu aufgenommen. Im Themenkapitel „S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen“ wurde die betriebliche Sicherheit als wesentliche Auswirkung und im Themenkapitel „G1 Unternehmensführung“ das Thema der Informationssicherheitsvorfälle als wesentliches Risiko neu hinzugefügt. Alle weiteren Anpassungen – etwa zur Art der Auswirkung, zu Risiken und Chancen, zum Zeithorizont sowie zu Angaben entlang der Wertschöpfungskette – fallen im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig aus und werden daher nicht extra angeführt. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern nimmt im Zuge der Offenlegung der erwarteten finanziellen Effekte gemäß ESRS 2 Absatz 48 Buchstabe e die Übergangsbestimmung gemäß ESRS 1 Anlage C „Liste der schrittweise eingeführten Angabepflichten“ in Anspruch. ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen Der Prozess zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zuge der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse des ÖBB Infrastruktur-Konzerns sowie der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette orientiert sich an dem Leitfaden der EFRAG zur Wesentlichkeitsanalyse 28 . Die Wesentlichkeitsanalyse ist seit vielen Jahren ein Fixpunkt in der Nachhaltigkeitsberichterstattung des ÖBB Infrastruktur- Konzerns und wurde gemäß Anforderungen der ESRS erstmals 2024 für den ÖBB Infrastruktur-Konzern durchgeführt und bezüglich Ermittlung von Auswirkungen, Chancen und Risiken sowie der Einbindung der Interessenträger:innen angepasst. Sie erfährt auch in Zukunft eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Die Bewertung der Ergebnisse der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse erfolgt regelmäßig und liefert wichtige Erkenntnisse für die Ausrichtung der Nachhaltigkeitsthemen des ÖBB Infrastruktur-Konzerns. 28 Implementation Guidance – EFRAG IG 1 Materiality Assessment.
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