Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 57 Im ÖBB Infrastruktur-Konzern wurden auf Basis einer fundierten Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse (siehe Unterkapitel „E1 IRO-1“ ) folgende wesentliche klimabezogenen Risiken identifiziert: Klimarisiken Physische Klimarisiken – Hitze – Hochwasser – Lawinen – Starke Niederschläge – Sturm Transitorische Klimarisiken – Nichteinhaltung der CO 2 -Emissions-Reduktionsziele Resilienz der Strategie und des Geschäftsmodells im Kontext des Klimawandels Die Resilienzanalyse umfasst die gesamten Geschäftstätigkeiten des ÖBB Infrastruktur-Konzerns inkl. aller wesentlichen physischen und transitorischen Klimarisiken sowie Teile der Wertschöpfungskette. Sie wurde im November 2025 durchgeführt und basiert auf den Annahmen und Parametern des Szenarios „Transition“ des österreichischen Umweltbundesamtes für die transitorischen Klimarisiken sowie des Szenarios RCP 8.5 für die physischen Klimarisiken. Um die Resilienz des Geschäftsmodells zu ermitteln, erfolgte eine Überleitung der identifizierten Bruttorisiken zu Nettorisiken. Dabei wurde geprüft, inwiefern bestehende oder geplante Maßnahmen, insbesondere Klimaschutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel gemäß ESRS E1-3, zur Reduktion von Bruttorisiken beitragen können. Die verwendeten Zeithorizonte der Resilienzanalyse entsprechen denjenigen der Klimarisikoanalyse (siehe Unterkapitel „E1 IRO-1“ ). Die Analyse hat gezeigt, dass Unsicherheiten hinsichtlich der Geschwindigkeit und des Umfangs regulatorischer Änderungen, der Marktentwicklung für nachhaltige Technologien und der Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die Schienenverkehrsinfrastruktur bestehen. Für als risikobehaftet identifizierte Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten (Schienenverkehrsinfrastruktur) wurden spezifische Strategien, Ziele und Maßnahmen entwickelt, um diese Risiken zu adressieren (siehe Unterkapitel „E1-3 E1-4“ ). Der ÖBB Infrastruktur-Konzern ist in der Lage, sein Geschäftsmodell kurz-, mittel- und langfristig an die Folgen des Klimawandels anzupassen, da die geplanten Maßnahmen (siehe Unterkapitel „E1- 3 E1-4“ ) durch entsprechende finanzielle Mittel in den Budgets (z. B. im Rahmenplan) hinterlegt sind. Dadurch ist der ÖBB Infrastruktur-Konzern resilient gegenüber wesentlichen Klimarisiken. IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen Der ÖBB Infrastruktur-Konzern hat Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen implementiert. Diese umfassen sowohl klimabedingte physische Risiken als auch Übergangsrisiken und - chancen, die im eigenen Betrieb auftreten können. Im Rahmen der Betrachtung wurde auch die Wertschöpfungskette berücksichtigt. Es wurde vor allem die vorgelagerte Wertschöpfungskette als wesentlicher Faktor identifiziert, da die Abhängigkeit von vorgelagerten Lieferanten und deren Anpassung an klimabedingte regulatorische oder marktbezogene Veränderungen erhebliche Auswirkungen auf die Dekarbonisierungsambitionen des ÖBB Infrastruktur-Konzerns haben kann. Durch diese Betrachtung ist sichergestellt, dass potenzielle Risiken aus der Wertschöpfungskette in die Betrachtung eingeflossen sind. Informationen über die Auswirkungen auf den Klimawandel, insbesondere durch Treibhausgasemissionen, werden in Unterkapitel „E1-6“ offengelegt. Klimabedingte physische Risiken Die Evaluierung von kurzfristigen Risiken aus höherer Gewalt und Naturgefahren ist seit vielen Jahren im Risikomanagement des ÖBB Infrastruktur-Konzerns verankert. Im Geschäftsjahr 2022 wurde erstmals eine Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse für die Beurteilung von physischen Klimarisiken durchgeführt. Diese wurde 2025 erweitert und aktualisiert. Die identifizierten wesentlichen physischen Klimarisiken wurden für kurz- (Berichtszeitraum des Abschlusses), mittel- (bis 2030) und langfristige (bis 2050) Zeithorizonte identifiziert. Die Analyse hat ergeben, dass Klimagefahren variieren können, je nachdem, welcher Zeithorizont betrachtet wird.
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