Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 63 Bei Klimaschutzmaßnahmen, die einen Dekarbonisierungshebel für den ÖBB Infrastruktur-Konzern darstellen, wird die erwartete Gesamtreduktion der Treibhausgasemissionen durch diese laufenden Maßnahmen bis zum Jahr 2035 (ausgehend vom Basisjahr 2022) in der Spalte „Reduktion THG-Emissionen“ angeführt. Sofern Maßnahmen bereits abgeschlossen sind, wird die erzielte Reduktion der Treibhausgasemissionen durch diese Maßnahmen ebenfalls angeführt. Einige Maßnahmen haben keinen (wesentlichen) Einfluss auf die Emissionsreduktion des Teilkonzerns, führen aber zu einer Reduktion beim Gesamtkonzern (ÖBB Infrastruktur-Konzern als Enabler für den Konzern). Details zu den Entwicklungen der Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Vorjahr sind in Unterkapitel „E1-6“ in der Treibhausgasbilanz des ÖBB Infrastruktur-Konzerns zu finden. Ist ein Ziel oder eine Maßnahme in Verzug, wird explizit darauf hingewiesen. Falls im Berichtsjahr eine wesentliche Änderung einer Zielsetzung vorgenommen wurde, wird dies in der Methodikbeschreibung erläutert. Ziel Reduktion der Scope 1 und Scope 2 Treibhausgasemissionen um 42 % bis 2030 und Erreichung der Klimaneutralität (Netto-Null) bis 2035 Reduktion THG- Emissionen Wirtschafts- tätigkeit EU- Taxonomie Status Zielumfang Das Ziel umfasst den gleichen Konsolidierungskreis und die gesamten Scope 1- und Scope 2-Treibhausgasemissionen des ÖBB Infrastruktur- Konzerns gemäß der Treibhausgasbilanz in Unterkapitel „E1-6“ . In Umsetzung Methodik Das Treibhausgas-Emissionsreduktionsziel wurde in enger Zusammenarbeit mit den relevanten Geschäftsbereichen / Töchtern erarbeitet. Bei der Festlegung des Ziels wurden bereits bestehende bzw. geplante Maßnahmen und Dekarbonisierungsstrategien des Teilkonzerns sowie künftige Entwicklungen (soweit möglich) berücksichtigt. Das Basisjahr 2022 stellt das erste repräsentative Jahr nach der COVID-19-Pandemie dar und wurde aus diesem Grund als Ausgangsjahr gewählt. Große Emissionsreduktionen konnten jedoch bereits vor dem Jahr 2022 erzielt werden (Umstellung auf 100 % erneuerbare Energien bei Bahnstrom und Drehstrom in den Jahren 2018 und 2019). Das Ziel orientiert sich am sektorübergreifenden Dekarbonisierungspfad und ist mit der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad vereinbar: Der sektorübergreifende Reduktionspfad (absolute contraction methodology) der Science Based Targets Initiative (SBTi) sieht für Scope 1 und Scope 2 einen Referenzzielwert von -42 % für 2030 vor – basierend auf dem Bezugsjahr 2022. Zur Identifikation der wesentlichen Dekarbonisierungshebel wurden transitorische Klimarisiken berücksichtigt, in dem die Entwicklungen im Transition-Szenario des österreichischen Umweltbundesamtes der relevanten vor- und nachgelagerten Aspekte der Wertschöpfungskette mitbetrachtet wurden. Weitere Informationen zur Erarbeitung der klimabedingten Übergangsrisiken finden sich in Unterkapitel „E1 IRO- 1“ . Die gesetzten Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz sowie entsprechende Klimaschutzmaßnahmen (siehe nachfolgende Zeilen) sind die Grundlage für die Erreichung der Treibhausgas- Emissionsreduktionsziele. Konkrete Dekarbonisierungshebel und ihr geschätzter quantitativer Beitrag werden in Unterkapitel „E1- 1“ angeführt. Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu folgenden Änderungen: Um weiterhin die Kohärenz des Ziels mit der Treibhausgasbilanz des ÖBB Infrastruktur-Konzerns sicherzustellen, wurde ein neu identifizierter Treibstoffverbrauch in den Klimaübergangsplan mit aufgenommen und der Bezugswert geringfügig angepasst. Darüber hinaus wurde der Zielwert für das Jahr 2030 aktualisiert, da fehlende Finanzierung und Marktverfügbarkeiten die Umsetzung von geplanten Maßnahmen verzögern. Maßnahme Umbau bestehender Ölheizanlagen Bestehende Ölheizanlagen werden in Abhängigkeit ihres Baujahres bis 2030 auf Alternativenergieträger umgebaut. ca. 4.500 t CO 2 e CCM/CCA 7.3. In Umsetzung
RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz