Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 93 Ziel Anwendung von Kreislaufwirtschaftskriterien bei Ausschreibungen im Lead-Buyer-Segment Infrastruktur bei relevanten *) Warengruppen der Lieferleistungen bis 2035 Status Zielumfang Der Zielumfang bezieht sich auf die Integration von Kreislaufwirtschaftskriterien bei Neuausschreibungen im Bereich der Lieferleistungen. Durch deren Integration wird einerseits die Kreislauffähigkeit der ÖBB-Infrastruktur AG bei Beschaffungen gesteigert, andererseits wird vor allem die vorgelagerte Wertschöpfungskette durch Anreize und Bedarf ebenfalls beeinflusst. Geplant Methodik Für die Zieldefinition wurden die internen Fachexpert:innen und Stakeholder:innen einbezogen, um einen in der Praxis umsetzbaren Pfad festzulegen. Da ein direkter Produktbezug für die ÖBB-Infrastruktur AG bei Lieferleistungen gegeben ist und diese auch Teil des strategischen Einkaufs sind, können diese Leistungen bevorzugt gesteuert werden. Dabei werden jene Produktgruppen der Lieferleistungen priorisiert und als wesentlich erachtet, die entsprechend der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse und der Strategie im Bereich Kreislaufwirtschaft indiziert sind. Diese stellen die relevanten Warengruppen gemäß Asterisk* dar. Für detailliertere Informationen sei auf den Abschnitt Ressourcenzuflüsse unter Kapitel „E5-4“ verwiesen. Die Zielsetzung trägt zur Umsetzung der nationalen und internationalen Bestrebungen im Bereich Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung bei. Dabei werden im größeren Kontext auch die SDGs 9, 12 sowie 13 der Agenda 2030 – Nachhaltige Entwicklung unterstützt. Maßnahme Maßnahme: Kreislaufwirtschafts- Kriterien Überarbeitung der Kreislaufwirtschaftskriterien im Kriterienkatalog nachhaltige Beschaffung und Ausformulierung von dazugehörigen standardisierten Vertragspositionen bis Ende 2025. Der Betrachtungsrahmen erstreckt sich auf die durch die ÖBB-Infrastruktur AG eingesetzten Kreislaufwirtschaftskriterien als Grundlage für Ausschreibungen der Beschaffung. In Umsetzung Maßnahme: Mitarbeiter:innen Schulungen Laufende Schulungen der Einkäufer:innen in Nachhaltigkeitsbelangen zur Datenerfassung und den Umgang mit Kreislaufwirtschaftsbelangen im Kontext des Einkaufs. Der Betrachtungsrahmen erstreckt sich auf die Mitarbeiter:innen der ÖBB-Infrastruktur AG. Laufend Maßnahme: Standardleistungs- positionen Ein ÖBB-Infrastruktur AG internes Projekt soll evaluieren, welche kreislauffähigen Alternativen für häufig angewandte Leistungsgruppen wie Schwellen, Bahnsteigkanten und ähnliche verfügbar und anwendbar sind, um eine Grundlage zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in diesen Gruppen bis 2027 zu schaffen. Der Betrachtungsrahmen entspricht dabei jenem der Zielsetzung. Geplant *) Relevante Warengruppen sind jene, bei denen die ÖBB-Infrastruktur AG direkte Beschaffungen bei Lieferleistungen im Zusammenhang mit Bautätigkeiten hat. Ziel Bis 2028 sollen alle Neu- und Ausbauprojekte im Zuge der projektspezifischen Umweltbewertung hinsichtlich einer Verwertung von Betonabbruch vor Ort unter technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Vorgaben untersucht werden, um eine Verwertung im Bauvorhaben sicherzustellen. Status Zielumfang Der Zielumfang bezieht sich auf die Umsetzung von Bauvorhaben der eigenen Wertschöpfung. Durch die Vergabe des Auftrags der Bauabwicklung an externe Unternehmen werden auch Teile der vorgelagerten Wertschöpfungskette adressiert. In Umsetzung Methodik Für die Zieldefinition wurden die internen Fachexpert:innen und Stakeholder:innen einbezogen, um ein in der Praxis umsetzbares Ziel festzulegen. Die Analyse erfolgt im Zuge der projektspezifischen Umweltbewertung und wird entsprechend dokumentiert. Dadurch soll sichergestellt werden, dass diese Projekte flächendeckend betrachtet werden und andere Nachhaltigkeitsaspekte wie der Transport der anfallenden Massen über weitere Strecken, Schall- sowie Staubentwicklungen nicht negativ beeinflusst werden. Die Zielsetzung trägt zur Umsetzung der nationalen und internationalen Bestrebungen im Bereich Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung bei. Dabei werden im größeren Kontext auch die SDGs 9 und 12 der Agenda 2030 – Nachhaltige Entwicklung unterstützt. Die Zielsetzung aus dem Berichtsjahr 2024 zur Verwertung von Betonabbruch wurde nach eingehender Diskussion im Fachexpert:innenkreis angepasst. Der bestehende Prozess wird durch die Erarbeitung von klaren Vorgaben erweitert und ermöglicht eine systematische Bearbeitung. Die neu erarbeitete Zielsetzung wirkt somit im Vergleich zur vorhergehenden Zielsetzung zielgerichteter und bietet einen wirksameren Beitrag zur Steigerung der Nachhaltigkeit. Maßnahme Erstellung der Kriterien Erstellung der notwendigen Kriterien (Wirtschaftlichkeit, Luftreinhaltungsqualitätsrichtlinie, Schall, Platzbedarf) und Checklisten für die Mitarbeiter:innen für die Sicherstellung einer einheitlichen und qualitativ sinnvollen operativen Umsetzung. In Umsetzung Systemtechnische Anpassungen Anpassung der IT-Systeme, um eine Erfassung der Bewertung bei den Projekten einheitlich und systematisch zu ermöglichen. Geplant Schulung der Mitarbeiter:innen Durchführung von Schulungen der Mitarbeiter:innen zur fachlichen Umsetzung der Bewertung und der entsprechenden Dokumentation. Geplant

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