Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft NB 106 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 135 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen Die Einbeziehung der Interessen, Standpunkte und Rechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette wird in Unterkapitel ESRS 2 SBM-2 dargestellt. SBM-3 Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell Das Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen wird in UnterkapitelESRS 2 IRO-1 beschrieben. Mit besonderem Augenmerk auf die Arbeitnehmer:innen der Wertschöpfungskette kann festgehalten werden, dass bei der Einbindung externer Stakeholder:innen besondere Sorgfalt darauf gelegt wurde, jene miteinzubeziehen, welche aufgrund ihrer Tätigkeiten in der Wertschöpfungskette von besonderer Relevanz für den ÖBB Infrastruktur-Konzern sind. Dies wurde vorgenommen, indem jene Branchen genauer betrachtet wurden, in denen aufgrund der eigenen Geschäftstätigkeit der ÖBB Infrastruktur AG, als auch durch das grundsätzliche Branchenrisiko gemäß UN Global Compact 44 ein stärkeres Potenzial gegeben ist. Es wurden daher im Zuge dessen zur aktuellen Zeit die bestmöglichen Anstrengungen unternommen möglichst repräsentativ Arbeitskräfte der Wertschöpfungskette, welche wesentlich beeinflusst werden durch den ÖBB Infrastruktur-Konzern in der eigenen Geschäftstätigkeit, als auch der Wertschöpfungskette durch bezogene Produkte und Dienstleistungen, als auch die Beziehungen zu Lieferanten, zu betrachten. Die potenziell wesentlich betroffenen Arbeitnehmer:innen in der Wertschöpfungskette arbeiten dabei vor allem im Baugewerbe, welches auf Basis von Baudienstleistungen abgewickelt wird. Diese Baudienstleistungen bedingen, dass die Arbeitskräfte bei ausführenden Unternehmen angestellt sind und die Aufträge des ÖBB Infrastruktur-Konzerns umsetzen. Aufgrund wesentlicher Tätigkeiten im Bau und der Instandhaltung von Infrastruktur sind auch jene Arbeitskräfte betroffen, welche in der weiter vorgelagerten Wertschöpfungskette (keine direkten Lieferanten des ÖBB Infrastruktur- Konzerns) im Bereich der Metallverarbeitung und Gewinnung sowie weiterer mineralischer und nicht mineralischer Baustoffe tätig sind. Auf diese wurde indirekt durch die Einbeziehung wesentlicher Lieferanten und deren Vertreter:innen Bezug genommen. Bei der Einbindung externer Stakeholder:innen wurde auch auf nachgelagerte Nutzer:innen der zur Verfügung gestellten Dienstleistung Rücksicht genommen. Bei der Stakeholder:inneneinbindung wurden auch weitere Beteiligungen des ÖBB Infrastruktur-Konzerns und damit deren Arbeitskräfte berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es keine gesonderte Betrachtung besonders vulnerabler Gruppen basierend auf personenbezogenen Kriterien wie Alter oder Geschlecht. Die identifizierte potenzielle Auswirkung steht aufgrund der Beschaffungsschwerpunkte des ÖBB Infrastruktur-Konzerns in Zusammenhang mit dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Dies ist dadurch gegeben, dass der Ausbau der Eisenbahninfrastruktur und der erneuerbaren Energien ein Teil der nachhaltigen Mobilitätsbereitstellung ist, welche jedoch auch in Abhängigkeit zu den darin enthaltenen Rohstoffen steht. Diese Lieferketten stellen eine erhöhte Gefährdung für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette dar, welche aufgrund der Beschaffungsbeziehungen bestehen, wobei keine systemischen Umstände oder individuelle Vorfälle die dem ÖBB Infrastruktur-Konzern zugetragen wurden, dies bedingen. Im Zuge der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden keine wesentlichen positiven Auswirkungen, Risiken oder Chancen identifiziert. Bei der Identifikation der wichtigsten Arten der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette wurden, neben der Herangehensweise zur Ermittlung der wesentlichen Chancen, Risiken und Auswirkungen (siehe Unterkapitel ESRS 2 IRO-1) vor allem auch die wesentlichen Ressourcenzuflüsse (siehe Unterkapitel E5-4) der Geschäftstätigkeit mit in die Betrachtung aufgenommen. Dies ist bedingt durch das wesentliche Beschaffungsvolumen und die Aktivitäten in der Branche, wie bereits im vorhergehenden Absatz beschrieben. Auf Basis der wesentlichen Auswirkung wurde nicht identifiziert, dass Arbeitskräfte mit besonderen Merkmalen vorrangig betroffen sind. Um darüber hinaus ein weiterführendes, tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, welche Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette potenziell von negativen Auswirkungen betroffen sind oder sein könnten, wird im kommenden Berichtsjahr mithilfe von Stakeholder:innen-Round-Tables konkretisiert. Im Rahmen dieser wird unter anderem auch diskutiert, in welchem Maße Arbeitskräfte mit bestimmten Merkmalen oder Arbeitskräfte in einem bestimmten Arbeitskontext stärker von wesentlichen Risiken betroffen sein könnten. Auch wenn diese Arbeitskräfte eine besondere Wichtigkeit innerhalb der Wertschöpfungskette der ÖBB Infrastruktur haben, wurden, ebenfalls im Zuge der Ermittlung der Wesentlichkeit, andere Stakeholder:innengruppen miteinbezogen, weswegen sich die identifizierte Auswirkung auf alle Arbeitskräfte erstreckt. 44 https://unglobalcompact.org/. 135

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