Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG
Nachhaltigkeitsbericht NB 111 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 140 Ziel: Weiterentwicklung Risikoanalyse Bis 2026 soll die Risikoanalyse des ÖBB Konzerns weiterentwickelt werden, um quantitative Daten als Maßnahmenbasis liefern zu können. Status Zielumfang Der Zielumgang bezieht sich auf die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette im Sinne von Vertragspartner:innen. Die bereits erarbeitete Risikoanalyse von Lieferanten basierend auf zugrundeliegenden Branchen und deren Risikoeinschätzungen gemäß externer Quellen wie des UN-Global Compacts, soll basierend auf den ersten erfassten Ergebnissen weiterentwickelt und nachgeschärft werden, damit eine Priorisierung möglich wird. Informationen zum Unternehmensstandort, Branchen sowie Beurteilungsergebnisse externer Nachhaltigkeitsbeurteilungen sollen kombiniert werden, um ein umfassenderes Bild über das soziale Nachhaltigkeitsrisiko einzelner Lieferanten bieten zu können. Dafür wird ein entsprechendes IT-System aufgesetzt und die Daten werden über den Beschaffungsprozess erhoben. Auf Basis erster Ergebnisse sollen Verbesserungen vorgenommen werden, um in weiterer Folge basierend auf getätigten Beschaffungen verstärkt auf soziale Nachhaltigkeitsaspekte in den Beschaffungsbedingungen eingehen zu können. In Umsetzung Methodik Die Zielerarbeitung erfolgte auf Basis der Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse sowie nachgelagerten Stakeholder:innenbefragungen des ÖBB Konzerns. Die Festlegung der Ziele wurde jedoch nicht direkt mit diesen erarbeitet. Auf Basis erster Ergebnisse sollen Verbesserungen vorgenommen werden, um in weiterer Folge basierend auf getätigten Beschaffungen verstärkt auf soziale Nachhaltigkeitsaspekte in den Beschaffungsbedingungen eingehen zu können. Die Nachverfolgung der Leistung erfolgt durch das Zielmonitoring gemäß ESRS S2 MDR-T (siehe Status). Die Ermittlung von Erkenntnissen oder Verbesserungsmöglichkeiten fließen im Laufe der Zielumsetzung auch durch den weiteren Informationseintrag der Stakeholder:innen sowie aus einem Benchmarking mit anderen Unternehmen der Branche ein. Wesentliche Änderungen Es liegen keine wesentlichen Veränderungen zu den Vorjahren vor, da es sich um ein neues Ziel gemäß ESRS handelt. Maßnahme: Einsatz gleichwertiger Nachhaltigkeits- beurteilungen Zur Erhöhung der Transparenz und Qualität in Bezug auf externe Nachhaltigkeitsbeurteilungen, werden unterschiedliche Anbieter auf Gleichwertigkeit geprüft und gegenüber den Lieferanten bis Q4 2025 kommuniziert. Dies stellt sicher, dass die potenziellen Risiken der Wertschöpfungskette und die damit verbundene wesentliche potenzielle Auswirkungen einer Nichteinhaltung des Lieferantenkodex, bereits realitätsgetreu durch Zertifizierung abgebildet sind und für die Unternehmen Ansätze zur Verbesserung abgeleitet werden können. Der Betrachtungsrahmen entspricht den am Markt verfügbaren und gängigen Zertifizierungen. Mit dieser Maßnahme werden die eigenen Praktiken im Bereich der Beschaffung und der Datennutzung verbessert, um wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu reduzieren. In Umsetzung Maßnahme: Implementierung eines IT- Systems zur Sammlung von Nachhaltigkeits- informationen Derzeit befindet sich ein neues IT-System in Umsetzung, in welchem Nachhaltigkeitsinformationen auf Unternehmens- und Produktebene gesammelt werden können. Die ersten Anwendungen der Plattform sollen in den kommenden Jahren jedoch spätestens bis 2027 erfolgen und in weiterer Folge ausgerollt werden. Dies erhöht zukünftig die Transparenz in der vorgelagerten Wertschöpfungskette und optimiert das Risikomanagement. Es stellt die Datenerfassungs- und Managementbasis für die Zielsetzung dar, die dazu beitragen soll die potenzielle Auswirkung klarer abzubilden und ggf. zu minimieren. Der Betrachtungsrahmen entspricht den Lieferanten und die mit diesen im Zusammenhang stehenden Beschaffungen. In Umsetzung Maßnahme: Schulung der Einkäufer:innen Einkäufer:innen des ÖBB Konzerns werden regelmäßig (mindestens jährlich) im Einsatz von Nachhaltigkeitsaspekten geschult. Zusätzlich stehen mehrere Unterlagen zur Verfügung, die wichtige Informationen zur Erhöhung der Nachhaltigkeit in der vorgelagerten Wertschöpfungskette beinhalten (z. B. Handlungsanleitung, Handbücher). Dadurch kann die potenzielle Auswirkung weiter reduziert werden, da neben dem Lieferantenkodex weiterführende Vertragsbestandteile Anwendung finden können. Der Betrachtungsrahmen entspricht den Einkäufer:innen des ÖBB Infrastruktur-Konzerns. In Umsetzung
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