Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG
Nachhaltigkeitsbericht NB 15 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 44 In Bezug auf die aktuellen finanziellen Effekte der wesentlichen Risiken und Chancen des Unternehmens auf seine Finanzlage, Ertragslage und Zahlungsströme und die wesentlichen Risiken und Chance bei denen im nächsten Berichtszeitraum ein erhebliches Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte der im zugehörigen Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten besteht, kann Folgendes berichtet werden. Wenn der ÖBB Infrastruktur-Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrags für die Rückstellung möglich ist, dann werden für diese finanziellen Effekte in der Konzernbilanz Rückstellungen gebildet. Dabei werden bei der Verpflichtung inhärente Risiken und Unsicherheiten berücksichtigt. Weiterführende Informationen dazu werden in Erläuterung 26 zum Konzernabschluss gemacht. Verpflichtungen, deren Höhe nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann oder Verpflichtungen, für die der Abfluss von Ressourcen zur Regulierung der Verbindlichkeit nicht wahrscheinlich ist, werden (sofern nicht die Schutzklausel gemäß IAS7 zur Anwendung kommt) in Eventualverbindlichkeiten (weiterführende Informationen siehe Erläuterung 28 zum Konzernabschluss) dargestellt. Alle übrigen Risiken und Chancen werden außerhalb der bilanziellen Berücksichtigung im Rahmen des Chancen- und Risikomanagement des ÖBB Konzerns, das alle relevanten Geschäftsprozesse und Finanzpositionen begleitet und dessen Ziel es ist, rechtzeitig Chancen und Risiken zu erkennen und proaktiv durch geeignete Maßnahmen zu steuern, festgehalten. Aufgrund der Erstanwendung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS gibt es keine Änderungen bei den wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Vergleich zum vorangegangenen Berichtszeitraum. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern nimmt im Zuge der Offenlegung der erwarteten finanziellen Effekte gemäß ESRS 2 Absatz 48 Buchstabe e die Übergangsbestimmung gemäß ESRS 1 Anlage C „Liste der schrittweise eingeführten Angabepflichten“ in Anspruch. ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen Für die Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zuge der doppelten Wesentlichkeitsanalyse des ÖBB Infrastruktur-Konzerns sowie der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette wurde sich an dem Leitfaden der EFRAG zur Wesentlichkeitsanalyse 27 orientiert. Das Verfahren zur Erhebung unterscheidet sich aufgrund der neuen Anforderungen, wie der Betrachtungsweise, der Ermittlung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie der Einbindung der Interessenträger:innen, grundlegend von der 2021 durchgeführten und zuletzt 2023 evaluierten Wesentlichkeitsanalyse des ÖBB Infrastruktur- Konzerns. Beschreibung des Prozesses Prozessschritte doppelte Wesentlichkeitsanalyse 1 Recherche & GAP-Analyse – Workshops ESRS-Grundlagen & Klärung konkreter Anforderungen – Analysen bestehender Informationen – Identifizierung von bestehenden Lücken 2 Interne Identifizierung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen – Fachexpert:innen (Bottom up) – Workshops & Termine (Top down) – Nachschärfung der Inhalte 3 Stakeholder:innen-Einbindung – Festlegung Stakeholder:innengruppen – Durchführung Stakeholder:innen-Interviews 4 Finalisierung – Vorstandsmitglieder ÖBB Infrastruktur AG – Aufsichtsratsmitglieder ÖBB Infrastruktur AG 27 Implementation Guidance – EFRAG IG 1 Materiality Assessment.
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