Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft NB 36 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 65 E1-2 Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel Die folgenden Konzepte spielen für den ÖBB Infrastruktur-Konzern in Bezug auf die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen eine entscheidende Rolle: Klimaschutz Nr. Konzepte Beschreibung E1- K-1 #INFRA.Mobilitätswende 1) Unter dem Titel #INFRA.Mobilitätswende legt der ÖBB Infrastruktur-Konzern seine strategische Ausrichtung und seine Vision für die kommenden Jahre vor. Abgeleitet von der Vision und den strategischen Zielen baut die Strategie auf sechs strategischen Stoßrichtungen auf. Für die Themen Klimaschutz und Energie ist folgende Stoßrichtung definiert: Energiewende und Klimaschutz – eine grüne Bahn für die Kund:innen: – Wir steigern die Produktion von grünem Bahnstrom durch den Ausbau erneuerbarer Energien – Wir erhöhen die Energieeffizienz im Bahnbetrieb 2) und optimieren in einem beschränkten Ausmaß die Energieeffizienz in Gebäuden – Wir ökologisieren die Anlagenbereitstellung in Bau und Instandhaltung. Prinzipien der Kreislaufwirtschaft werden in allen Prozessschritten mitbetrachtet – Wir reduzieren den CO 2 -Fußabdruck des Unternehmens durch die Dekarbonisierung der Mobilität und der Gebäude, die Elektrifizierung von Strecken und die Prüfung von alternativen Antriebsformen auf Straße und Schiene E1- K-2 #INFRA.Nachhaltigkeits- strategie 1) #INFRA.Nachhaltigkeitsstrategie enthält Stoßrichtungen sowie operative Ziele zu bestimmten Fokusthemen (Kreislaufwirtschaft, Anpassung an den Klimawandel, Dekarbonisierung sowie Biodiversität) und ist eine Ergänzung zur #INFRA.Mobilitätswende. 1) Strategien werden vom Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG beschlossen und finden Anwendung für den ÖBB Infrastruktur-Konzern. 2) Der Begriff Bahnbetrieb im Kontext der Energieeffizienz in der #INFRA.Mobilitätswende inkludiert die Energie, die zur Bereitstellung der Infrastruktur eingesetzt wird, beinhaltet aber nicht die Traktionsenergie der Eisenbahnverkehrsunternehmen. Nähere Informationen zur Strategie des ÖBB Infrastruktur-Konzerns sind im Unterkapitel ESRS 2 SBM-1 erläutert. Konkrete Ziele und entsprechende Zielerreichung sind in Kapitel E1-3 E1-4 zu finden. Nachfolgend werden die wesentlichsten Strategien in den Bereichen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel angeführt. Ausbau erneuerbare Energie Seit 2018 nutzt der ÖBB Konzern ausschließlich Bahnstrom aus 100 % erneuerbaren Energiequellen. Ebenso wurde ab 2019 auch die Drehstromversorgung aller Bahnhöfe, Büros, Werkstätten und anderer Betriebsanlagen auf Strom aus 100 % erneuerbaren Energieträgern umgestellt. Ein maßgeblicher Teil des Stroms, der für den Betrieb benötigt wird, kommt aus neun ÖBB Wasserkraftwerken, vier Partner-Wasserkraftwerken und derzeit mehr als 100 Solarkraftwerken. Seit Ende 2022 speist auch die Windkraftanlage in Höflein in die Oberleitung der Ostbahn (Wien – Budapest) ein. Die restliche Menge des benötigten Stroms wird vom Markt zugekauft und stammt ebenfalls zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen (abgesichert mit Herkunftsnachweisen). Mit sieben Frequenzumformern wird das Bahnstromnetz, welches mit einer Frequenz von 16,7-Hz betrieben wird, mit dem öffentlichen 50-Hz-Netz verbunden. Die Steigerung des Eigenversorgungsgrades mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern steht im Mittelpunkt der 2023 beschlossenen Energiestrategie der ÖBB-Infrastruktur AG. Bis 2030 wird weiterhin verstärkt in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert, um den Eigenversorgungsgrad (Eigenproduktion und Partnerkraftwerke) der Bahnstromversorgung bis 2030 auf 80 % zu erhöhen. Neben den Projekten zum Ausbau der Wasserkraft forciert die ÖBB-Infrastruktur AG auch den weiteren Ausbau bahneigener Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Der mittels 50-Hz-Photovoltaikanlagen erzeugte Strom trägt zur Steigerung des Eigenversorgungsgrades der Gebäude und Betriebsanlagen der ÖBB-Infrastruktur AG bei, im Bereich der 16,7-Hz-Photovoltaikanlagen kann der produzierte Bahnstrom zum Teil direkt in die Oberleitung eingespeist werden. Energieeffizienz Nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen ist das Thema „Energieeffizienz“ für den ÖBB Infrastruktur-Konzern von zentraler Bedeutung. Wie in der Energiestrategie definiert, soll die innerbetriebliche Energieeffizienz bis 2030 um 25 % erhöht werden. Für die Zukunft stellen Optimierungen im Bereich Gebäude und Betriebsanlagen sowie weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die Elektrifizierung des Fuhrparks wichtige Hebel zur Verbesserung der Energieeffizienz dar. 65

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