Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft NB 64 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 93 E5-1 Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Das folgende Konzept spielt für ÖBB Infrastruktur-Konzern in Bezug auf die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Kreislaufwirtschaft [E5-A-1], [E5-F-1] und [E5-A-2] eine entscheidende Rolle. Nr. Konzept Beschreibung E5-K-1 #INFRA.Nachhaltigkeits- strategie *) #INFRA.Nachhaltigkeitsstrategie enthält Stoßrichtungen sowie operative Ziele zu bestimmten Fokusthemen (Kreislaufwirtschaft, Anpassung an den Klimawandel, Dekarbonisierung sowie Biodiversität) und ist eine Ergänzung zur #INFRA.Mobilitätswende. Für Themen der Kreislaufwirtschaft sind folgende Stoßrichtungen in der Strategie formuliert: – Wir optimieren den Ressourceneinsatz, die Ressourcenproduktivität und ermöglichen dadurch eine Reduktion des CO 2 -Fußabdrucks sowie von umweltschädlichen Stoffen [E5-K- 1.1] – Wir integrieren Kreislaufwirtschaft in allen Prozessschritten durch eine Betrachtung der bestmöglichen Ansätze entlang der eigenen Wertschöpfung [E5-K-1.2] – Wir fördern die Kreislaufwirtschaft und verbessern den CO 2 -Fußabdruck durch nachhaltige Beschaffung und setzen dadurch Anreize für Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung entlang unserer Wertschöpfungskette [E5-K-1.3] – Wir fördern den Wissenstand unserer Mitarbeiter:innen durch Schulungsangebote und Weiterbildungen im Bereich Kreislaufwirtschaft [E5-K-1.4] – Wir planen Forschungsprojekte und beteiligen uns an Weiterentwicklungen und Implementierungen innovativer Technologien sowie der Umsetzung von Pilotprojekten zur Ressourcenoptimierung [E5-K-1.5] [E5-1 – 14] *) Strategien werden vom Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG beschlossen und finden Anwendung für den ÖBB Infrastruktur-Konzern. Die übergeordnete Strategie der ÖBB-Infrastruktur AG, die #INFRA.Mobilitätswende (siehe ESRS 2 SBM-1), ist auch für die Strategien im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft relevant. Diese enthält Nachhaltigkeitsaspekte in der Stoßrichtung „Energiewende & Klimaschutz“, welche eine der sechs darin enthaltenen Stoßrichtungen darstellt. Darauf aufbauend wurde die funktionale #INFRA.Nachhaltigkeitsstrategie aufgesetzt. Sie basiert auf der übergeordneten Stoßrichtung der #INFRA.Mobilitätswende, sowie auf den Ergebnissen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse siehe ESRS 2 SBM-1, und den Entwicklungen im Bereich Kreislaufwirtschaft. Dabei wurden sowohl jene auf nationaler Ebene, wie beispielsweise die Kreislaufwirtschaftsstrategie Österreich 37 , sowie auf internationaler Ebene berücksichtigt. Darüber hinaus wurde das „Categorisation System for circular economy“ 38 als Leitfaden angewandt, um im Zusammenhang mit den zuvor erlangten Ergebnissen die Hebel der Kreislaufwirtschaft zu identifizieren. Dabei sind die Kernelemente der Wirtschaftsaktivitäten der ÖBB-Infrastruktur AG vor allem im Bereich „Kreislauffähiges Design und Produktion“ und „Zirkuläre Nutzung“ zu verorten. Hier sind einerseits der Beitrag zur Herstellung von Infrastruktur, welche Kreislaufwirtschaftsstrategien durch Ressourceneffizienz, Langlebigkeit, Funktionalität und Reparierbarkeit fördert, sowie das Verwertungspotenzial der eingesetzten Materialien – sofern zulässig und möglich – als wesentliche Kategorie von Bedeutung. Andererseits stellt auch der Beitrag zur maximierten Nutzung unbeweglichen Anlagenvermögens durch Instandhaltung und der Reinvestitionen bestehender Infrastrukturanlagen einen wesentlichen Beitrag dar. Darauf basierend wurden für die ÖBB-Infrastruktur AG die Stoßrichtungen in obenstehender Tabelle unter [E5-K-1] abgeleitet. Durch eine Optimierung des Ressourceneinsatzes und der Ressourcenproduktivität soll eine Abkehr von der Nutzung von Primärrohstoffen gefördert werden. Dabei soll der Ressourceneinsatz optimiert werden, indem wo es möglich ist, sekundäre Rohstoffe vermehrt eingesetzt werden und bedarfsgerechtes Bauen weiter gefördert wird. Aber auch die verlängerte Nutzungsdauer durch bedarfs- und lebenszyklusorientierte Instandhaltung der bestehenden Infrastrukturanlagen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Einsparung von Primärressourcen und Ressourcenproduktivität. Eine Optimierung der vorhandenen Ressourcen innerhalb der eigenen Wertschöpfung, aber vor allem auch über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg, um einen bestmöglichen Beitrag zu Nachhaltigkeitsaspekten zu leisten, ist dabei ein integraler Bestandteil. Hier steht die Bereitstellung sicherer und resilienter Eisenbahninfrastruktur im Fokus der ÖBB Infrastruktur AG, um die Mobilitätswende und eine weitreichende Ressourceneffizienz der Wirtschaft durch Bahntransport zu ermöglichen. 37 https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/abfall/Kreislaufwirtschaft/strategie.html. 38 https://circulareconomy.europa.eu/platform/sites/default/files/categorisation_system_for_the_ce.pdf. 93

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