ÖBB Geschäftsbericht 2022

110 Konzernlagebericht Mit dem neu konzipierten Entwicklungsangebot stärkt die Konzernpersonalentwicklung teilnehmende Führungskräfte in der Ausübung Ihrer Führungsrolle – diese zielgerichtet, möglichst flexibel und selbstbestimmt auszuüben. Die Entwicklungsinitiativen werden auf drei Ebenen ausgerollt: – E-Learnings als Selbstlernangebote – Lead und Learn als themenflexibles Angebot mit dem Fokus des wechselseitigen Lernens von- und miteinander – Strategie-Zirkel zur Unterstützung in der Entwicklung und Umsetzung eines Zukunftsbildes im eigenen Verantwortungsbereich Alle Angebote werden konzernweit und konzernübergreifend durchgeführt. Mit dieser Initiative setzen wir einen gemeinsamen Beitrag zur Führungskultur und -entwicklung denn die Erweiterung und Sicherung der Wirksamkeit unserer Führungskräfte sind mehr denn je entscheidende Parameter für unseren gemeinsamen Erfolg. Personalentwicklung und Generationenwandel im ÖBB-Konzern Um für die Zukunft gerüstet zu sein, stellen auch die Themenbereiche Personalentwicklung und Generationenwandel einen wichtigen Baustein für den ÖBB-Konzern dar. Näheres dazu finden sie in der nichtfinanziellen Erklärung in den Kapiteln G.15 Generationenwandel und G.17 Aus- und Weiterbildung. F. Chancen- und Risikobericht Das Chancen- und Risikomanagement begleitet alle relevanten Geschäftsprozesse und Finanzpositionen der wesentlichen Konzernunternehmen und versteht sich daher als ein wichtiges Instrument der Unternehmensführung. Ziel ist es, rechtzeitig Chancen und Risiken zu erkennen und proaktiv durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Das soll bestehende und zukünftige Erfolgs- und Wachstumspotenziale absichern. Alle identifizierten Chancen und Risiken werden laufend einer qualitativen und quantitativen Beurteilung unterzogen, vor allem hinsichtlich möglicher Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten. Grundlage dafür sind die fortgeschriebenen Bewertungen oder Erfahrungswerte. Chancen und Risiken sind im ÖBB-Konzern grundsätzlich als Ereignisse oder Entwicklungen definiert, die zu einer positiven oder negativen Ergebnisabweichung gegenüber den Planungsannahmen führen können. Daher erfolgt die Überarbeitung des Chancen- und Risikoportfolios synchron mit den Planungsprozessen. Die verbindliche Konzernrichtlinie und das ebenfalls konzernweit verbindliche Chancen- und Risikomanagement- Handbuch definieren Regeln, Spielräume und Mindestanforderungen des Risikomanagements für alle einbezogenen Unternehmenseinheiten. Das oberste Ziel der Risikopolitik ist die uneingeschränkte Absicherung der Unternehmenstätigkeit. Demnach sollen Risiken nur dann eingegangen werden, wenn ihre Dimension abschätzbar und damit gleichzeitig eine Steigerung der Erträge und des Unternehmenswerts verbunden ist. Ukrainekrise Angesichts der geopolitischen Entwicklungen, vor allem in der Ukraine, führte das zentrale Risikomanagement der ÖBB im Berichtszeitraum zusätzlich zur regulären Risikoinventur konzernweite Ad-hoc-Analysen durch. Maßnahmen wurden definiert und mit Unterstützung der in der ÖBB-Holding AG eingerichteten Krisenkoordination durchgeführt. Darüber hinaus wurden konzernweite Maßnahmen zur Vermeidung von Sanktionsverstößen gesetzt. Dem Aufsichtsrat wurde über Risiken sowie der eingeleiteten Maßnahmen berichtet. Die für die ÖBB relevanten Ungewissheiten und Auswirkungen der aktuellen Situation lassen sich wie bisher den bereits bestehenden Risikokategorien zuordnen. Als wesentliche Unsicherheiten mit potenziell hohen Auswirkungen wurden u. a. identifiziert (Auswahl): – Gestiegene Marktrisiken – Margenreduktion durch gestiegene Energiebeschaffungskosten – Steigende Beschaffungskosten für Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen – Engpässe bei Lieferungen von Erdgas nach Österreich und dadurch bedingtes Inkrafttreten staatlicher Energielenkungsmaßnahmen – Probleme bei den allgemeinen Lieferketten – Cybersecurity | LB51

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