ÖBB Geschäftsbericht 2022

135 Konzernlagebericht Ausblick 2023 Um die Stabilität der Schutzwälder und daher die Schutzfunktion gegenüber Naturgefahren und Bodenerosion weiterhin gewährleisten zu können, erfolgt die Sanierung von Schutzwäldern. Das oberste Ziel liegt dabei darin, durch Aufpflanzen die Wälder zu verjüngen und eine Mischwaldkultur zu fördern. Schutzanlagen gegenüber Naturgefahren werden wie in den Vorjahren als Ergebnis aus der Naturgefahrenhinweiskarte errichtet bzw. infolge des aktuellen Anlagenzustandes bedarfsgerecht reinvestiert. G.3. Emissionen (exkl. CO 2 / Treibhausgase) Managementansatz Der Sektor Verkehr ist in Österreich für etwa 16% der Staubemissionen und für rd. 55% der Stickstoffoxidemissionen (Teil der klassischen Luftschadstoffe) verantwortlich – Hauptverursacher ist der Straßenverkehr. Schallemission ist eine weitere Umweltbelastung, von der sich die Bevölkerung wegen ihrer direkten Wahrnehmbarkeit am meisten betroffen fühlt. Hauptquelle der Schallbelastung ist der Verkehr, wobei der Straßenverkehr auch hier als Hauptlärmerreger dominiert. Die Bahn ist das mit Abstand klimafreundlichste Verkehrsmittel, dennoch verursacht die Bahn auch Emissionen. Neben den Treibhausgasemissionen (Hinweis: THG-Emissionen siehe Kapitel G.1. Klimaschutz) sind klassische Luftschadstoffe wie Stickstoffoxid (NO X )oder Stickstoffdioxid (NO 2 ). Diese entstehen bei Schienen-, Bus- und innerbetrieblichem Verkehr mit Diesel ebenso wie bei Heizungsanlagen im stationären Bereich. Weiters treten beim Betreiben von Bahn und Bus Schallemissionen und Erschütterungen, Staub und Feinstaub sowie Lichtverschmutzung und elektromagnetischer Smog auf. Im Sinne einer nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens wollen die ÖBB alle Arten von Emissionen, die eine Belastung für Mensch und Umwelt darstellen können, reduzieren. Das gilt umso mehr, als diese aufgrund des angestrebten Ausbaus des Schienenverkehrs zunehmen werden. Mit wirkungsvollen Maßnahmen wollen die ÖBB mögliche Belastungen für Anrainer:innen und Natur durch Emissionen minimieren und zugleich den Komfort und die Sicherheit für ihre Kund:innen maximieren. Die wesentlichen ÖBB Themenfelder zur Reduktion von Emissionen sind: – Schallemissionen / Erschütterungen – Klassische Luftschadstoffe (Hinweis: über THG-Emissionen wird im Baustein Klimaschutz speziell berichtet) – Lichtverschmutzung / elektromagnetische Felder Verminderung von Schallemissionen und Schutz vor Erschütterungen / Vibrationen Schienenverkehr ist ein wesentlicher Teil der klimafreundlichen Mobilität. Bahnschall ist die „Achillesferse“ in der Akzeptanz als klimafreundliches Verkehrsmittel, vor allem im Bereich Güterwagen. Daher steigern „leise Züge“ die Akzeptanz der anrainenden Bevölkerung zur Bahn. Es ist erklärtes Ziel der ÖBB, Belastungen durch Schallemissionen und auch Belastungen durch Erschütterungen (Vibrationen) für die Anrainer:innen von Bahnstrecken noch weiter zu senken und den Fahrkomfort für Fahrgäst:innen (z. B. Nachtzug) noch weiter zu erhöhen. Zur Erreichung dieses Zieles ist die Systemsicht bestehend aus der Interaktion von Infrastruktur und Fahrzeugen von entscheidender Bedeutung. Weitere wesentliche Maßnahmen. Anpassung an den Klimawandel (Auszug) Hochwasserbetroffenheit | Pläne Grundlage für die Bewertung von Hochwasserschutzprojekten von Dritten. Präventive Baumentfernung – „Bahnniederwald“ | Mit der präventiven Baumentfernung sollen Beeinträchtigungen der Bahn durch Äste oder umstürzende Bäume bei Stürmen und Gewittern bestmöglich reduziert werden. Pflanzen von Obstbäumen | Um natürliche Schattenplätze zu schaffen und als CO 2 - Senke zu dienen. Baumpatenschaften | Ein Kundenversprechen zum Emissionen sparen. LB76 |

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