ÖBB Geschäftsbericht 2022
137 Konzernlagebericht Lichtverschmutzung und elektromagnetische Felder Lichtquellen wie beispielsweise Bahnhofsbeleuchtungen und beleuchtete Werbetafeln sind künstliche Lichtquellen und haben teilweise spürbare Auswirkungen auf das Leben von Tieren, Pflanzen und Menschen. Andererseits sind ausreichend beleuchtete Verkehrsflächen auch maßgeblich für die Sicherheit unserer Kund:innen, Mitarbeiter:innenund für den Bahnbetrieb. Beim Thema Reduktion von Lichtverschmutzung ist sensibles Vorgehen gefragt, dasselbe gilt für die Reduktion elektromagnetischer Felder unter Berücksichtigung aller Interessen. Der Einsatz von elektrischer Energie zur Bahnstromversorgung und der Betrieb elektrischer Anlagen (z. ௗ B.: 16,7-Hz-Anlagen, Umspann- bzw. Umrichterwerke, Freileitungs- bzw. Oberleitungsanlagen) kann elektromagnetische Emissionen verursachen. Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen können erforderlich sein um Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Anrainer:innen zu schützen. Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder können in vielen beruflichen Situationen der ÖBB gegeben sein – sogar bei Büroarbeitsplätzen. Die ÖBB sind von diesem Themenfeld vielfältig betroffen – die Minimierung und der Schutz vor elektromagnetischen Feldern ist daher ein wichtiges Ziel. Zielsetzungen – Minimierung von Lichtverschmutzungen – unter Berücksichtigung des sicheren Bahnbetriebs. – Reduktion der Einwirkung elektromagnetischer Felder auf Betroffene (Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Anrainer:innen). Lichtverschmutzung – Optimaler Einsatz von Beleuchtungen – unter Berücksichtigung eines sicheren Bahnbetriebs. – Einsatz geeigneter Leuchtmittel (z. ௗ B. Ersatz von Quecksilber Hochdrucklampen) und sinnvolle Planung / Umsetzung von Beleuchtungen (z. ௗ B. Verzicht auf direkte Lichtemissionen nach oben) – bringt zusätzliche Möglichkeit Energie zu sparen. – Einsatz von Insektenfreundlichen Leuchtmittel (Farbtemperatur kleiner 3000K) in nicht sicherheitsrelevanten Bereichen. – Einsatz von Lampen der Schutzart IP 65 und höher. Damit ist die direkte Berührung von Insekten mit dem Leuchtmittel ausgeschlossen. Elektromagnetische Felder – Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf Betroffene (Mitarbeiter:innen, Kund:innen, Anrainer:innen) gering halten v. ௗ a. bei Anlagen zur Bahnstromversorgung beziehungsweise beim Betrieb elektrischer Anlagen. – Bei sonstigen Prozessen (Bau- und Instandhaltungsprozesse bis hin zu Büroarbeitsprozessen). Im Rahmen von Neubauten und Umbauten größeren Umfangs werden EMV Gutachten (EMV = elektromagnetische Verträglichkeit) bzw. EMV Untersuchungen durchgeführt, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu untersuchen und mit geeigneten Maßnahmen zu minimieren. Es werden standardmäßig bei Neubauten und Umbauten Rückleiter zur Minimierung der elektrischen Felder eingesetzt. In Bereichen sensibler Nutzung werden projektspezifische Festlegungen zur Minimierung der elektrischen Felder getroffen (z. B. öffentliche Parkanlage am Schedifka Platz). Wichtige Kennzahlen auf einen Bick 2021 2022 Lärm Schallschutzwände (km) 948 960 Schallschutzdämme (km) 65 65 Infrastrukturseitige Investitionen in Schallschutz (Mio. EUR) 5,6 4,7 Güterwagen mit LL-Sohle (lärmarme Bremssohlen) im Bestand der RCA (Stk.) 15.256 16.476 Güterwagen mit LL-Sohle (lärmarme Bremssohlen) im Bestand der RCH (Stk.) 3.319 4.584 Emissionen Anzahl der Busse der Normklassen Euro2 und Euro3 im Bestand PB (Stk.) 4 2 Anzahl der Busse der Normklasse Euro4 im Bestand PB (Stk.) 41 8 Anzahl der Busse emissionsärmerer Normklassen Euro5 / EEV und Euro6 (Stk.) 2.447 2.511 Menge an Stickstoffoxiden (NO X ) durch Dieselverbrauch in Österreich (t) *) 1.080 1.147 *) grober Berechnungsansatz unter Anwendung eines NO X -Durchschnittswertes je Liter Diesel laut Umweltbundesamt; NO X -Emissionsfaktor für Diesel 2022 aktuell noch nicht verfügbar, NO x für 2022 wurde auf Basis des Emissionsfaktors 2021 berechnet. LB78 |
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