ÖBB Geschäftsbericht 2023
Konzernlagebericht 112 Zielsetzungen CO 2 -neutraler ÖBB Mobilitätsbereich bis 2030 (Scope 1 und 2 – ohne Gebäude) Mobilität Die ÖBB haben im Rahmen der Klimaschutzstrategie sechs Stoßrichtungen definiert, um im Bereich Mobilität die Emissionen weiter zu senken sowie die Verkehrsverlagerung weiter zu forcieren, diese sind: – Elektrifizierung von Strecken: Anhebung des Elektrifizierungsgrades auf 85% bis 2030 und auf 89% bis 2035 – Alternative Antriebe – Schiene: schrittweise Umstellung der verbleibenden Dieselflotte auf alternative Antriebstechnologien – Alternative Antriebe – Straße: In Abstimmung mit den Auftraggebern der Verkehrsdienstleistungen (Leistungsbesteller) erfolgt eine schrittweise Umstellung der Postbusflotte auf Elektro- und Wasserstoffbusse. Restlicher ÖBB Straßenfuhrpark (Dienst- und Nutzfahrzeuge) wird sukzessive auf alternative Antriebe umgestellt: Pkw- Flotte ≤ ௗ 3,5 t bis 2030 zu 100% elektrifiziert und ÖBB Gesamtflotte bis 2030 zu 61% elektrifiziert. – Erneuerbare Energien: Steigerung des ÖBB Eigenversorgungsgrads (Eigenproduktion + Partnerkraftwerke) auf 80% im Bahnstrombereich bis 2030 – Energieeffizienz: Hebung von definierten Energieeinsparungspotenzialen: Einsparpotenzial bis 2030 im Bereich Mobilität in Höhe von Ĭ ௗ 180.000 MWh (Planungsstand Ende 2022) – Erhöhung der Auslastung im Verkehr (inkl. Ausland): Forcierung auslastungssteigender Maßnahmen im ÖBB Personen- und Güterverkehr CO 2 -Neutralität im Konzern 2040 – 2050 (Scope 1, 2 inkl. Gebäude sowie Scope 3) in unterschiedlichen Anwendungstiefen Gebäude Neben dem Mobilitätsbereich sind auch im Bereich Gebäude (inkl. ortsfester Anlagen) die Ziele klar gesteckt (Fokus: AT): – Dekarbonisierungspfad „Gebäude“: Umsetzung der definierten Schwerpunkte: Ausstieg aus ölbefeuerten Heizanlagen bis 2030 Ausstieg aus Fossilgas-Heizanlagen bis 2034 – Umsetzung Gebäudeoptimierungsplan Konzern 2030 / 2040 bestehend aus Gebäudenutzungsplan und Gebäudereinvestitions- / -sanierungsplan (erste Version des Plans wurde bis Ende 2023 erarbeitet), Konzernpolicy zur Energieträgerauswahl in Gebäuden im Konzern ausrollen Scope 3 Die Scope 3 – Emissionen aus der Vorkette bzw. Wertschöpfungskette sind auch bei den ÖBB ein komplexer Themenbereich. Umso wichtiger ist es auch hier zielgerichtet vorzugehen (teilweise inkl. Ausland): – Bilanzierung der Scope 3-Emissionen der ÖBB gezielt erweitern beziehungsweise weiterentwickeln (Erweiterung Teilkategorien, THG-Bilanzierung aus der Beschaffung anhand von Primärdaten prüfen und forcieren) – Reduktionsmaßnahmen entlang der definierten Toptreiber aus der Beschaffung bzw. für weitere große Scope 3- Verursacher prüfen und setzen Weitere Verkehrsverlagerungen durch Attraktivierung des Systems und durch Steigerung der Kapazität – sowohl durch konventionellen Ausbau als auch durch Nutzung neuer Technologien (Verdoppelung der Kapazität bis 2040) Infrastruktur Um die erforderliche Verlagerung von Verkehren auf die Schiene zu ermöglichen, wollen die ÖBB die Leistungsfähigkeit der Bahn bis 2040 verdoppeln. Personenverkehr – Angebot erweitern: der Nah-, Regional-, und Fernverkehr wird konsequent ausgebaut. – Mobilitätskette: integrierte Mobilität weiter forcieren (First und Last Mile, ÖBB 360 …). – Qualität weiter steigern: z. ௗ B. Pünktlichkeit verbessern, Barrierefreiheit gewährleisten. | LB67
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