ÖBB Geschäftsbericht 2023

Konzernlagebericht 120 CO 2 -Ausgleich (CO 2 -Offset) Im Berichtsjahr 2023 entstandene THG-Emissionen aus dienstlich notwendigen Flugreisen (Scope 3-Emissionen aus Geschäftsreisen) und Scope 1, Scope 2 und Scope 3-Emissionen aus den Warenlagern der Rail Cargo Group in Lenzing und in Freudenau werden 2024 im Nachhinein kompensiert. Entwicklung der Emissionen im Jahr 2023 Die Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2) des ÖBB Mobilitätsbereichs in Österreich haben sich im Jahr 2023 auf rd. 219.000 Tonnen reduziert (Vj: rd. 226.000). Im Schienenverkehr sind die Treibhausgasemissionen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rd. 6.600 Tonnen gesunken. Im Personenverkehr ist das auf die gestiegenen Verkehrsleistungen durch E-Traktion und auf einen Rückgang des Dieselverbrauchs zurückzuführen. Die Reduktion der THG-Emissionen im Güterverkehr ist v.a. dem Rückgang der Verkehrsleistungen zuzuschreiben. Beim Postbus konnten die THG-Emissionen trotz Anstiegs bei der Verkehrsleistung auf gleichem Niveau wie 2022 gehalten werden (durch höhere Auslastung und durch erste positive Effekte aus dem Betrieb von E-Bussen). Im innerbetrieblichen Verkehr konnte der Dieselverbrauch im Fuhrpark der Rail Equipment GmbH und CoKG 2023 im Vergleich zu 2022 um rd. 180.000 Liter reduziert werden. Die THG-Emissionen 2023 im Bereich Gebäude sind von rd. 49.300 Tonnen im Jahr 2022 auf rd. 44.400 Tonnen gesunken. Vor allem bei Wärme (fossil) ist ein größerer Rückgang der Emissionen zu verzeichnen. Der schon 2019 / 2020 gestartete Heizölausstieg, der schrittweise Ausstieg aus Fossilgas und auch die Energiesparoffensive, ausgelöst durch Energieknappheit und Teuerung zeigen diesbezüglich positive Effekte. Die dargestellten THG-Emissionen zu Scope 3-Teilkategorien sind teilweise bereits konkret berechnet und zum Teil aber noch hochgerechnet. Eine Entwicklung 2023 zu 2022 ist daher nur bei schon konkret angegebenen Teilkategorien im Detail darstellbar. Der erkennbare leichte Emissionsanstieg ist hauptsächlich auf gestiegene Emissionen aus der Abfallentsorgung zurückzuführen, teils auch durch Anstieg einzelner Emissionsfaktoren im Scope 3. Zusätzlich wird mit „vermieteten und verleasten Sachanlagen“ auch eine weitere Scope 3-Teilkategorie erstmals berichtet. Entwicklung der spezifischen Emissionsfaktoren und gesamter CO 2 -Spareffekt der ÖBB Verkehrsleistungen in Österreich Der gesamte CO 2 -Spareffekt durch die ÖBB Verkehrsleistungen (Bahn und Bus) in Österreich beträgt im Jahr 2023 rd. 4,2 Mio. t (2022: rd. 4,0 Mio. t). Dieser Wert konnte vorwiegend aufgrund des Anstiegs der ÖBB Verkehrsleistungen im Personenverkehr und beim Postbus im Berichtsjahr 2023 weiter verbessert werden. Das Vor- Corona-Niveau 2019 mit einem CO 2 -Einspareffekt von rd. 4,2 Mio. t wurde daher 2023 wieder erreicht. THG-Emissionen: Spezifischer Fußabdruck von Bahn und Bus in Österreich Spezifische CO 2 -eq Emissionen im Bereich Mobilität (inkl. Verschub)* ) 2023 2022 Ziel 2028 CO 2 -eq im Personenverkehr Schiene in Gramm pro Personenkilometer 4,91 5,71 4,96 CO 2 -eq im Güterverkehr Schiene in Gramm pro Tonnenkilometer 3,05 2,89 2,76 CO 2 -eq im Postbusverkehr in Gramm pro Personenkilometer 54,2 59,8 58,0 *) Mit Zielsetzungen auf Basis des Sustainable Finance Framework 2023, GRI 2-4. ERLÄUTERUNG: Vergleichswerte 2021 laut Umweltbundesamt: Pkw: 218,7 g / Pkm, Flugzeug (inkl. RFI)*: 501,6 g / Pkm, Lkw: 88,8 g / tkm. Vergleichswerte aus der aktuellen Österreichischen Luftschadstoffinventur (OLI) für 2022 liegen laut Umweltbundesamt voraussichtlich erst im Mai 2024 vor. *Wert für kurze Langstrecke. Weitere wesentliche Maßnahmen Klimaschutz (Auszug) Grüne Flotte für modernste Instandhaltung | Die ÖBB-Infrastruktur AG investiert in emissionsfreie Hochleistungs-Instandhaltungsfahrzeuge. Innovative Grünstrom Produktion | Die ÖBB bauen ihre umweltfreundliche Stromproduktion mit neuen Fotovoltaikanlagen weiter aus. Kraftwerk „Obervellach II“ voll auf Kurs | Ab Sommer 2024 wird hier grüner Bahnstrom produziert. Vom Rettungszug zum Servicejet | Die neuen Servicejets der ÖBB revolutionieren die Rettungs- und Löscharbeiten im Netz der ÖBB-Infrastruktur. ÖBB-Infrastruktur AG gewinnt Ö3-Verkehrsaward | Auszeichnung für weltweit erste Bahnstrom-Windenergieanlage. Neues Abfallwirtschaftsgesetz verlagert 200.000 Tonnen auf die Schiene | Mit der Novellierung des Abfallwirtschaftsgesetzes in Österreich ergeben sich neue Chancen für den Bahntransport und die Rail Cargo Group. | LB75

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