ÖBB Geschäftsbericht 2023
127 Konzern- lagebericht Highlights 2023 Strategische Lärmkartierung Rollende Räder erzeugen Schall aufgrund physikalischer Gesetze, die sich nicht außer Kraft setzen lassen. Die ÖBB unternehmen jedoch alles, um Schallemissionen des Schienenverkehrs einzudämmen und zu verringern. Im Zuge der europäischen Strategischen Lärmkartierung erfolgte planmäßig die alle fünf Jahre erforderliche Vorlage der österreichweiten Lärmkarten (vgl. www.laerminfo.at – Lärmkarten / Schienenverkehr). Erstmalig kam die europaweit einheitliche Berechnungsmethode zum Einsatz. Auf der Grundlage der strategischen Lärmkartierung werden im kommenden Jahr auf Basis des Artikels 8 der EU-Umgebungslärmrichtlinie und ihrer nationalen Umsetzung die Aktionspläne erstellt, die bis 2024 der Europäischen Kommission vorzulegen sind. Wirkungsvolle Schutzmaßnahmen Im Zuge der Schallsanierung bei Bestandsstrecken werden Schallschutzwände und Schallschutzfenster errichtet und gefördert. Bei Neu- und Ausbaustrecken werden Schallschutzmaßnahmen von Beginn an mitberücksichtigt und umgesetzt. Dadurch befanden sich im Jahr 2023 im Netz der ÖBB-Infrastruktur AG auf 4.935 km Streckenlänge 1.036 km an Schallschutzwänden und Schallschutzdämmen. Im Berichtsjahr 2023 wurden daher zusätzliche 11 km Schallschutzwände errichtet. Postbus: Weitere Forcierung emissionsarmer Busse 2.478 Busse der emissionsärmeren Normklassen Euro 5 / EEV und Euro 6 stehen Ende 2023 im Bestand der Österreichischen Postbus Aktiengesellschaft. Das sind um 33 Stück weniger als Ende 2022. Um klassische Luftschadstoffe und auch Lärmemissionen zu verringern, ist eine umweltfreundliche Fahrweise gefragt. Bei Postbus sind alle Lenker: innen geschult, die Busse so effizient wie möglich zu fahren. Um die sogenannte Spritsparampel wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken, wurde 2023 eine Plakatkampagne an den Dienststellen ausgerollt. Alternative Antriebsformen verursachen nicht nur weniger klassische Luftschadstoffe, sondern sie sind auch leiser im Betrieb, auch aus diesem Grund ist eine Forcierung der Umstellung das Ziel. Die Einhaltung geltender technischer Normen und Standards bei der Neuanschaffung von Verbrennungsfahrzeugen wie etwa Bussen ist die wesentliche Grundvoraussetzung, um beispielsweise klassische Luftschadstoffe (NO 2 , NO X ) im Verkehr zu reduzieren oder zu begrenzen. Ausblick 2024 Die Zukunft der leisen Gleise Zukunftsthemen zur Verringerung von Schallemissionen durch die Bahn werden im Rahmen von Forschungsprojekten bei der ÖBB-Infrastruktur AG erarbeitet: Diese betreffen sowohl die systematische und langfristige Testung von Oberbaukomponenten als auch Erhebungen zu wechselseitigen Abhängigkeiten Fahrzeug – Fahrweg in schalltechnischer Hinsicht. Weiters werden längerfristige Prognosen in schalltechnischer Hinsicht erarbeitet. Sie berücksichtigen künftige Entwicklungen wie beispielsweise Verkehrsprognosen (vgl. VPÖ 2040+) bzw. verkehrspolitische Pläne (vgl. Mobilitätsmasterplan 2030). Heizölausstieg Umsetzung weiterer Umbauten für den Ausstieg aus ölbefeuerten Heizungsanlagen bis 2030, siehe Kapitel G.1. Weitere wesentliche Maßnahmen Emissionen (exkl. CO 2 ) (Auszug) Abnahme von Schallemissionen an der Wörthersee-Bahnstrecke | Regelmäßige Messberichte zeigen eine kontinuierliche Reduktion von Schallemissionen der Bahn am Wörthersee und unterstreichen damit die Wirksamkeit laufend gesetzter Maßnahmen. LB82 |
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