ÖBB Geschäftsbericht 2023
133 Konzern- lagebericht Weitere wesentliche Maßnahmen Ressourcenmanagement (Auszug) Kreislauffähige Uniformen | Projekt mit dem Ziel, die für Uniformen eingesetzten Textilien länger im Kreislauf zu halten und somit das Abfallaufkommen zu reduzieren. Sanierung Ölabscheider | Um eine potenzielle Kontamination des Bodens durch fossile Treibstoffe im Bereich von Dieseltankstellen zu verhindern, wurde die Sanierung von Ölabscheidern an zwölf Standorten der ÖBB-Produktion Gesellschaft mbH initiiert. Saubere Gleisanlagen | 2023 wurde am Stützpunkt Knittelfeld verunreinigter Schotter durch sauberes Material ersetzt, um Boden und Grundwasser vor Dieseltreibstoff-Verunreinigungen zu schützen. Rangierzettel ade | Die Rail Cargo Group informiert seit August 2022 digital über ladungsbezogene Einschränkungen sowie spezielle Sendungen bei nationalen Transporten. Dies spart jährlich rd. 56.000 Bezettelungen ein und bedeutet Kosteneffizienz sowie Ressourcenschonung. Weg mit Mikroplastik aus der Reinigung | Im Zuge dieses Projektes der ÖBB- Operative Services GmbH & Co KG wurden gemeinsam mit Student:innen bei Reinigungsprodukten die Inhaltsstoffe und die eingesetzten Kunststoffmaterialien sowie deren Auswirkung auf Mensch und Umwelt analysiert. Zusätzlich wurden alternative Reinigungsprodukte gesucht. Aufgrund des hohen Potenzials zur Reduktion von Mikroplastik wird das Forschungsprojekt in den nächsten Jahren ausgebaut. G.5. Biodiversität und Artenvielfalt GRI 413-1 Managementansatz Um ihren Kund:innen österreichweit ein flächendeckendes Bahnangebot bieten zu können, betreiben die ÖBB ein Streckennetz mit knapp 5.000 km. In Summe sind das rd. 10.000 km Bahngleise, die durch und in die Natur führen. Diesem Eingriff steht der Umstand gegenüber, dass Bahnstrecken (mittlerweile) aber auch wichtige Lebensräume und Rückzugsgebiete für Pflanzen und Tiere sind. Zudem sind die ÖBB überzeugt, dass ein intakter Lebensraum eine gute Lebensqualität für alle Menschen sichert. Als Klimaschutzunternehmen wollen die ÖBB auch zur Wahrung der biologischen Vielfalt im Land beitragen, da Klimaentwicklung und Biodiversität sich auch gegenseitig beeinflussen. Negative Auswirkungen auf die Umwelt sollten so gering wie möglich gehalten werden, um natürliche Lebensräume zu sichern. Die Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz erfolgt bereits bei der Planung von Bau- und Erhaltungsmaßnahmen auf Grundlage der entsprechenden Bundes- und Landesgesetze. Notwendige Eingriffe in Natur und Landschaft werden so umgesetzt, dass möglichst wenige negative Auswirkungen durch Vermeidungs-, Verminderungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen entstehen. Darüber hinaus unterstützen die ÖBB zahlreiche Natur- und Artenschutzprojekte, die den Erhalt der biologischen Vielfalt fördern. Das Thema „Artenvielfalt und Biodiversität“ ist zudem Inhalt bewusstseinsbildender Trainings und von Fortbildungen. Zielsetzungen – Die mobilitäts- und infrastrukturbezogenen Ziele und Maßnahmen aus der Biodiversitäts-Strategie Österreich 2030+ werden in enger Abstimmung mit dem BMK umgesetzt. – Die ÖBB wollen in der Vegetationskontrolle auf Gleisanlagen den Einsatz von chemischen Herbiziden weiter reduzieren. – Die ÖBB wollen bei ihren Mitarbeiter:innen die Bewusstseinsbildung zum Thema „Artenvielfalt und Biodiversität“ vorantreiben. – Zur Schaffung und Verbesserung von Lebensräumen an und um die Bahn wollen die ÖBB im Rahmen der Möglichkeiten gezielte Initiativen umsetzen. – Arten- und Naturschutzmaßnahmen sollen im Einklang mit den betrieblichen Anforderungen der Bahn verwirklicht werden. LB88 |
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