ÖBB Geschäftsbericht 2023

Konzernlagebericht 160 Arbeitssicherheit Im Berichtsjahr 2023 waren im ÖBB-Konzern vier tödliche Arbeitsunfälle zu beklagen. Die Unfälle betrafen einen ÖBB Mitarbeiter und drei Mitarbeiter:innen eines externen Unternehmens. Bei den in Österreich beschäftigten Mitarbeiter:innen wurden 1.260 (+117 | Vj: 1.143) arbeitsbedingte Verletzungen dokumentiert. Die Arbeitsunfallrate ASVG blieb mit 17,1 (-0,5 | Vj: 17,6) im Jahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahrs. Die Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen ist gegenüber dem Jahr 2022 gestiegen (+1,6 | 2023: 20,3 | Vj: 18,7). Bei den im Ausland beschäftigten Mitarbeiter:innen wurden 47 (-13 | Vj: 60) arbeitsbedingte Verletzungen dokumentiert. Daraus ergibt sich eine Rate von 7,5 für dokumentierbare arbeitsbedingte Verletzungen im Ausland. GRI 403-9 Die Verletzungsart „Stürzen / Fallen“ war im Jahr 2023 im ÖBB-Konzern am häufigsten vertreten. Die Maßnahmen zur Reduzierung der Arbeitsunfälle werden entlang der Verletzungsbereiche gesetzt. 2023 wurde in der Arbeitssicherheit der Fokus auf die hintergründige Ursachenanalyse nach Arbeitsunfällen gelegt. Hierzu wurde ein Fragenkatalog zur gezielten Abfrage verschiedener Einflussfaktoren entwickelt, um eine strukturierte Unfallanalyse durchführen zu können. Erste Auswertungen werden für das Jahr 2024 erwartet GRI 403-2 Weiters setzen die Konzerngesellschaften der ÖBB auf verschiedene Systeme zur Begleitung neuer und junger Mitarbeiter:innen. Das sind beispielsweise sogenannte Mentor:innen- beziehungsweise Pat:innenmodelle, mit dem Ziel, die Mitarbeiter:innen bestmöglich auf ihre zukünftige Tätigkeit vorzubereiten. So wurde für neue Verschubmitarbeiter:innen ein Mentor:innensystem eingeführt. Dadurch soll eine Sensibilisierung für den gesamten Verschubablauf erreicht werden und in der Folge eine Reduktion von Vorfällen im Verschubbereich. Ganz konkret wird der Fokus auf das Thema „Aufmerksamkeit“ gelegt sowie verstärkt an den Vorläuferereignissen, welche Unfälle begünstigen können, gearbeitet. GRI 403-5, 403-7 Die arbeitsmedizinische und arbeitspsychologische Betreuung erfolgt seit vielen Jahren durch den ÖBB Partner „Wellcon Gesellschaft für Prävention und Arbeitsmedizin GmbH“ und steht allen Mitarbeiter:innen zur Verfügung. Die Arbeitsmediziner:innen arbeiten eng mit konzerneigenen Sicherheitsfachkräften zusammen und prüfen gemeinsam – im Rahmen regelmäßiger Begehungen – die Einhaltung der Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften. Die Beratungsthemen umfassen sowohl psychische als auch physische Belastungen und Beanspruchungen. In Kooperation mit der Versicherungsanstalt öffentlicher Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) bietet die WELLCON eine berufsorientierte Gesundenuntersuchung (GUB) an. Mehr dazu im Abschnitt Gesundheit. GRI 403-2, 403-3, 403-6 Arbeitssicherheitsindex* ) (ASX) für der Gesellschaften im Sustainable Finance Framework GRI 2-4 2023 2022 Ziel 2030 ÖBB-Personenverkehr AG 27,4 20,6 17,7 Rail Cargo Austria AG 3,8 1,9 14,5 Österreichische Postbus Aktiengesellschaft 11,2 11,5 14,5 ÖBB-Technische Services-Gesellschaft mbH 23,4 26,2 22,5 ÖBB-Produktion Gesellschaft mbH 30,8 27,2 27,5 Rail Equipment GmbH & Co KG 0 0 14,5 *) 1.000-Personen-Quote: Arbeitsunfallrate in Arbeitsunfällen von ÖBB Mitarbeiter:innen mit mind. drei Ausfalltagen gemäß ASVG pro 1.000 Mitarbeiter:innen. | LB115

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