ÖBB Geschäftsbericht 2023
175 Konzern- lagebericht Dies beinhaltet vier Schwerpunkte: – Die Mitarbeiter:innen haben das Recht, ohne Zwang den Beschäftigungsbedingungen zuzustimmen, und sie können ihr Arbeitsverhältnis mit angemessener Kündigungsfrist jederzeit freiwillig beenden. – Kinderarbeit, Menschenhandel sowie Zwangsarbeit werden in den Aktivitäten der Rail Cargo Group in keiner Weise betrieben, unterstützt noch toleriert. – Der unfreiwillige Dienst eines Beschäftigten, die Ausbeutung von Kindern sowie deren Einsatz für gefährliche Arbeiten, körperliche Bestrafung oder Missbrauch werden nicht geduldet. – Mitarbeiter:innen sind in ihrer Position ausnahmslos legal beschäftigt. Es wird sichergestellt, dass die örtlichen Gesetze für die Beschäftigung, das Studium, ein Praktikum oder eine Lehrstelle eingehalten werden. Zur Weiterentwicklung dieser Menschenrechtspolitik und Umsetzung in Maßnahmen wurde im Jahr 2020 in der Rail Cargo Group eine Risikoanalyse für Menschenrechtsverletzungen durchgeführt. Dort, wo Schwerpunkte identifiziert wurden, wurden auch Maßnahmen definiert. Eine der Maßnahmen, Sensibilisierung und Training zum Thema „Menschenrechte innerhalb des Unternehmens“, wurde 2021 ausgerollt. Im Jahr 2023 hat eine Überprüfung der Risikoanalyse 2020 stattgefunden. GRI 2-23 Wahrung von Menschenrechten in der Lieferkette Zusätzlich zu den bestehenden AGBs wurde 2021 im Zuge eines Projekts des Strategischen Konzerneinkaufs ein Verhaltenskodex für Lieferanten implementiert. Aufgrund dieser Verpflichtung werden seit 2022 100% der Neuverträge mit Lieferanten unter Einhaltung ethischer Grundsätze und allgemeiner Prinzipien über die ÖBB Einkaufsplattform abgeschlossen. Dazu zählen unter anderem die Vermeidung von Korruption und wettbewerbswidrigem Verhalten, die Wahrung der Menschenrechte und die Förderung von Diversität und Gleichbehandlung wie auch das Verbot von Zwangsarbeit. Zusätzlich werden von den strategischen Lieferanten im Rahmen der unabhängigen CSR-Bewertung Nachweise eingeholt und Informationen zur Verbesserung des Managementansatzes geteilt. GRI 308-1 Weitere wesentliche Maßnahmen Compliance | Transparenz | Datenschutz | Menschenrechte (Auszug) DATENSCHUTZ Aktualisierung Risikobewertung zum Datenschutz TRANSPARENZ Umweltdaten extern geprüft | 2023 wurde damit begonnen, ein internes Kontrollsystem für die wichtigsten Umweltdaten der Rail Cargo Group auszurollen. Dabei wird ein externer Partner (TÜV SÜD) damit beauftragt, im Zuge der externen Audits nach ISO 14001 nach einem risikobasierten Ansatz die Ermittlung der Umweltdaten vor Ort, am Standort bzw. in der Gesellschaft zu erheben und die Plausibilität zu verifizieren. Vertrauliches Meldewesen und Hinweisgeber:innensystem | Das vertrauliche Meldewesen ermöglicht seit April 2023 allen Mitarbeiter:innen der Rail Cargo Group in Österreich das vertrauliche Einmelden von Sachverhalten zu Themen wie „Arbeiternehmer:innenschutz“, „Umwelt“, „Abfall“, etc. sowie Sachverhalte, die über Regelprozesse nicht abgebildet werden können, ergänzt das Hinweisgeber:innensystem, das allen Stakeholder:innen zur Verfügung steht. COMPLIANACE Optimierung Verhalten und Regelkonformität & Compliance als Bestandteil der ÖBB Unternehmenskultur Vorschriften und Verfahren | Detaillierte Erläuterungen zum Code of Conduct und zu den damit verbundenen externen Rechtsvorschriften. Persönliche Schulungen | Durchführung von umfassenden Präsenzschulungen und Videokonferenzen für Mitarbeiter:innen (inkl. Lehrlinge) im ÖBB-Konzern. E-Learning Compliance | Anhand von Beispielen aus dem Berufsalltag wird die teilweise komplexe Materie der Prävention von Wirtschaftskriminalität und Korruption praxisnah erklärt. Das E-Learning wird Mitarbeiter:innen zur Verfügung gestellt und ist unter anderem auch im Onboarding-Prozess etabliert. 2023 wurde es in ungarischer Sprache ausgerollt. LB130 |
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