ÖBB Geschäftsbericht 2023
Konzernlagebericht 186 G.15. Generationenwandel Managementansatz In den nächsten Jahren wird rund ein Fünftel der Mitarbeiter:innen die ÖBB altersbedingt verlassen. Deshalb suchen die ÖBB jedes Jahr rd. 3.000 neue Mitarbeiter:innen. Dieser Generationenwandel bringt viele Herausforderungen mit sich, aber auch Chancen. Darüber hinaus wollen die ÖBB grundsätzlich allen Generationen, die im Unternehmen arbeiten, ein attraktives und produktives Arbeitsumfeld bieten. Bereits jetzt arbeiten schon vier Generationen gleichzeitig im Unternehmen - von den Babyboomern bis zu den Generationen X, Y und Z. Sie bringen unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche an ihren Arbeitsplatz mit. Und für sie alle müssen sich die ÖBB langfristig als Toparbeitgeber positionieren – das ist eine wesentliche Voraussetzung, um als Mobilitätsdienstleister Nummer 1 alle Aufgaben optimal erfüllen zu können. Die ÖBB haben für diesen massiven Wertewandel professionelle strategische Tools und Angebote entwickelt. So sollen möglichst viele Mitarbeiter:innen für das Unternehmen begeistert und langfristig gehalten werden. Damit kann auch die Arbeitsqualität und -produktivität verbessert und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Denn das Unternehmen muss fit sein für den Sprung in eine digitalisierte Berufswelt und einen voll liberalisierten Markt. Zielsetzungen – Es gibt bei den ÖBB seit 2019 konzernweit die Möglichkeit alle Mitarbeiter:innen, die über ein für das Unternehmen erfolgskritisches Fach- und Erfahrungswissen verfügen, systematisch zu erheben. – 2023 wurden weitere Wissenstransfer-Coaches ausgebildet und auch die konzernweite Vernetzung sowie die Vertiefung des Fachwissens werden weiter ausgebaut. Ergänzend dazu wurde das Programm Wissensmanagement im Team pilotiert, das Mitarbeiter:innen in der täglichen Wissenssicherung unterstützen soll. – Das Modell der „altersgerechten Teilzeitarbeit“ soll möglichst vielen Mitarbeiter:innen einen langsamen Übergang ermöglichen und zugleich Wissen im Unternehmen bewahren. Die altersgerechte Teilzeitarbeit ermöglicht es älteren Mitarbeiter:innen, länger gesund und leistungsfähig im Erwerbsleben zu bleiben. Das erweitert die Zeitspanne, in der sie ihr Wissen auch an die nächste Generation weitergeben können. Die altersgerechte Teilzeitarbeit kann aktuell von Männern entweder mit 54 oder mit 56 Jahren und von Frauen mit 52,5 Jahren in Anspruch genommen werden. GRI 404-2 Wichtige Kennzahlen auf einen Blick 2023 2022 Mitarbeiter:innen die gesetzlich mögliche Altersteilzeit § 27 AIVG in Anspruch nahmen, in Köpfen GRI 402-2 505 498 Bearbeitete Bewerbungen in Stück* ) 81.763 57.421 Anteil der weiblichen Bewerberinnen in Prozent* ) 28 28 Anteil der männlichen Bewerber in Prozent* ) 70 71 Anteil der Bewerbungen von divers / inter / keine Angabe in Prozent* ) 2 1 *) ÖBB-Konzern gesamt (In- und Ausland). Wertvolles Wissen erhalten Das Know-how und das umfassende Wissen der langjährigen Mitarbeiter:innen ist eine wertvolle Ressource, die gesichert werden soll. Allein 2023 haben in Österreich 3.848 Mitarbeiter:innen das Unternehmen verlassen. Wiederum 505 Mitarbeiter:innen haben die Möglichkeit der Altersteilzeit in Anspruch genommen. Sie alle werden gezielt dabei unterstützt, ihre Kenntnisse geordnet an die nächste Generation weiterzugeben – etwa mithilfe der Wissenstransfer- Coaches. | LB141
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