ÖBB Geschäftsbericht 2023

Konzernabschluss 282 C. SONSTIGE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 28. Eventualverbindlichkeiten und langfristige Verpflichtungen 28.1. Eventualverbindlichkeiten 2023 2022 in Mio. EUR in Mio. EUR Eventualverbindlichkeiten 17,7 23,7 Gesamt 17,7 23,7 Die angegebenen Eventualverbindlichkeiten betreffen Garantien und ungewisse Schulden, wobei der Umfang der Mittelabflüsse vom künftigen Geschäftsverlauf des ÖBB-Konzerns abhängig ist. Bei den Eventualverbindlichkeiten handelt es sich mit rd. 0,4 Mio. EUR (Vj: rd. 0,1 Mio. EUR) um Eventualverbindlichkeiten aus Beteiligungen. 28.2. Langfristige Verpflichtungen Die ÖBB-Infrastruktur AG hat drei Strombezugsverträge mit Lieferanten abgeschlossen die Laufzeiten bis 2027, 2029 und 2042 haben wobei für einen Teil einer Bahnstromlieferungen läuft der Vertrag auf Bestandsdauer der Anlagen. Insgesamt werden jährlich 170 MW im Rahmen dieser Verträge bezogen. Die Bewertung mit den relevanten Preisen zum31.12.2023 oder den durchschnittlichen Preisen 2023 (falls diese für die Preisfindung relevant sind) hat eine voraussichtliche Verpflichtung für 2024 in Höhe von rd. 215,4 Mio. EUR und bis zum Ende der Laufzeit eine Gesamtverpflichtung in Höhe von rd. 768,9 Mio. EUR ergeben. Die Gesamtverpflichtung umfasst nicht den Jahresbetrag in Höhe von rd. 68,3 Mio. EUR (Bestandsdauer der Anlagen), da nicht bekannt ist wie lange die Anlagen beim Lieferanten noch in Betrieb sein werden. Diese Verpflichtungen schwankt mit der Strompreisentwicklung. 29. Finanzinstrumente 29.1. Risikomanagement Der ÖBB-Konzern unterliegt Markt- (Zins- und Währungsrisiko), Kredit- (Bonität der Vertragspartner) und Liquiditätsrisiken. Finanzielles Risikomanagement wird als Management von Marktrisiken angesehen und bedeutet die ökonomisch orientierte Steuerung der Portfolios der Einzelgesellschaften im Hinblick auf die Entwicklung von Zinsen, Währungen und Commodities. Der ÖBB-Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente, um diese Risiken wirtschaftlich abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden nur unter Bezugnahme auf ein Grundgeschäft abgeschlossen. Kernaufgabe des Risikomanagements ist die Identifizierung, Bewertung und Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Risikobegrenzung bedeutet nicht die völlige Ausschließung finanzieller Risiken, sondern eine sinnvolle Steuerung jederzeit quantifizierter Risikopositionen innerhalb eines konkret vorgegebenen Handlungsrahmens. Die ÖBB-Holding AG, die Finanzgeschäfte mit Ausnahme von Sicherungsinstrumenten für Commodities im Namen und auf Rechnung ihrer Tochterunternehmen nur nach deren Zustimmung und Auftrag durchführt, hat ein risikoorientiertes Kontrollumfeld geschaffen, das unter anderem Richtlinien und Abläufe für die Beurteilung von Risiken, die Genehmigung, das Berichtswesen und die Überwachung von Finanzinstrumenten umfasst. An oberster Stelle steht bei sämtlichen Finanzaktivitäten der Schutz des Vermögens des ÖBB-Konzerns. Die im ÖBB-Konzern eingesetzten Derivate sind nicht strukturierte Standardabsicherungsgeschäfte (Devisentermin- geschäfte und Rohstoffswaps) mit einem Nominale von rd. 466,7 Mio. EUR (Vj: rd. 468,2 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Rohstoffswaps mit einem Nominale von rd. 26,6 Mio. EUR für die Lieferjahre 2024 und 2025 (Vj: rd. 47,3 Mio. EUR für die Lieferjahre 2023 und 2024) abgeschlossen. Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2022 Zinsswaps mit einem Nominale von rd. 196,0 Mio. EUR abgeschlossen. 29.2. Risikoarten Finanzrisiken sind wie folgt definiert: – 29.2.a. Zinsrisiko – 29.2.b. Währungsrisiko – 29.2.c. Kreditrisiko – 29.2.d. Liquiditätsrisiko – 29.4. Commodity-Risiken (Strompreisschwankungen)

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