ÖBB Geschäftsbericht 2023
Konzernabschluss 284 Sensitivitätsanalyse Zinsrisiko Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen der Marktzinssätze auf das Ergebnis und das Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag angewendet werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsrisiken. Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsstromschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Cashflow- Hedge-Rücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen von originären, variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gesichert sind, werden bei der Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten miteinbezogen. Marktzinssatzänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die sonstigen Finanzaufwendungen und -erträge (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Wirksamkeit in GuV Wirksamkeit im Eigenkapital Sensitivitätsanalyse Zinsrisiko 31.12.2023 in Mio. EUR +100 Basispunkte -100 Basispunkte +100 Basispunkte -100 Basispunkte Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,0 -8,8 9,3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,6 -0,6 0,0 0,0 Schulden Finanzverbindlichkeiten -3,1 3,1 3,5 -3,6 Auswirkung 2023 saldiert -2,5 2,5 -5,3 5,7 Wirksamkeit in GuV Wirksamkeit im Eigenkapital Sensitivitätsanalyse Zinsrisiko 31.12.2022 in Mio. EUR +100 Basispunkte -100 Basispunkte +100 Basispunkte -100 Basispunkte Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,0 -10,3 11,0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,1 -0,1 0,0 0,0 Schulden Finanzverbindlichkeiten -4,1 4,1 5,2 -5,1 Auswirkung 2022 saldiert -4,0 4,0 -5,1 5,9 29.2.b. Währungsrisiko Die Fremdwährungsrisiken des ÖBB-Konzerns resultieren vorwiegend aus originären finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Zum Abschlussstichtag unterlag der ÖBB-Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Verbindlichkeiten. Währungskursänderungen haben daher keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis. Verbleibende Fremdwährungsrisiken resultieren vorwiegend aus Finanzverbindlichkeiten in EUR der in ungarischen Forint bilanzierenden ungarischen Gesellschaften. Bei verbliebenen Positionen aus aufgelösten CBL-Transaktionen (betrifft auch die US-Dollar-Anleihen) werden nahezu alle Zahlungsströme fristenkongruent in US-Dollar abgewickelt. Sofern es bei den Veranlagungen zu keinen Ausfällen kommt, besteht somit kein Fremdwährungsrisiko.
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