ÖBB Geschäftsbericht 2023
Konzernlagebericht 80 Bahnhöfe und sonstige Investitionen 2023 wurden folgende Bahnhöfe verbessert und modernisiert: – Bahnhof Ebreichsdorf – Bahnhof Hadersdorf / Kamp – Bahnhof Baumgartenberg – Haltestelle Helmahof – Bahnhof Süßenbrunn – Bahnhof St. Paul im Lavanttal – Haltestelle Wiederndorf-Aich – Haltestelle Kühnsdorf Klopeiner See – Bahnhof Kremsmünster – Haltestelle Wiener Neustadt Civitas Nova – Bahnhof Freistadt – Bahnhof Summerau – Haltestelle Steinkogel – Haltestelle Pinsdorf – Haltestelle Mitterweißenbach – Bahnhof Schwarzach / St. Veit – Bahnhof Ebreichsdorf – Fertigstellung Parkdeck Wiener Neustadt Brennerachse Die Planungen und Vorarbeiten der ÖBB für den Ausbau der Eisenbahnachse Brenner am Nordzulauf zum Brenner Basistunnel werden konsequent fortgesetzt. Im Projektabschnitt Staatsgrenze nächst Kufstein – Schaftenau laufen die Erkundungsarbeiten zur Erstellung der Umweltverträglichkeitserklärung. Bei der Planung des Grenztunnels nach Deutschland sind gemeinsam mit Kolleg:innen der DB die technischen Standards so zu definieren, dass eine Genehmigungsfähigkeit in beiden Ländern gegeben ist. Im Projekt Schaftenau – Knoten Radfeld wurde im Herbst 2023 die Detailgenehmigungsplanung öffentlich verhandelt. Das Projekt dient langfristig zur Entlastung des Eisenbahnknotens Wörgl und wird seine Verkehrswirksamkeit gegen Ende dieses Jahrzehnts entfalten. Bereits im Sommer 2023 wurde der 2,6 km lange Rohbaustollen Angath angeschlagen. Der Stollen unterstützt die Planung durch detaillierte Gebirgserkundung. In den kommenden Jahren wird er die Baulogistik während der Hauptarbeiten erleichtern und später zum Rettungstunnel ausgerüstet. Im Zuge der Baumaßnahmen für einen barrierefreien Bahnhof Fritzens-Wattens werden flankierend auch zwei Güterzuglange Überholgleise errichtet. Diese wirken kurzfristig zur weiteren Kapazitätssteigerung auf der Bestandstrecke. Weitere Überholgleise sind im Bereich Bahnhof Schwaz vorgesehen. 2023 haben die ÖBB Vorarbeiten für eine Realisierung in der zweiten Hälfte der 20er Jahre durchgeführt. Der Bahnausbau im Tiroler Unterland dient zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der nördlichen Zulaufstrecke zum Brenner Basistunnel. In wenigen Jahren werden Züge sicher, rasch und komfortabel zwischen Innsbruck und Franzensfeste in Südtirol auf der Tunnelstrecke fahren. Dafür ist es von zentraler Bedeutung, den Schienenverkehr aus den Bevölkerungs- und Wirtschaftszentren Europas an den Tunnel heranzuführen. Das realisieren die Bahnen in Österreich, Italien und Deutschland mit dem Ausbau der Eisenbahnachse München – Verona als Teil des europäischen Skandinavien-Mittelmeer- Kernnetzkorridors. Der Brenner Basistunnel Im Jahr 2023 wurden die Bauarbeiten der Rohbauwerke für den Brenner Basistunnel durch die Galleria di Base del Brennero – Brenner Basistunnel BBT SE fortgeführt. 159 km des gesamten Tunnelsystems in der Länge von 230 km sind bereits ausgebrochen. Davon sind 62 km Eisenbahntunnel, 55 km Erkundungsstollen und rd. 42 km sonstige Tunnelbauwerke. Im Baubereich „H21 Sillschlucht“ wurden Beton- und Hinterfüllungsarbeiten an der 200 m langen und rd. 9 m hohen Stützwand ausgeführt. Hier verlaufen die zukünftigen Gleise, die den Brenner Basistunnel mit dem Bahnhof Innsbruck verbinden werden. Betonarbeiten für den Tunnel „Silltal” sind im Gange. Gearbeitet wird auch an den beiden Eisenbahnbrücken über die Sill. Die Stahltragwerke und die Bodenplatten für die Eisenbahngleise sind bereits fertiggestellt. Errichtet wurde auch eine 55 m lange Spannbandbrücke für Fußgänger:innen über die Sill. Insgesamt sind 75% des Bauloses abgeschlossen. | LB35
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