ÖBB Geschäftsbericht 2023

81 Konzern- lagebericht Im Bauabschnitt „H41 Sillschlucht-Pfons” begann im Mai und Juni 2023 mit dem Start der Tunnelbohrmaschinen für den Vortrieb vom Ahrental in Richtung Süden. Ende Juni 2023 fand die offizielle Andrehfeier der beiden TBMs (Tunnelbohrmaschinen) statt. Die Trennwand im Verbindungstunnel Ost und West sowie die Fahrsohle in den Seitenkorridoren (Sicherheitskorridor) wurde errichtet. Die Baustelleneinrichtung wurde zudem durch Förderbandanlagen von untertage auf die Deponie Ahrental sowie auf die Deponie Padastertal ergänzt. Für die Herstellung von Tübbingen (Betonfertigteile für die Innenschale) wurde eine provisorische Fertigungshalle aufgestellt. Neu errichtet wurde eine Brücke über die A13, diese dient zur Abwicklung des Baustellenverkehrs. In diesem Baulos wurden 15% der Arbeiten abgeschlossen. Im Baulos „H52 Hochstegen” wurde beim Vortrieb des Erkundungsstollens die sogenannte „Hochstegen- Störungszone“ vollständig durchörtert und dort die Injektions- und Abdichtungsmaßnahmen durchgeführt. Im Erkundungsstollen wurde in Richtung Norden bis zum Baulos „H41 Sillschlucht-Pfons” ein rd. 9 km langes Förderband installiert. Somit ist der untertägige Transport des Ausbruchsmaterials vom Baulos H41 auf die Deponie im Padastertal sichergestellt. Errichtet wurde ein Hilfsangriff im Bereich der Hochstegenzone vom Erkundungsstollen aus zu den Haupttunnelröhren sowie die Überleitstelle St. Jodok. Das Baulos ist zu 75% fertiggestellt. Am 04.04.2023 wurde der Zuschlag für das Baulos „H53 Pfons-Brenner” erteilt. Mit dieser Vergabe wurden die Tunnelbauarbeiten des letzten verbliebenen Bauloses des Brenner Basistunnels beauftragt. Der vertragliche Baubeginn erfolgte am 04.05.2023. Damit wurde auch der Bestellvorgang für die beiden Tunnelbohrmaschinen für diese Baulos eingeleitet. Mit dem Vortriebsbeginn der TBMs in Richtung Norden ist im Herbst 2024 zu rechnen. Auf italienischem Staatsgebiet sind die Arbeiten auf beiden Baustellen weit fortgeschritten. Beim Baulos „H61 Mauls 2–3” hat die Tunnelbohrmaschine „Virginia” im März ihr Ziel am Brenner erreicht. Mit dem Erreichen der Baulosgrenze hat erstmals eine TBM eines Haupttunnels den Vortrieb erfolgreich beendet. Die zweite TBM „Flavia“ hat eine Störungszone erreicht. Die Tätigkeiten zur Überwindung der Störungszone laufen. Beim Baulos „H71 Eisackunterquerung” wurden die Bauwerke fertiggestellt und mit dem Rückbau der Baustelle und den Renaturierungsarbeiten begonnen. Das Vergabeverfahren für die Planungsleistungen für die eisenbahntechnische Ausrüstung des Brenner Basistunnels läuft zum Bilanzstichtag – die Aufnahme der Planungsarbeiten ist (in Abhängigkeit des Abschlusses des Vergabeverfahrens) im Lauf des Jahres 2024 zu erwarten. LB36 |

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